Das Kärnten - E-Book

DAS KÄRNTEN AKTUELL 6 Vorletzte Worte von Joesi Prokopetz Kabarettist, Liedermacher © Gary Milano Am häufigsten verschwinden Dinge, wenn ich es eilig habe. Gerade, auf jeden Fall noch gestern oder zumindest vor zwei Wochen, waren sie noch da. Denn ich habe es da hingelegt. Ich erinnere mich genau, ich habe mir noch ganz deutlich gedacht: da lege ich das jetzt her, damit ich es auch ganz sicher wieder finde. Und dann kommt der Tag, an demman es braucht. ICH: (aufbrausend) Herrgott, wo ist denn des? Wo habt´s des wieder hing´ramt? In demHaus verschwind´t alles! MEINE FRAU: (genervt) Was suchst´ denn jetzt schon wieder? ICH: Da hab ich es hergelegt! MEINE FRAU: Dann muss es ja da sein. ICH: Ist es aber nicht! Die Kinder werden´s versteckt haben. MEINE FRAU: Warum sollen denn die Kinder deine Sachen verstecken? ICH: Weil du sie aufhusst! MEINE FRAU: (höhnisch) Die Katz´ hat´s g´fress´n! ICH: (zerknirscht) Des Mistviech, des falsche! Da fällt mir ein, wir haben gar keine Katze. Natürlich kann auch sein, dass sich die Dinge unsichtbar machen; da liegen, wo ich sie hingelegt habe, aber ich kann sie nicht sehen. Jeder andere kann sie sehen, nur ich nicht. Ebenfalls nicht von der Hand zuweisen ist die zugegebenermaßen kühne Hypothese, dass sich just an der Stelle, wo ich es hingelegt habe, eine Art offene Schweißnaht der Dimensionen befindet. Ein kleines Schlupfloch zwischen den Welten. Gegen solche – aller Wahrscheinlichkeit nach – finsteren Mächte ist man hilflos. MEINE FRAU: Also, jetzt denk einmal nach: Wo hast du es zum letzten Mal gesehen? Ich gehe zu dem Platz, wo ich es gestern(?) hingelegt habe. ICH: (resigniert) Da! (zögernd) Glaub ich. Meine Frau schaut, greift mit schlafwandlerischer Sicherheit ins Leere und ... hat es! Sie hält es mir mit offenem Triumph unter die Nase, verdreht ein wenig die Augen. MEINE FRAU: Schreit nicht, was? Landeshauptstadt richtet für Opfer Spendenkonto ein Sigrun Alten erhielt ersten Villacher Frauenpreis Kanalbaustellen inViktring und Waidmannsdorf begonnen Nach den schweren Unwettern haben die Gemeinden Treffen und Arriach mit den verheerenden Folgen zu kämpfen. Um den Gemeinden und der Bevölkerung finanziell unter die Arme zu greifen, richtet die Stadt Klagenfurt ein Spendenkonto ein. Zudem wurden mehrere Fahrzeuge der Stadt zur Unterstützung in das Katastrophengebiet geschickt. Nachdem die verheerenden Unwetter in Oberkärnten, besonders in den Gemeinden Treffen und Arriach, eine Spur der Verwüstung hinterließen, sicherte Bürgermeister Christian Scheider die Unterstützung zu. „Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit seitens der Landeshauptstadt Klagenfurt, dass wir aktiv, mit all unseren Möglichkeiten, Nachbarschaftshilfe leisten“, erklärt Bürgermeister Christian Scheider. Der IBAN für das Spendenkonto lautet: AT52 2070 6000 0001 0900 Mit der Vergabe des ersten Villacher Frauenpreises setzt die Stadt Villach ein deutliches Statement in Sachen Frauen- und Gleichstellungspolitik. „Die öffentliche Wahrnehmung von engagierten Personen und Aktionen, die sich für Frauen- und Mädchenanliegen einsetzen, wird mit diesem Preis gesteigert. Es soll ein Statement und eine Wertschätzung für ein besonderes Engagement in diesem Bereich sein“, sagt Frauenreferentin, Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser. Eine sechsköpfige Fachjury hat jetzt die Villacherin Sigrun Alten nominiert. Sie war von 1990 bis 1995 Frauenreferentin des AMS Villach, ist seit 1996 Mitglied im Vorstand des Frauenhauses Villach, seit 2008 dort ehrenamtliche Obfrau und war von 1995 bis 2012 auch die erste Frauenbeauftragte der Stadt Villach. Der Gemeinderat hat den Vorschlag der Fachjury, Sigrun Alten als erste Preisträgerin auszuzeichnen, einstimmig beschlossen. Mit 11. Juli starteten in Viktring im Bereich Ferdinand-Wedenig-Straße großangelegte Kanalbaustellenarbeiten. Die notwendigen Infrastruktursanierungen von Abwasserentsorgungsleitungen werden durchgeführt, um die reibungslose Entsorgung von Abwässern sicherzustellen und den Grundwasserkörper zu schützen. Im Zuge dessen muss die Ferdinand-Wedenig-Straße zwischen der Kornblumengasse und der Keutschacher Straße Richtung Süden gesperrt werden. Richtung Norden gilt dann eine Einbahnregelung. Der Verkehr wird über die Leopold-Figl-Straße und Keltenstraße umgeleitet. © StadtKommunikation/Wiedergut © HPhoto - Hannes Pacheiner

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