Das Kärnten - E-Book

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DAS KÄRNTEN AKTUELL 2 Tu felix Austria nube Der lateinische Spruch „Tu felix Austria nube“ bedeutet „Du glückliches Österreich, heirate“. Es handelte sich um eine clevere Politik der Habsburger, die Macht, Einfluss und Vermögen durch strategische Ehen sicherten. Nach dem Abstieg der Austria Klagenfurt von der Bundes- in die zweite Liga wäre es wohl wünschenswert, eine reiche Braut an Land zuziehen – eine Milliardärin? Schließlich konnte die Vereinsleitung einen Goldhändler als Unterstützer gewinnen, binnen kurzer Zeit wurde dieser jedoch wieder verärgert, zog sich zurück und wartet auf die Rückzahlung von mehreren Hunderttausend Euros. Jetzt brechen freilich schwere Zeiten für den Traditionsverein an – Sponsoren verabschieden sich, Mitarbeiter klagen ausstehende Gehälter, der Pleitegeier zieht ungeniert seine Kreise über dem Klagenfurter UFO. Die finanzschwache Stadt fordert eine sechsstellige Summe, nachdem man auf Ratenzahlen-Aufforderungen vorerst nicht einmal reagiert hatte. Was für ein Management? Böse Zungen behaupten indes, die Austria wäre mit einem zuletzt angeschlagenen Trainer Pacult „oben“ geblieben und hätte die rettenden Punkte noch erkämpft. So sah der Abstiegskampf nach einem Protest auf 22 Beinen aus. Da konnte auch der „von oben verordnete“ Ex-Vizeweltmeister und Trainer Carsten Jancker nicht zaubern. Seit Kurzem bietet sich tatsächlich ein reicher Bräutigam an, der das Euro-Stadion, dessen Erhaltung allein schon enorme Geldmassen verschlingt, erwerben und auf diese Weise der Stadt und dem Verein mit einem „Millionen-Schatz“ unter die Arme greifen könnte – Siegfried Stieglitz, Ex-Black-Wings-Vizepräsident, Ex-Asfinag-Aufsichtsrat, „VollblutSportler“, Projektentwickler und SelfMade-Multimillionär. Stieglitz hat bei Bürgermeister Christian Scheider sein Interesse am Kauf der Arena bekundet. Das Stadtoberhaupt will zunächst einen Gesprächstermin und dann weitere Details „festmachen“. Bis dato hat sich, nach Rückfrage bei Siegfried Stieglitz der Klagenfurter Bürgermeister Christian Scheider nie mehr beim ihm gemeldet. Stieglitz werde nicht ewig warten und überlegt bereits, bei einem anderen Verein zu investieren. Es heißt also wieder einmal „bitte warten“. Wie lange noch? Hoffentlich springt Stieglitz nicht ab. Das wäre ein glattes Eigentor. Das zeigt wie fahrlässig seitens der Klagenfurter Stadtregierung mit Wirtschaftstreibenden, welche in Klagenfurt was bewegen wollen, umgegangen wird. Und an eine gemeinsame Fußballakademie (Austria, WAC, Fußballverband) ist kaum mehr zu denken. Das wäre sinnvoll gewesen. Bleiben wir beim Kärntner Fußball: Nein, diesmal geht es nicht um den Klagenfurter Ärztekammer-Direktor Klaus Mitterdorfer, der in der Wiener „Schlangengrube“ als ÖFB-Präsident genervt das Handtuch geworfen hat. Auch nicht um ÖFB-Aufsichtsratspräsident und Ex-VP-Vizekanzler Josef Pröll, den die Kärntner in Zusammenhang mit dem Hypoverkauf nicht in allerbester Erinnerung haben. Auch nicht darum, dass ein langjähriger „schwarzer“ Spitzenpolitiker im Zentrum der heimischen Kicker ordentlich mitmischt und ein Bundesverband (im Gegensatz zu Ligavereinen) den Anschein parteilicher Unabhängigkeit erwecken sollte. Nein, es geht um fette Förderungen nach der CoronaPandemie. Nicht immer landeten diese Förderungen bei den richtigen Stellen. So griffen, wie der „Falter“ berichtete, sechs Landesverbände des Österreichischen Fußballverbandes ungeniert in den Fördertopf. 1,68 Millionen Euro bezogen sie aus dem NPO-Hilfsfonds plus Kurzarbeiterhilfe. Finanzielle Einbußen durch die Pandemie gab es offensichtlich keine. Die Verbände konnten sogar, wie Insider behaupten, Geld sparen. Drei Verbände wollten sich vorsichtshalber nicht „unrechtmäßig bereichern“. Der Kärntner Fußballverband (KFV) beantragte allerdings 369.696 Euro. Sie wurden ausgezahlt. Laut KFV „durchaus rechtmäßig“ (obwohl es keine Spiele und zusätzliche Trainingslager gab). Setzte es die „gelbe Karte“ für den KFV? Nein. Über das Eingreifen von (Ex-)Spitzenpolitikern bei diversen Kicker-Verbänden dürfte man sich schon gewöhnt