Das Kärnten - E-Book

DAS KÄRNTEN AKTUELL 4 IMPRESSUM: Die Agentur – Verlag – Heinz Knapp Kohlmarkt 8-10, 1. Stock 1010 Wien Herausgeber/Verleger/Inhaber: Heinz Knapp, h.knapp@das-kaernten.at Redaktion: office@das-kaernten.at Grafik: Daniel Knapp, d.knapp@das-kaernten.at Lektorat: Alfred Eichhorn Druck: Styria GmbH Vertrieb: Österreichische Post AG, Vi l lach Verlagsadresse/Rechnungswesen: Die Agentur - Unabhängige Monatszeitung, Chor turmbl ick 1, 9020 Klagenfur t Offenlegung gem. § 25MedienG: Onl ine: www.das-kaernten.at (Homepage in Arbeit) Auflage: 211.363 Stück Gastkommentare: Joachim Brandl, Albert Fortell, Joesi Prokopetz, Angelika Niedetzky, Mag. Peter Weitzel Bei Bezahlte Anzeigen, PR-Ar tikeln & namentl ich gekennzeichneten Berichten l iegt die inhaltl iche Verantwor tung beim Auftraggeber. Alle Berichte beziehen sich auf Stand 08.07.2022, 16:00 Uhr Eure Majestät – der Kaiser Am 18. Juni wurde Landehauptmann Peter Kaiser mit überwältigendem Votum und tosendem Applaus der Delegierten, beim 36. Landesparteitag der SPÖ Kärnten, mit 99,08 Prozent der Stimmen zum Landesparteivorsitzenden, wiedergewählt. Damit ist die seit 12 Jahren andauernde Regentschaft des Landeskaisers verlängert worden. Zumindest die als SPÖ-Vorsitzender. Auch auf Landesebene sieht es derzeit so aus, als müsste sich der Kaiser keinerlei Sorgen um seine Regentschaft machen. „Momentan gibt es keine Bestrebungen, die für 5. März 2023 geplante Landtagswahl vorzuziehen“. Ändern könne sich das, wenn sich auf Bundesebene Gravierendes tue, so Kaiser: „Tendenziell bleiben wir aber beim 5. März.“ Doch auch bei Neuwahlen müsste der Landeskaiser wohl nicht um seinen Thron fürchten. Kaiser könnte also entspannt, großzügig und gütig sein und das vom Volk an ihn übertragene Amt ausführen. Doch davon sind wir in Kärnten weit entfernt. Der Kärntner Kaiser will geliebt werden. Wird ihm nicht ausreichend gehuldigt und werden seine Wohltaten für das gemeine Volk nicht ausreichend mit Lob überschüttet, ist er verstimmt. Jetzt habenwir Kärntner das Glück, dass es den in der Donaumonarchie noch geltenden Paragraphen der Majestätsbeleidigung nicht mehr gibt und einigen von uns des Schicksal eines Ferdinand Prohaska erspart bleibt. (Historischer Einschub: Ferdinand Prohaska war ein Landstreicher, der sich 1906 in Salzburg darüber aufregte, wegen Bettelei arretiert zu werden. „Ich scheiße auf Seine Majestät den Kaiser, auf unseren Herrgott und die Pfaffen. Seine Majestät und der Herrgott sollen mich alle am Hintern lecken!“ Wegen dieser Tirade wurde er streng bestraft. Der Mann wurde zu einem Jahr Kerkerhaft verurteilt). Nun gibt es wohl kaum jemanden in Kärnten, der unseren geliebten Landeshauptmann mit derartig deftigen Ausdrücken bedenken würde. Das ist auch gut so, denn unser Kaiser reagiert schon bei weitaus harmloseren „Vergehen“ mit drastischen Mitteln. Dabei zeigt er sich, wie es sich für einen ordentlichen Monarchen gehört, absolut bibelfest. In Anlehnung an das erste Gebot „Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“, werden bereits Erwähnungen von Oppositionspolitikern sanktioniert. So erzählt man sich in der Kärntner Verlegerszene unter vorgehaltener Hand und in dunklen Hinterzimmern, dass es schon vorgekommen sei, dass Inserate des Landes einfach gestrichen und storniert wurden, weil dem Kaiser und seinem Sprecher die Blattlinie nicht gefallen hätte. Doch das ist vermutlich nur der Tratsch von gierigen Medienmachern, die den Hals nicht voll bekommen können. Denn eines ist auch klar. In Zeiten in denen sich die Papierpreise verdoppelt haben, die Distributionskosten explodieren und die sonst so freudig inserierenden Firmen mit dem eigenen wirtschaftlichen Überleben kämpfen, braucht kein Medium die Inserate der Landesregierung, um über die Runden zu kommen. Nicht einmal dafür um die Arbeitsplätze der Journalisten, Drucker, Verlagsmitarbeiter und Distributoren zu sichern. Zum Glück ist „DAS KÄRNTEN“ nicht davon betroffen, denn wir loben unseren Kaiser. Der Kaiser ist super, der Kaiser ist toll. Der Kaiser ist der Beste, der Schönste und der Schlauste! Wie schön, dass es den Kaiser gibt! Hurra! Geschätzte Leser! Liebe Leserinnen! EDITORIAL von Heinz Knapp Normaler Sommer 2022(!) Wetterredaktionen machen Klimawandel zu Sündenbock bei Hitze. Gluthitze, Saharahitze, Hitzerekord, Hitzewelle. So klingt es derzeit aus vielen Wetterredaktionen – besonders aus denen die Politik machen wollen. Ganz vorne mit dabei ist unser öffentlich rechtlicher Rundfunk ORF. Noch schlimmer geht es in Deutschland zu. Da werden schon mal normale Sommertemperaturen auf den staatlichen Wetterkarten dunkelrot eingefärbt. Schließlich muss die Geschichte vom menschlich gemachten Klimawandel – pardon, der Klimakatastrophe – in alle Wohnzimmer getragen werden. Und es wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Erst unlängst war zu lesen: „35 Grad! – So heiß war es noch nie.“ Jeder, der die 70er-Jahre erlebt hat, weiß aus eigener Erfahrung, dass das absoluter Blödsinn ist. Die „Generation Greta“, oder die sich auf Straßen festklebende „Last Generation“ und Konsorten lassen sich von derartigen Falschmeldungen jedoch beeindrucken und gehen demonstrieren. Gegen den Klimawandel. Als ob diesen das irgendwie interessieren würde, wenn sich ein paar Aktivisten irgendwo festkleben. Und ja, es ist heiß. Früher hat man dieses Phänomen – pardon, diese Katastrophe – „Sommer“ genannt und alle haben sich nach den eisig kalten Wintermonaten darauf gefreut. Schließlich ist es in unseren Breiten deutlich länger kalt als warm. Viele – nicht alle – empfinden die Kälte auch weitaus unangenehmer als die Hitze. Trotzdem ist noch niemand auf die Idee gekommen, nicht einmal die Grünen, „Warme Straßen“ zu fordern. Dabei wäre es vermutlich recht einfach Heizstrahler auf den Gehwegen aufzustellen. Aber der klassische Klimaaktivist friert offenbar lieber, als er schwitzt. Daher ein paar Tipps um den „Jahrtausendsommer“ zu überstehen: Ziehen Sie keinen Wintermantel an. Verstauen Sie die Wollunterhosen im Kasten. Drehen Sie die Heizung ab und gehen Sie ins Freibad. In diesem Sinne: schönen SOMMER! H.K.

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