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DAS KÄRNTEN AKTUELL 22 Erholungswald in Welzenegg EU-Bürger sind quasi Sportmuffel Einbürgerungen stiegen im Jahr 2022 Das Stadtgartenamt Klagenfurt nimmt in den nächsten Wochen im kleinen Waldstück zwischen Welzenegger Zeile und Glan einen Pflegedurchgang vor. Neue Laubbäume werden gepflanzt, absterbende und nicht anpassungsfähige Gehölze entfernt. So entsteht ein gesunder, klimafitter Mischwald, den auch Erholungssuchende nutzen können. Der Klimawandel schreitet spürbar voran. Das hat auch Auswirkungen auf die heimischen Wälder. Denn Bäume können sich wegen ihrer langen Lebensdauer nur ganz langsam an Veränderungen der Umwelt anpassen. Eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liefert Erkenntnisse, dass sich die Europäer generell zu wenig bewegen. Und dieser Trend hat sich während der Pandemie sogar noch verstärkt. Von den „empfohlenen mindestens 150 Minuten Training pro Woche“ sind die meisten Bürgerinnen und Bürger in der EU weit entfernt. Explizit heißt es, dass im Schnitt „bloß 40 Prozent“ regelmäßig Sport betreiben. Und dabei haben Männer gegenüber Frauen die Nase vorne. Diese Studie liefert aber wichtige Zusatzerkenntnisse und rechnet vor, was Sport bringt: Bereits diese 150 Minuten Training pro Woche reichen aus, um zu verhindern, dass übers Jahr gebrochen ca. 10.000 Menschen vorzeitig sterben müssen. Einen positiven Einfluss nimmt das Training auch auf Depressionen, Diabetes, Krebs und HerzkreislaufErkrankungen. Und last, but not least fallen auch weniger Gesundheitskosten für die Allgemeinheit an. Vor wenigen Tagen veröffentlichte die Statistik Austria die Zahlen zu den Verleihungen der österreichischen Staatsbürgerschaft im Vorjahr: Dabei gab’s eine Zunahme um 27,6 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr 2021. Auf Basis der aktuellen Bevölkerungszahlen ergibt sich eine vorläufige Einbürgerungsrate von 0,7 Prozent – etwas höher gegenüber den Jahren 2020 und 2021 mit 0,6 %. „Das deutliche Einbürgerungsplus von 27,4 Prozent geht hauptsächlich auf die Einbürgerungen von Verfolgten des NS-Regimes und deren Nachkommen zurück, die fast die Hälfte der Einbürgerungen im Jahr 2022 ausmachen“, erklärte Tobias Thomas, Generaldirektor von Statistik Austria. Quasi auf Rang zwei kommen Staatsangehörige aus Syrien und der Türkei. In acht Bundesländern wurden ferner mehr Personen eingebürgert als im Vorjahr. Die relativen Zuwächse waren in Kärnten (41,9 % auf 552 Einbürgerungen). Rang zwei nimmt das Ländle ein mit einem Plus von 39,1 % und 647 neuen Vorarlbergern. Bloß in Wien gab’s gegenüber dem Vergleichsjahr 2019 4.478 weniger Einwanderungen – ein Minus um 1,9 %. Rund 80 Prozent hatten einen Rechtsanspruch darauf, auszugsweise sechsjährigem Wohnsitz in Österreich; Politisch Verfolgte; 651 Personen aufgrund Ehe mit Österreichern … Frauen erleiden häufiger Herzinfarkt Herz-Kreislauferkrankungen sind die statistisch erfasste Haupt-Todesursache bei den Frauen. Als ein Grund dafür wird der Alltagsstress genannt. Zudem erleiden die Frauen häufiger als Männer einen Herzinfarkt, das weist – der erstmals seit 10 Jahren wieder vorgelegte Frauen-Gesundheitsbericht –, aus. Als Grund dafür nennt Gesundheitsminister Johannes Rauch, dass „die Symptome oft nicht erkannt werden“. Erschwerend kommt hinzu, dass bei Frauen eine mögliche Zuordnung auch über Bauchschmerzen laufen kann. Und nicht – wie eher sonst üblich – über den schmerzenden linken Arm. Die Nase vorne haben Frauen auch bei psychischen Erkrankungen … Doch alles in allem, mit einem Durchschnittsalter von 84 Jahren, werden die Frauen in Österreich dennoch älter als die Männer … © StadtKommunikation/Hude

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