haben, schließlich mischen Politiker auch bei der größten Medienorgel des Landes kräftig mit – durch „Freundeskreise“ im ORF-Aufsichtsrat. Dabei haben Volksvertreter in einem unabhängigen ORF nichts zu suchen! Der Verfassungsgerichtshof hat die Besetzung diverser ORF-Gremien für verfassungswidrig erklärt. Die erfolgte „Korrektur“ erweist sich nur als geringe Kosmetik, wollen unsere Volksvertreter doch weiterhin den Staatsfunk beeinflussen. Wie berichtet, legt Landeshauptmann Peter Kaiser bei einem Parteitag im September sein Amt als SP-Parteichef „in jüngere Hände“. Sein Nachfolger dürfte, nach dem endgültigen Rückzieher von Philip Kucher, feststehen: Der unaufgeregte Landesrat Daniel Fellner, der noch Macherqualitäten beweisen muss. Fellner hat bereits erklärt, dass eine Zusammenarbeit mit der FP „kein Problem wäre“. Freilich hätte der amtsmüde scheinende Kaiser längst seinen Thronfolger als Regierungs- und SP-Chef benennen können. Der Partei wären ein interner Machtkampf und wilde Spekulationen erspart geblieben. Auch SP-GF Andy Sucher verabschiedet sich, die Partei soll komplett umgebaut werden. Landes-Vize Martin Gruber (VP) will sich in diese Personalrocharden vorerst nicht einmischen. Und Kärntens FP-Chef Angerer? Mittlerweile kursieren Gerüchte, dass der Radentheiner Bundes-FP-Boss Herbert Kickl als blauer Spitzenkandidat in den Landtagswahlkampf ziehen möchte und von Kärnten aus – frei nach Haider - weiterhin die Partei „dirigiert“. Als möglicher Landeshauptmann könnte Kickl später dieses wichtige Amt an einen Parteifreund abgeben und nach einer geplatzten Bundesregierungs-Koalition doch noch ins Kanzleramt einziehen. Ganz von der Hand zu weisen ist dieses Gerücht nicht. Noch dazu hatte der voraussichtliche Kaiser-Nachfolger Fellner erklärt, dass er mit der Freiheitlichen Partei „keine Berührungsängste“ hätte. Und Kärntens derzeitiger FP-Chef Angerer? Stelle sich die Frage, ob nicht der Lavanttaler FP-Nationalrat Christian Ragger auf den blauen Landeschefposten schielt. Immerhin soll Jurist Ragger bei der überraschenden Absetzung seiner FP-Kollegin Bundesrätin Isabelle Theuermann als Wolfsberger Stadträtin im Hintergrund die Fäden gezogen haben. Eine besonders feine Art war das nicht, sondern eine theatergerechte Politik-Hinrichtung einer langjährigen engagierten „Parteifreundin“. Theuermann wurde nämlich während einer Bundesratssitzung in Wien in ihrer Kärntner Heimat eiskalt abserviert – von zwei FP-Ersatzgemeinderäten. Tja, die Politik ist eben kein Streichelzoo. Und hüte Dich vor Partei-Freunden oder Parteifreundinnen. Der Herr Ragger weiß das sicher. Sicher weiß auch der alte „blaue“ Polit-Haudegen Andreas Mölzer (Herausgeber „Zur Zeit“), dass die permanente Kritik seiner Partei an der „ach so bürokratischen“ EU bei den Leuten immer gut ankommt. Umso verwunderlicher scheint es doch, dass der Kärntner „Polit-Oldtimer“ für seine Parteizeitung Hunderttausende Euro EU-Förderungsgelder erhalten haben soll. Einen Teil davon angeblich regelwidrig. Die Fördernehmer widersprechen und verweisen auf „strenge Kontrollen durch Wirtschaftsprüfer“. Man kennt das ja: Wasser predigen und Wein trinken. Ebenfalls ums liebe Geld geht es bei den Kärntner Ärzten – sie fordern wieder höhere Honorare und drohen im August mit Streiks. Zum Handkuss kommen die Patienten. Ärztekammer-Direktor Klaus Mitterdorfer hat wieder genügend Zeit und kann die Mitglieder bei ihren Forderungen unterstützen. Hoffentlich ohne Fouls. Geschätzte Leser! Liebe Leserinnen! EDITORIAL von Heinz Knapp IMPRESSUM: Die Agentur – Verlag – Heinz Knapp Herausgeber/Chefredaktion/Verleger/Inhaber: Heinz Knapp, h.knapp@das-kaernten.at Redaktion: office@das-kaernten.at Grafik: Daniel Knapp, d.knapp@das-kaernten.at Lektorat: Alfred Eichhorn Druck: CARINTHIA GmbH & Co KG Vertrieb: Österreichische Post AG, Villach Verlagsadresse/Rechnungswesen: Die Agentur - Unabhängige Monatszeitung, Chorturmblick 1, 9020 Klagenfurt Offenlegung gem. § 25MedienG: Online: www.das-kaernten.at Kolumnisten: Heinz Christrian Strache, Toni Polster Bei Bezahlte Anzeigen, PR-Artikeln & namentlich gekennzeichneten Berichten liegt die inhaltliche Verantwortung beim Auftraggeber. Alle Berichte beziehen sich auf Stand 07.08.2025,10:00 Uhr

