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DAS KÄRNTEN AKTUELL 8 Teuerungswelle macht Österreichern zu schaffen Der Finanzminister streift Milliarden-Gewinne ein, die Regierung bekämpft Symptome anstelle Ursachen von Inflation undTeuerung. Alles wird teuer. Viele können sich die Güter des täglichen Lebens nicht mehr, oder nur sehr schwer leisten. Und das sind nicht nur Mindestpensionisten, Arbeitslose oder sozial Schwache – das ist bereits der Mittelstand. Kein Wunder also, dass laut einer aktuellen Umfrage fast die Hälfte der Bevölkerung die kommenden zwölf Monate düster sieht. So sind 49 Prozent pessimistisch, nur 28 Prozent hoffnungsvoll. Jeder Dritte sagt, dass seine Lebensqualität schlechter geworden ist. Nur ein Viertel ist positiv gestimmt. Während lediglich 20 Prozent ihre Lebensqualität gut nennen. Ein Negativrekord. So schlecht ging es den Österreichern seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Gründe dafür sind durchaus hausgemacht. Da wären einmal die Kosten, die uns die CoronaPolitik der Bundesregierung eingebrockt hat. Zig-Millionen für Tests, zig-Millionen für Impfdosen, zig-Millionen für Masken. Milliardenschäden durch Lockdowns, Firmenpleiten, Rekordarbeitslosigkeit und dem quasi Arbeitsverbot für ganze Branchen, wie etwa dem Tourismus, demEinzelhandel, oder den körpernahen Dienstleistern. Finanzminister im Glück Dazu kommen noch die grünideologisch verursachten Mehrkosten bei der Energie. So wurden etwa die Mineralölsteuer und die Normverbauchsabgabe erhöht. Die für Juli geplante CO2-Steuer ist zwar „gnädigerweise“ in den Herbst verschoben worden, aber sie kommt. Während der Normalbürger an den Zapfsäulen mehr als 2 Euro für den Liter Sprit ablegen muss, freut sich der Finanzminister über die daraus resultierenden Mehreinnahmen. Zusätzlich streift er auch noch die aufgrund der Preisexplosion üppigen Dividenden der Energiekonzerne genauso ein wie die Mehreinnahmen aus den anderen Steuern ein. Und die braucht er auch dringend. Müssen doch die Milliardenpakete der Pandemie irgendwie hereingespielt werden. Und wer sonst, wenn nicht der steuerzahlende Bürger soll das bezahlen? Knieschuss Sanktion Und dann hätten wir auch noch den Krieg in der Ukraine, der als billige Ausrede für all die Kostenexplosionen herhalten muss. EUEuropa und Österreich haben darauf nämlich mit Sanktionen gegen Russland reagiert. Besonders im Bereich Öl- und Gaslieferungen. Das Problem dabei ist nur, dass diese Sanktionen nicht Russland schaden, sondern uns selbst. Abgesehen davon, dass unsere Regierung damit unsere Neutralität verscherbelt hat, kappt sie auch noch unsere Energieversorgung, denn nichts anderes ist das Ergebnis dieser sinnlosen Knieschuss-Sanktionsspirale. Der Rubel gewinnt an Wert, die russische Gazprom macht Mega-Gewinne und zudem subventionieren wir auch noch Indien, das billiges russisches Öl teuer nach Europa weiterverkauft. Und damit haben wir im Ukraine-Russland Konflikt nichts erreicht, außer, dass es uns selbst schlechter geht. Bravo! Konkurs Sozialshop Die Auswüchse dieser völlig sinnlosen Sanktionspolitik sind mittlerweile bereits bei den Sozialmärkten in Österreich angekommen. Einige mussten bereits Konkurs anmelden. Andere arbeiten am Limit. Stark gestiegene Energie- und Spritkosten, weniger Lebensmittel und immer mehr Bedürftige führen zu einer äußerst prekären Lage. Laut Medienberichten waren es lediglich 2.500 Euro pro Monat, die den Betreibern des Sozial Shops finanziell das Genick gebrochen hätten. Drei Mal pro Woche volltanken bei vier Kleintransportern sei bei den gestiegenen Spritpreisen einfach nicht mehr drinnen gewesen. Der gemeinnützige Verein, der nicht verkaufte, aber noch genießbare Lebensmittel einsammelte, um sie zu einem geringen Unkostenbeitrag an Bedürftige abzugeben, hat 75.000 Euro an Verbindlichkeiten angesammelt. Die drei Standorte in Wien mussten aufgelassen werden – Konkurs! Realitätsfremde Regierung Und das ist nur ein Beispiel. Ähnlich bedrückend ist die Situation bei den „Allesverwertern“, der „Caritas“ und der „Tafel“. Und die Situation wird nicht besser. Im Gegenteil. Bereits jetzt ruft die Caritas zu Lebensmittelspenden auf. Am dringendsten werden Mehl, Zucker, Öl und Reis gebraucht. Obst, Gemüse, Milchprodukte und Wurst sind ebenfalls Mangelware. Der Bedarf steigt. 2020 wurden im Großraum Wien 55.000 Menschen mit geretteten Lebensmitteln versorgt, 2021 gab es einen Sprung auf 61.000 Menschen und täglich werden es mehr. Und was macht die Bundesregierung? Sie schnürt ein Paket zur Linderung der Teuerung, das von der Opposition als „Paketchen“ bezeichnet wird und das als weder nachhaltig noch effektiv kritisiert wird. Hauptbestandteil sind Einmalzahlungen, die auf längere Sicht keine Not lindern können und in der Regel ein Tropfen auf dem heißen Stein sind. Als Beispiel sei die „Hilfe“ für unsere Bauern genannt. So werden unseren Landwirten, deren Produktionskosten aufgrund der hohen Energiekosten ins Unermessliche steigen, 800 Euro als Entlastung ausbezahlt. Hier offenbart sich die ganze Lebensfremdheit mit der die Schwarz-Grüne Bundesregierung agiert. Denn wenn ein Betrieb mit nur 800 Euro zu retten ist, dann hat er keine wirklichen Probleme. Wenn er Probleme hat – und die haben die Meisten – dann helfen die 800 Euro auch nichts. Blechende Mittelschicht Statt die Symptome zu bekämpfen und Almosen zu verteilen, wäre es deutlich schlauer die Ursachen für diese Inflations- und Teuerungswelle zu bekämpfen. Und die liegen bei der Bundesregierung selbst. Es ist schön und wichtig, dass sozial Schwache, Arbeitslose und Mindestpensionisten bei diversen Entlastungspaketen bedacht werden, die hart kämpfende Mittelschicht wird jedoch regelmäßig vergessen. Es muss endlich Schluss damit sein, dass jene, die sich abrackern und das Steuergeld für Bedürftige erwirtschaften, immer zu den Verlierern zählen und von der schwarz-grünen Bundesregierung noch mehr belastet werden. In Zeiten wie diesen muss auch die Mittelschicht spürbar entlastet werden. Zusammenfassend ist klar, dass es die Bundesregierung selbst ist, die für die massive Teuerungswelle im Land verantwortlich zeichnet – hauptsächlich wegen der fatalen Coronapolitik!

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