Das Kärnten - E-Book

DAS KÄRNTEN GARTENTIPP 31 Gartengeschichte Die ganz persönliche Duftnote Düfte haben für mich immer schon eine ganz große Bedeutung gehabt. Die meisten Pflanzen, die ich für meinen Garten ausgewählt habe, verströmen daher immer einen Duft. Manchmal nur über die Blüten, manchmal über die Blätter und manche nur zu bestimmten Zeiten, wie der mittlerweile berühmteLebkuchenbaum, der nach dem Laubfall das weihnachtliche Aroma verströmt. Oder der Jasmin, eigentlich ein Pfeifenstrauch, der mit seinen kleinen weißen Blüten nach Walderdbeere duftet. Das Dufterlebnis schlechthin sind aber die blühenden Citrus, die für mich den absoluten Traumdes Südens vermitteln. Meine Frau und ich sind uns da vollkommen einig und so wählte wir für einen „Ploberger-Duft“ drei Komponenten: die frische vom Zitronengras, die würzige Note vom Basilikum und – ebenfalls ein italienisches Kraut – den Rosmarin. Nach langem hin und her wurden dann die Mengen definiert und die erste Ploberger-RaumduftKomposition geschaffen. Im ersten Moment war sie zu Basilikum lastig, doch nach zwei Tagen und einigen Pumpstößen im Wohnhaus daheim, sind wir überzeugt: das ist genau unsere Duftnote. Erfrischend durch die Zitrone, würzig durch das Basilikum und die südländische Note durch den Rosmarin. Das Verhältnis wird nicht verraten. Vielleicht wird’s ja tatsächlich ein neuer Schlager im „Steppenduft“-Sortiment. Garteln im Takt der Natur Wir sind längst im Hochsommer angelangt. Erst mit dem reif werden der Klaräpfel beginnt der Spätsommer. Im Prinzip ist nun wenig zu tun, ein paar Dinge sollte man aber erledigen: • Verblühtes bei den Rosen nach wie vor Abschneiden. • Hecken schneiden • 2-jährige Sommerblumen, wie Königskerzen, Marienglockenblumen, Stiefmütterchen und auch Stockrosen werden jetzt gesät – sie blühen dann im kommenden Jahr. Bei den Stiefmütterchen einen kühlen Platz zum Keimen suchen. • Tomaten immer ausgeizen – also die Seitentriebe entfernen. Um Pilzkrankheiten abzuwehren – nur die Erde gießen – und die untersten Blätter abschneiden. • Früchte, die bei den Zucchini gleich nach der Blüte faulen, abschneiden und die Pflanzen mit Brennnesseljauche düngen. Möglicherweise leidet die Pflanze an Nährstoffmangel. • Balkonblumen brauchen nun regelmäßig Dünger! Gartenfragen zum Sommer Ich habe inmeinemHochbeet einen Ameisenbau. Der Salat ist schon kaputt, nun kommt der Angriff auf die Tomaten. Was kann ich tun? Besonders effizient ist als Abwehrmittel Kieselgur. Dieses Pulver (sieht aus wie Babystaub) wird auf den Bau und die Ameisenstraßen gestäubt. Nach starkem Regen wiederholt man. Die Tiere werden vergrämt und wandern ab. *** Welche Pflanzen passen auf einen Südbalkon – außer Kakteen? Da gibt’s eine ganze Menge: Pelargonien sind extrem hitzefest, dann Mittagsblumen und die große Palette an mediterranen Kräutern, wie Rosmarin, Thymian, Salbei und Oregano. Ganz trockheitsliebend ist die Dachwurz. *** Ich will einen Baumstumpf nicht ausgraben, sondern verrotten lassen. Wie geht das am schnellsten? Am besten man bohrt viele tiefe Löcher ins Holz und füllt mit organischem Dünger auf, generell den gesamten Baumtumpf dann mit Kompost abdecken und immer gut feucht halten. Dann setzt die Verrottung rasch(er) ein. Wird dennoch dauern. *** Wieder einmal ein Tomatenproblem! An der Unterseite der Früchte ist ein brauner Fleck – warum? Das ist keine Krankheit, sondern einMangel an Calcium, der bei hohen Temperaturen und unregelmäßigem Gießen auftritt. Mit organischem Volldünger versorgen, regelmäßig gießen und die Früchte nicht wegwerfen. Sie reifen aus, können verwendet werden und nur der braune Fleck muss weggeschnitten werden. Pflanze der Woche Blütenwolken in gelb und rot Der Perückenstrauch (Cotinus coggygria) ist in diesen Tagen ein wahrer Hingucker im Garten. Seine watteartigen gelben oder roten „Blütenwolken“ schweben regelrecht über dem Strauch. Eigentlich ist dann die Blüte schon vorbei, aber die flauschigen Knäuel, die sich danach bilden, hängen wochenlang am Strauch. Er stellt keine großen Ansprüche an den Boden, nur ganz saure Böden mag er nicht. Ideal also für die meisten unserer Gartenböden. Trockenheit verträgt das Gehölz gut und überrascht im Herbst mit einer intensiven Laubfärbung. Geschnitten wird wenig, außer man will die rotblättrigen Gehölze bloß wegen des Laubes im Garten haben. Dann wird der Strauch im Herbst auf zehn Zentimeter zurückgeschnitten und er treibt im kommenden Jahr wieder kräftig aus. Stefan Zwickl im Lavendelfeld Perückenstrauch

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