DAS KÄRNTEN AKTUELL 3 All jene die gedacht haben, dass der Klimawandel mit voller Wucht zuschlagen wird und es sich deshalb auch gut Urlaub in Österreich machen lässt, sind bislang von der herrschenden Wetterlage bitter enttäuscht worden. Es regnet und regnet und regnet. Das spürt auch der heimische Tourismus. Die Gäste bleiben aus. Zimmer frei, wohin man schaut. Das sieht man besonders in der Lieblingsdestination der Österreicher – Kärnten. Deutlich weniger Gäste und jene die kommen, bleiben deutlich kürzer als die Jahre zuvor. Somit droht Kärnten ein Minus in der so wichtigen Sommertourismusbilanz. Die Einbrüche dürften derartig dramatisch sein, dass sich Politik und Kärnten Werbung sogar mitten in der Hauptsaison veranlasst sehen, das Ruder mit einer kräftigen Geldspritze herumzureißen. Hochsommer-Booster So spricht Kärntens Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig (ÖVP) von „entscheidenden Wochen“ für Kärntens Sommertourismus, die nun rasche und entschlossene Impulse brauchen würden. Er will einen „Hochsommer-Booster“ zünden und macht ein Sonderbudget in der Höhe von einer Viertelmillion Euro locker. Die Kärnten Werbung steuert weitere 200.000 Euro bei. Mit einer Werbekampagne, die kaum spür- bzw. sichtbar ist sollen kurzentschlossene Gäste aus den beiden wichtigsten Märkten, nämlich Österreich und Deutschland, angesprochen werden und nach Kärnten bringen. So sind es vor allem die deutschen Gäste, die heuer zum Teil ganz auslassen oder besonders sensibel auf die gestiegenen Preise reagieren, stellt der Tourismussprecher der Wirtschaftskammer, Josef Petritsch dazu fest. Allein diese Lücken zu kompensieren, sei schon eine Herausforderung, sagt Petritsch, der meint, dass das Wetter heuer jedenfalls keine Ausrede sein dürfe, denn die aktuellen Regentage seien Ausreißer in einem bisher zu heißen Sommer, der bereits im Juni mit einer Hitzewelle optimale Bedingungen für einen Badeurlaub an den Kärntner Seen geboten habe und derzeit beschert uns ja gerade ein Hochdruckgebiet Temperaturen um die 30 Grad. H.K. Kärntner Sommertourismus schwächelt – Zimmer bleiben frei ANZEIGE

DAS 4 KÄRNTEN KOMMENTAR Ex-Technik-Direktor als ORF-„Auge“ Während das Kärntner ORF Landesstudio bei den Radiotests wieder einmal als klarer Sieger (auch im Vergleich zu anderen Landesstudios) hervorgeht, könnte man der Wiener ORF-Zentrale mit dem stets diensteifrig erscheinenden Generaldirektor Roland Weißmann am Küniglberg das „blecherne Mikrophon“ verleihen. Schließlich werden dem zwangsgebührenzahlenden TV-Konsumenten sogar im Hauptabendprogramm laufend Wiederholungen serviert. Erst kürzlich entsandte Kärntens Landeshauptmann Kaiser den ehemaligen technischen ORF-Direktor Michael Götzhaber aus Klagenfurt in den ORF-Stiftungsrat. Das ist nachvollziehbar, dürfte der ehemalige Küniglberg-Technikchef (2012 bis 2021) und Ex-ORF-Betriebsratsboss doch den gesamten Betrieb bestens kennen. Sowohl das „Innen“-, wie das „Außenleben“ . Vorgänger Sigi Neuschitzer aus Trebesing kann auf kritische Aktionen im „ORF-Aufsichtsrat“ verweisen. Ein anderer „interessanter“ Stiftungsrat mit Polit-Verknüpfungen: Der Sohn eines ehemaligen Linzer SP-Bürgermeisters, der Inhalte aus dem ORF-Stiftungsrat bloggt. Durch eine betreffende parlamentarische Anfrage ist bekannt geworden, dass die Arbeiterkammer der eher links angesiedelten Denkfabrik „Momentum“ in einem Jahr 800.000 Euro gespendet hat, auch der ÖGB ließ sich nicht lumpen. Anders ausgedrückt: Zwangsbeiträge der AKPflichtmitglieder dürfen dafür verwendet worden sein. Ein gewisser Markus Marterbauer, mittlerweile als Finanzminister bekannt, fand es damals „nicht richtig“, dass die AK „jede Ausgabe veröffentlichen müsse“. Diese Geldspritzen sollten allem Anschein nach geheim bleiben. Freilich gibt es auch andere Thinktanks wie Eco Austria, die wiederum von der Industrie finanziell unterstützt werden. Ach ja – künftig verlieren die Landeshauptleute ihr „Anhörungsrecht“ für neu zu bestellende ORFLandesdirektoren. Dieser Schritt war längst überfällig … Peinliche