Das Kärnten - E-Book

DAS KÄRNTEN AKTUELL 4 Die Spitzenkandidaten für die EUWahl am 9. Juni nehmen langsam Gestalt an. Die Grünen haben die erst 23-jährige Klimaaktivistin Lena Schilling vorgestellt. Als Favorit bei den NEOS wird der als KurierChefredakteur gescheiterte und nunmehrige Nationalratsabgeordnete Helmut Brandstätter gehandelt. Ein erstaunliches Signal an die durchaus junge Wählerschaft der pinken Partei, ausgerechnet einen 68-jährigen nach Brüssel zu schicken, fischt er doch im selben Wählerteich mit der blutjungen Lena Schilling. Die Grünen wechseln also Schilling in Euro, während die Neos den Opa nach Europa schicken. Anders als Grün und Pink lassen sich die drei anderen Parteien auf keine Politexperimente mit EU-unerfahrenen Glücksrittern ein. Die SPÖ tritt wieder mit dem bewährten Andreas Schieder an, die ÖVP mit Urgestein Reinhold Lopatka und die FPÖ mit EU-Rabauken Harald Vilimsky. Offen ist, ob sich noch die eine oder andere Gruppierung findet, die in Brüssel mitmischen will. Zeit dafür wäre bis zum 26. März. Dem Stichtag für die Listenbeibringung. Bis dahin müssen mindestens 2.600 Unterstützungserklärungen bei der Wahlbehörde im Innenministerium vorgelegt werden, um antreten zu können. Eine sehr geringe Hürde. Es könnte also noch die eine oder andere Überraschung geben. Theoretisch. Eine kleine Überraschung ist jedenfalls die Kandidatur der klima-hysterischen Lena Schilling für die Grünen. Bekannt geworden ist die Dame durch die Fridays-for-Future-Bewegung sowie durch ihre Unterstützung der Besetzer der Baustelle für den Lobau-Tunnel. Dabei ist es durchaus zu Handgreiflichkeiten gekommen. Gut in Erinnerung geblieben ist dabei der Vorfall vom 30. September 2021, bei dem zwei Landtagsabgeordnete im Beisein der herzigen Frau Schilling mit einer Torte tätlich angegriffen wurden. Dem nicht genug, haben die Freunde der nunmehrigen EUSpitzenkandidatin auch noch fast das Veranstaltungslokal abgefackelt, indem sie pyrotechnische Gegenstände auf dem Dach zündeten. Feuerwehr- und Polizeieinsatz inklusive. All das hat Frau Schilling, die mittlerweile als Kolumnistin für die „Kronen Zeitung“ tätig ist, offenbar bestens für ihren künftigen Job in Brüssel qualifiziert. Da passt es doch gut, dass Schilling verkündet hat, auch weiterhin eine Aktivistin bleiben zu wollen: „Ich bin auch morgen nicht eine geschniegelte Politikerin.“ Es gehe nicht nur ums Klima, „meine Kandidatur ist auch eine Kampfansage gegen Rechts“, sagt sie. Da kann man nur hoffen, dass die Dächer in Brüssel nicht „rechts“ sind, weil dann könnte es brandgefährlich werden, wenn sich die grüne Schilling nähert. Immerhin stehe sie dafür ein, dass „für Hass und Hetze kein Platz sei“, sagt sie. Tortungen von unliebsamen Politikern und Brandstiftung zählen offenbar nicht dazu. Oder anders formuliert: Hat Fernsehköchin Sarah Wiener, die letzte Spitzenkandidatin der Grünen, nur Torten gebacken, besteht bei der jetzigen die Gefahr, dass sie diese auch wirft. Immerhin will Schilling nicht Grünen-Parteimitglied werden, was wieder für sie spricht. Immerhin bringen die Grünen mit der verhaltensoriginellen Kandidatin Farbe in den bislang eher grauen EUWahlkampf, der nicht einmal noch begonnen hat, aber dennoch wie ein Damoklesschwert über den Parteien hängt. Besonders über der ÖVP, die nach dem Triumph der vergangenen Wahl, die ihr durch das kurz davor veröffentlichte Ibiza-Video einen unverdient hohen Sieg beschert hat, wohl diesmal ordentlich Federn lassen wird müssen. Da hilft auch nicht der für die ÖVP in Brüssel sitzende EU-Kommissar Johannes Hahn, der bereits angekündigt hat, seinen Platz räumen zu wollen. Wer ihm auf diesen wichtigen Posten folgen wird, ist noch völlig offen. Es könnte sogar passieren, dass es erstmals in der EU-Geschichte Österreichs kein ÖVPler ist, der zum Zug kommt. Dann nämlich, wenn die ÖVP die Mehrheit im Nationalrat verliert. Denn der österreichische EUKommissar wird nicht in Brüssel, sondern in Wien gewählt. Übrigens eines der stärksten Argumente, die gegen vorgezogene Neuwahlen im Bund sprechen. Aber heutzutage kann man sich auf nichts mehr verlassen und auf die ÖVP schon gar nicht. Geschätzte Leser! Liebe Leserinnen! EDITORIAL von Heinz Knapp IMPRESSUM: Die Agentur – Verlag – Heinz Knapp Herausgeber/Verleger/Inhaber: Heinz Knapp, h.knapp@das-kaernten.at Redaktion: office@das-kaernten.at Grafik: Daniel Knapp, d.knapp@das-kaernten.at Lektorat: Alfred Eichhorn Druck: Druck: Mafra Print, 15000 Praha; Vertrieb: Österreichische Post AG, Villach Verlagsadresse/Rechnungswesen: Die Agentur - Unabhängige Monatszeitung, Chorturmblick 1, 9020 Klagenfurt Offenlegung gem. § 25MedienG: Online: www.das-kaernten.at Gastkommentare: H.C. Strache, Mag. Peter Weitzel Bei Bezahlte Anzeigen, PR-Artikeln & namentlich gekennzeichneten Berichten liegt die inhaltliche Verantwortung beim Auftraggeber. Alle Berichte beziehen sich auf Stand 24.01.2024, 14:00 Uhr Herzlich willkommen! In der Café Bar Vino in der Innenstadt von Klagenfurt bringen wir zusammen, was für uns zusammengehört: Wunderbare Weine, eine Atmosphäre zum Genießen, kleine Snacks und große Freundlichkeit. Den perfekten Ausklang finden Sie somit in der Vinothek am Pfarrplatz 5. MO-MI: 8.00-22.00 Uhr und DO-SA: 8.00-24.00 Uhr Sonn- und feiertags geschlossen Silvio Berger und sein Team Werbung

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