Seitenblicke Zurück zur Wiener ORF-Zentrale: Wenn in Kärnten einmal ein Großereignis ansteht, drängen sich Wiener Kolleginnen und Kollegen regelrecht auf und reisen an den blauen Wörthersee zu den „Reichen und Schönen“. Natürlich mit teuren Teams! Dabei leisten Journalisten, Techniker und alle anderen Bediensteten des Kärntner ORF-Landesstudios nachweislich hervorragende Arbeit! Zudem könnte man die öde Pseudo-Adabei-Sendung „Seitenblicke“ locker einsparen, schließlich produziert die verantwortliche Firma mit großem finanziellem Aufwand meist nur inhaltslose Wiener „G´schichten“ mit fast immer denselben Leuten. Man ist heutzutage schon prominent, wenn man die zweite oder dritte Frau eines Baumeisters, Moderators oder irgendeines Schönheitschirurgen ist. Eine angebliche Ex-Sängerin als permanente Gastgeberin oder der Ex von einer Wiener Ex tut es auch. Warum wirft man also für geballte Peinlichkeit das Geld der Gebührenzahler beim Fenster hinaus? Oder für lauwarme Nachmittags-Sendungen, in denen pure Langweile auf dem Programm steht, irgendwelche Reiseberichte umständlich erörtert werden und man zu anderen Sendern flüchten muss? Zuletzt gab es wenigstens einen Grund für eine ungewöhnliche Promi-Meldung: Der wegen Untreue zu vier Jahren Haft verurteilte „Nobel-Häftling“ Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser dinierte bei einem Ausgang mit seiner Frau Fiona im Luxus-Restaurant Linde in Maria Wörth. Es gehe doch um die Chance der Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Schließlich bestehe keine Fluchtgefahr, so die Justiz. Nun – in den blau-grünen See wird sich der Ex-Minister wohl kaum stürzen und einfach „untertauchen“. Zuvor hatte Grasser einen Antrag auf Privatinsolvenz eingebracht. Unter den Gläubigern: Seine betuchte und geliebte Ehefrau. Und was macht eigentlich Ex-Haider-Schützling und Ex-Finanzlandesrat Harald Dobernig? Der ehemalige „blau/orange“ Finanzlandesrat hat bei einem Kärntner Top-Unternehmen angeheuert und steigt in die Geschäftsführung auf. Derzeit ist die Justiz allerdings mit einem speziellen Promi beschäftigt: Mit Rene Benko und seinem Finanzimperium – und mit möglichen Komplizen. Ehre für G. Dörfler Das hätte sich der ehemalige FPLandeshauptmann Gerhard Dörfler auch nicht vorstellen können – ausgerechnet er wird für die Realisierung eines umstrittenen Großprojektes in Bad St. Leonhard geehrt. Es geht um eine seinerzeit heftig diskutierte vier Kilometer lange und 33 Millionen Euro teure Strecke. Die hohen Kosten waren dem Rechnungshof ein Dorn im Auge. Der damalige Projektleiter kritisiert diese „unverständliche Ehrung“, weil angeblich zusätzliche Baumaßnahmen wie Brücken und ein Kreisverkehr errichtet werden mussten. Zudem gab es offensichtlich überteuerte Grundstückablösen. Dörfler weist die Kritik zurück und meinte in einem Gespräch: „Die Kritiker vertreten nicht die Meinung der Bürger oder des Gemeinderates. Es gab sogar eine Kostenreduzierung“. Der Bad St. Leonharder Bürgermeister Dieter Dohr (vormals BZÖ/ heute Bürgerliste) ortete bei der Umfahrung eine „lebensnotwendige Maßnahme“. Übrigens – Bad St. Leonhard hat derzeit allen Grund zum Feiern: 700 Jahre Stadtrecht. Beim Feiern müssen Politiker immer wieder aufpassen, weil man manchmal oft „anstoßen muss“. Nachdem der Villacher FP-Stadtrat und Abgeordnete Erwin Baumann nach einer Führerscheinabnahme auf das Rad umsteigen musste, wurde auch die Villacher Kirchtags-Obfrau und Vizebürgermeisterin Gerda Sandrisser in Klagenfurt von der Polizei gestoppt. Angeblich hätte sie es beim Alkotest mit ihrer Atemluft nicht geschafft, diese Tests ordnungsgemäß durchzuführen und nur ein kleines Bier getrunken. Das wurde als Verweigerung gewertet und automatisch ein Wert von 1,6 Promille angenommen. Die Aussage der durchaus beliebten Politikerin werten viele Experten als „ziemlich kurios“, ein Bluttest hätte „alles“ aufgeklärt. Der Keutschacher Bürgermeister Gerhard Oleschko soll hingegen gleich mehrmals mit mehr als 0,8 Promille am Steuer erwischt worden sein, so ein ORF-Bericht. Er amtiert immer noch als geschäftiges Gemeindeoberhaupt, auch wenn es in der Gemeinde immer wieder zu personellen „Verschiebungen“ kommt. Noch eine ziemlich kuriose Meldung, die sich wie der Blitz in Kärnten verbreitet hat: Filmlegende Otto Retzer wurde nach einer Verletzung im Klagenfurter Unfallkrankenhaus operiert und bald darauf elegant hinauskomplimentiert. Er soll eine Krankenpflegerin, die einen Katheder hätte legen sollen, beleidigt haben. Diese meldete den Vorfall der Direktion. Die Folge: Ein sofortiges Hausverbot für den Herrn Regisseur. Man habe, so die Spitalsleitung, „die Geschichte genau geprüft und bewusst eine entsprechende Handlung gesetzt“. Glatzkopf Retzer hingegen spricht von „einem blöden Witz“. Er sei doch ein „Frauenversteher“. Da hat er wohl etwas gänzlich falsch verstanden. „Dickpics“ Jetzt ist es so gut wie fix: Wenn ein Mann glaubt, ungefragt Fotos von seinem Geschlechtsteil über sämtliche elektronische Kommunikationswege weiterschicken zu können, kommt er ab September in Österreich vor den Strafrichter. Es winken bis zu sechs Monate Freiheitsstrafe oder eine „fette“ Geldstrafe. Freilich bezieht sich Cyberflashing auf männliche und weibliche Geschlechtsteile. Vor wenigen Monaten musste sich das Rote Kreuz in Kärnten mit so einem Sexualdelikt befassen. Hochrangige Funktionäre der Rettungsorganisation hatten Penisbilder verschickt, das Rote Kreuz hat sich deshalb von zwei Mitarbeitern getrennt. Sexuelle Belästigungen sind nicht zu tolerieren. Schließlich macht kaum eine Frau Freudensprünge, wenn sie ungefragt solche Bilder bekommt. Es handle sich vielmehr um ein hinterlistiges Machtspiel, sind sich Psychologen in diesen Fällen einig. Erschreckend: Fast jede zweite Frau bekam bereits diese unangebrachten Bilder „von unten“. Was ist bloß mit diesen Männern los? H.K.

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DAS KÄRNTEN AKTUELL 6 Nur mehr Qualitäts-Rang 4 für unsere Badegewässer Handgepäck: 100-ml-Regel beim Fliegen könnte fallen Österreichs Badegewässer sind in einem EU-weiten Qualitätsranking vom zweiten auf den vierten Platz abgerutscht. Laut einem kürzlich veröffentlichten Bericht der Europäischen Umweltagentur sind aber immer noch 95,8 Prozent der untersuchten heimischen Flüsse und Seen von ausgezeichneter Qualität. Besser ist die Wasserqualität demnach nur in Zypern (99,2 Prozent ), Bulgarien und Griechenland. Für die jährliche Analyse werden mehr als 22. 000 Badestellen in den 27 EU-Staaten, Albanien und der Schweiz untersucht. In den EU-Ländern, damit auch in Österreich, könnte beim Fliegen schon bald die 100-ml-Regel bei Flüssigkeiten im Handgepäck fallen. Die EU-Kommission arbeitet an der Zulassung moderner C3-Scanner, die Flüssigkeiten bis zu 2 Litern direkt im Handgepäck kontrollieren können. Diese Technologie könnte die Sicherheitskontrollen an Flughäfen erheblich beschleunigen, da transparente Beutel nicht mehr herausgenommen werden müssten. In Großbritannien sind die Scanner schon im Einsatz. Einen Zeitrahmen für die Zulassung nannte die EU-Kommission noch nicht. Gemeinden können ihre Freibäder kaum stemmen Viele Gemeinden in Österreich können sich den Betrieb von Schwimmbädern nicht mehr leisten. Höhere Eintrittsreise können die steigenden Kosten, etwa für Energie und Löhne, nicht decken. Trotzdem halten viele Gemeinden an den Bädern fest. Ein Schwimmbad können nie kostendeckend geführt werden, aber es stecke auch viel Soziales dahinter. Um die Bäder zu erhalten, brauche es Kooperationen und finanzielle Hilfe von Bund und Länder. Erinnern Sie sich noch an 2020? Es war die Zeit, als die Welt angeblich unterging – und die EU „dringend“ 750 Milliarden Euro brauchte, um Europas Wirtschaft vor dem Atemstillstand zu retten. Damals hieß es: „Wir müssen solidarisch sein!“, „Es ist ein Moment der Wahrheit!“ und – mein persönlicher Favorit – „Wer jetzt spart, spielt mit Menschenleben.“ Fünf Jahre später stellt sich heraus: 335 Milliarden Euro dieser „Notfallhilfe“ liegen immer noch auf der hohen EU-Kante. Offenbar war die Krise doch nicht ganz so katastrophal. Aber statt das Geld zurückzugeben oder – verrückte Idee – den Bürgern etwas davon zu erlassen, will Ursula von der Leyen das Geld jetzt für etwas ganz anderes verwenden: Aufrüstung. Für die Ukraine. Für die „gemeinsame Sicherheit“. Und vor allem: für den nächsten Karriereschritt in Brüssel oder bei der NATO. Wer für Corona Geld einsammelt und es für Raketen ausgibt, handelt nicht solidarisch – sondern schizophren. Noch schlimmer: Diese Umwidmung passiert ohne Parlamentsbeschluss, ohne Volksabstimmung, ohne echten Widerstand. Es wird einfach gemacht. Zack. Neue Etikette aufs Geld – „Kriegsfördertopf“ statt „Corona-Hilfe“ – und schon sind wir im Zeitalter der Brüsselokratie. Wussten Sie übrigens, dass laut EU-Vertrag Verteidigungspolitik Sache der Nationalstaaten ist? Steht schwarz auf weiß in Artikel 41 Absatz 2. Aber wen interessieren schon Verträge, wenn man in Brüssel gerade so schön durchregiert? Demokratie lebt von Regeln – Brüssel lebt mittlerweile vom Regelbruch. Was sich hier abzeichnet, ist keine Gesundheits-, Sicherheits- oder Solidaritätspolitik. Es ist ein schleichender Staatsumbau – weg von einer Union der Völker, hin zu einem Brüsseler Zentralapparat mit Scheckbuch, Schuldenlizenz und Sendungsbewusstsein. Man stelle sich vor: Ein EU-Spendenmarathon für Kinderkrankenhäuser – und das Geld geht am Ende für Panzer und Kriegsgerät drauf. Das ist kein EU-Projekt mehr, das ist ein Etikettenschwindel mit Goldrand. Die Dreistigkeit dahinter ist fast bewundernswert. Ursula von der Leyen gibt die Krankenschwester, Generalin und Schatzkanzlerin in Personalunion – nur gewählt hat sie keiner der EU-Bürger. Und während sie Europa „gemeinsame Lösungen“ verspricht, ersetzt sie Demokratie durch PowerPoint. Wenn 335 Milliarden Euro einfach umbenannt werden können, brauchen wir keine Demokratie mehr – da reicht ein Drucker mit Farbpatrone. Vielleicht ist das die Zukunft der EU: wie ein IKEA-Regal – kompliziert, fragil, und am Ende bleibt immer eine Schraube übrig, von der niemand weiß, wofür sie gedacht war. Nein, so geht das nicht. Die EU muss zurück auf den Boden der Realität und Verfassung. Sie soll Dienstleister der Bürger sein – nicht Vormund mit Kreditkarte. Was wir jetzt brauchen, ist kein weiterer „Fonds“, sondern endlich wieder ein Europa mit Hausverstand. Eines, in dem Verträge gelten, Haushalte ehrlich geführt werden – und man sich nicht wundern muss, warum aus einem Corona-Topf plötzlich Kriegspolitik sprießt. Denn am Ende geht’s nicht um Masken. Und auch nicht um Munition. Es geht um Macht – zentralisiert, technokratisch, demokratisch unkontrolliert. Und genau das gehört gestoppt. Denn wir Österreicher sind laut unserer Verfassung neutral und wollen nicht für EU-NATO-Militärinvestitionen haften. Heinz-Christian Strache Vizekanzler a.D. EU-Corona-Kasse leergegessen – jetzt kommt der Nachschlag fürs Kriegsgerät Freidenker von Heinz Christian Strache

DAS KÄRNTEN AKTUELL 7 KLZ: Kärntnerin des Jahres Mit Künstler Erwin Klinzer Anna und Hugh Grant Tessmann: Experte für Nachhaltigkeit 7 x Green Brands mit Min. Rupprechter mit Seppi Bucher und Bgm Grüne Haube mit Ambrozy & Deutschmann Trigos Kärnten 1. Österr. Umweltzeichen WK Sterneward mit Gerhard Kucher 30 Jahre Biolandhaus mit StSrin Rossmann Johanna Paungger-Poppe Familie Zotter Mit Baldur Preiml LH Peter Kaiser Kärntner Blondvieh Spiegelsaal © LPD/Hude Ilmar Tessmann beim Villacher Fasching Narrisch Guat Mag. Tessmann mit Bruno Kreisky Biolandhaus Arche • Familie Tessmann 9372 Eberstein, Kärnten-Saualm Tel. 04264/8120 • brieftaube@bioarche.at • www.bioarche.at 40 Jahre Biolandhaus Arche 1. Ökohotel Österreichs – 1. Biohotel Kärntens Wenn es wirklich schön sein soll, dann Urlaub im Biolandhaus Arche mit Hugh Grant Ford-Umweltpreis Bio Austria Österr. Umweltzeichen 001 7x Green Brands 01. bis 03. August 2025 UrWeibs – das Festival für Frauen 03. bis 08. August 2025 Kinderyoga Intensiv-Ausbildung 18. bis 23. August 2025 Ritualarbeit Kompaktausbildung Trigos Kärnten Biolandhaus Arche • Familie Tessmann • 9372 Eberstein, Kärnten-Saualm Tel. 04264/8120 • brieftaube@bioarche.at • www.bioarche.at Fotos beigestellt - Tessmann ANZEIGE

DAS KÄRNTEN AKTUELL 8 Erleben Sie wildes Wasser und grüne Almen“, steht in einem Werbefolder über das Kärntner Mölltal, das mit seiner wildromantischen Landschaft und seinen touristischen Angeboten zu den „schönsten Flecken“ unseres Bundeslandes zählt. Doch seit Monaten tobt in diesem Oberkärntner Gebiet ein regelrechter Abwehrkampf gegen ein geplantes 200-Millionen-Euro-Kelag-Schwallausgleichskraftwerk in Kolbnitz. Die Bürgerinitiative „Retten wir die Möll“ steht dem Projekt mehr als skeptisch gegenüber. Dies ging auch aus einer gut besuchten Bürgerversammlung in Obervellach hervor. Mehrere Bürgermeister der betroffenen sechs Gemeinden lehnen das Projekt ab und warnen von einem „Todesschlag“ für den regionalen Tourismus. Man befürchte zudem ein Ende der Fischerei und des Rafting-Sports. Ein Meteorologe hat sogar auf das kühlende Kleinklima des Flusses hingewiesen, das wichtig für das Tal und den Grundwasserspiegel sei. Ein Mitglied der Bürgerinitiative wetterte gegen „Aktionärsinteressen eines Unternehmens“, auch jenen des an der Kelag beteiligten deutschen RWE-Konzerns. Es gab bereits einen lauten Protest-Aufmarsch von Dutzenden Kraftwerksgegnern vor der Kelag-Zentrale in Klagenfurt – mit Schildern, Spruchbändern und Plakaten. Ein weiteres Argument der Projektgegner: Es gäbe bereits an die 550 Wasserkraftwerke in Kärnten, womit ohnehin mehr nachhaltiger Strom erzeugt, als im vorgesehenen Klimaziel gefordert werde. Man fürchte jetzt, dass durch eine zu erwartende geringere Wasserführung des Flusses das Mölltal zu einer „Stromkolonie“ verkommen würde. Die Kelag verweist hingegen auf ein UVP-Verfahren mit allen erforderlichen Prüfungen, auf Versorgungssicherheit, eine Verbesserung des ökologischen Zustands und „saubere Energie“. Damit dürfte sie die Skeptiker, darunter Fischer, Touristiker, Landwirte, Naturfreunde, Wassersportler und Kommunalpolitiker, kaum beruhigen. Vertreter der Bürgerinitiative, die tausende Unterschriften gegen das Projekt gesammelt haben, sehen – bei allem Verständnis für „grüne Energie“ – in dem Schwallausgleichskraftwerk samt 17 Kilometer langem Druckstollen weiterhin eine „gewinnbringende Variante für einen Stromkonzern“. Sogar von einem Durchtrennen der Mölltaler Lebensader ist die Rede. Ob der künftige Betreiber und die Bürgerinitiative mit ihren berechtigten Sorgen doch eine gemeinsame Lösung finden werden? Man wird sehen. Gerüchte über verschiedene Projekt-Varianten tragen inzwischen kaum zur Beruhigung der Bevölkerung bei. „DAS KÄRNTEN“ wird jedenfalls die weitere Entwicklung des 200-Millionen-Vorhabens beobachten und darüber berichten. Eine von den Gemeinden Stall, Flattach, Mallnitz, Obervellach, Reißeck und Mühldorf in Auftrag gegebene Studie präsentiert die „Stollenvariante“ als beste der bisher präsentieren Lösungen. Trotzdem sprechen Gegner von einem „zweiten Hainburg“, einem „FlussRinnsal“ und dem „Ausverkauf der Heimat“. H.K. Mölltal: Heftiger„Abwehrkampf“ gegen umstrittenes Kraftwerk! Eine Bürgerinitiative warnt vor dem „Durchtrennen der Lebensader“ & „Todesschlag“ für Tourismus. Kelag spricht von Versorgungssicherheit. Blick entlang des Mölltals zu Bergen der Glocknergruppe © Mefusbren69 SHOPPEN MIT „DAS KÄRNTEN“ Gewinnen Sie 1 von 20 Gutscheinen im Wert von jeweils 50 Euro von Wie heißt das Sportfachgeschäft der Interspar Group? a) Hermine Sports b) Hervis Sports Senden Sie eine Mail mit dem Betreff „Interspar“ und der korrekten Antwort an office@das-kaernten.at Einsendeschluss: Freitag, 16. Juli Einsendeschluss: Fr., 22. August 2025

DAS KÄRNTEN AKTUELL 9 Kohlweg H. Brennstoffe & Dienstleistungen  Rasenpflege (Mähen, Düngen, Nachsaat, u. v. m.)  Baum-, Strauch-, Heckenschnitt (inkl. Schnittgutabtransport)  Unkrautbekämpfung  Kostenloses Angebot mit Besichtigung vor Ort Sie sind auf der Suche nach einem Unternehmen, das Ihren Garten pflegt und in Schuss hält? Dann zögern Sie nicht und rufen Sie heute noch bei uns an für ein KOSTENLOSES und UNVERBINDLICHES Angebot vor Ort in Ihrem Garten. MARIO KOHLWEG Graßdorf 56 | 9300 St. Veit/Glan | 04212/71630 kohlweg.hermann@gmx.net 0664/24 85 816 | 0664/37 400 20 www.Brennstoffe&Dienstleistungen.at GARTENBETREUUNG UMZUG SERVICE UMSIEDLUNGEN EUROPAWEIT SOMMER-ANGEBOT Mischholz trocken 109,-- 33 cm oder 50 cm Buche trocken 134,-- 33 cm oder 50 cm Zustellung im Raum Mittelkärnten bei Abnahme von 6SRM kostenlos! Buchenholzbriketts 319,-- Preise in Euro bei Abholung - gültig bis 31.8.2025 © adobestock/Bastian Weltjen ANZEIGE ALLE BRENNHOLZARTEN SIND TROCKEN UND HALBTROCKEN IN ALLEN LÄNGEN VERFÜGBAR pro SRM pro SRM pro Palette, ca 1000 Kilo

DAS KÄRNTEN AKTUELL 10 Wirtschaftsministerium als Prüfstein oder Ableger für neue VP-Hoffnung? Wolfgang Hattmannsdorfer soll Wirtschaft retten. Im Kielwasser des Ministers fahren ÖVP-Pessimisten und Vernaderer, so Politik-Insider. Noch zu Beginn des Jahres ist der Oberösterreicher Wolfgang Hattmannsdorfer als heißer Kandidat für den Chefsessel der ÖVP gehandelt worden und galt als die Zukunftshoffnung der angeschlagenen Volkspartei, die die Kanzlerschaft eines Karl Nehammer und eine krachende Wahlniederlage zu verdauen hatte. So hat er im vergangenen Jahr den Sprung von Linz nach Wien geschafft und seinen Job als Landesrat zunächst gegen ein Nationalratsmandat eingetauscht. Mit 1. Jänner 2025 wurde er zusätzlich noch Generalsekretär in der mächtigen ÖVP-geführten Wirtschaftskammer. In dieser Position kam ihm die Rolle als Bindeglied zwischen ÖVP-Wirtschaftsbund und ÖVP-Parlamentsklub zu. Er folgte damit dem schwarzen Urgestein Karlheinz Kopf nach – als rechte Hand von Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer, der ihn persönlich aus Oberösterreich abgeworben hat. Nur ein Intermezzo? In Wien angelangt war Hattmannsdorfer gleich einmal in die Regierungsverhandlungen mit der SPÖ und den Neos involviert. Nachdem diese gescheitert waren, folgten wilde Spekulationen um die Führung der Partei. Neben Altkanzler Sebastian Kurz wurde auch der frisch gebackene Wirtschaftskammer-Generalsekretär Wolfgang Hattmannsdorfer genannt, wie es um die Nachfolger von Karl Nehammer gegangen ist. Schließlich hat der ehemalige Landesrat bereits viele Jahre gemeinsam mit der FPÖ in Oberösterreich regiert. Und mit der standen als Alternative zu Neuwahlen Koalitionsverhandlungen an, die wie wir wissen, ebenfalls gescheitert sind. Geklappt hat bekanntlich erst der dritte Anlauf, der letztendlich in der aktuellen Regierung aus ÖVP, SPÖ und Neos mündete. Falsche Weggabelung? Irgendwo dazwischen dürfte die gehypte Zukunftshoffnung Wolfgang Hattmannsdorfer jedoch falsch abgebogen, beziehungsweise von seiner eigenen Partei ins Out geschoben worden sein. Statt ÖVP-Chef und Vize- oder Bundeskanzler ist es aber dann doch noch der Posten des Wirtschaftsministers für ihn geworden. Ob das geplant war oder passiert ist, wissen wir nicht. Es könnte natürlich sein, dass die ÖVP ihre Zukunftshoffnung erst als Minister bekannt machen möchte, bevor sie ihn in die kommenden Nationalratswahlen schickt. Es könnte aber auch sein, dass die Zukunftshoffnung parteiinternen Ränkespielen und Intrigen zum Opfer gefallen ist. Potential hat der Strahlemann aus Oberösterreich jedenfalls. So schreibt etwa der alles andere als ÖVP-freundliche „Standard“ über Hattmannsdorfer: „Zu seinen politischen Stärken zählt neben seinem fotogenen Auftreten seine fundierte Ausbildung: Er studierte in Linz Wirtschaftswissenschaften, darf sich im Gegensatz zu so manchem prominentem Studienabbrecher aus der eigenen Partei Doktor und Magister nennen.“ Altlast professionell weglegen Hattmannsdorfer hat nun die Möglichkeit und Chance sich als Minister derartig zu profilieren, dass weder Partei noch Land an ihm vorübergehen können. Doch das ist keine leichte Aufgabe. Haben doch fünf Jahre SchwarzGrün, unter der Hauptverantwortung der ÖVP gereicht, um den Industriestandort Österreich massiv zu schädigen. Nun will Hattmannsdorfer als Wirtschaftsminister gemeinsam mit SPÖ und Neos bis zum Jahresende eine Wirtschaftsstrategie für den Industriestandort Österreich erarbeiten. „Das ist etwa so, wie wenn ich mir selbst ins Knie schieße und dann einen Arbeitskreis gründe, der in einem Jahr die Behandlungsmethode präsentiert“, kommentiert das der freiheitliche Industrie- und Energiesprecher Axel Kassegger in einer ersten Reaktion. Hausgemachte Probleme Tempo ist angesagt. Denn unsere Wirtschaftsleistung schrumpft weiter und eine Besserung ist nicht in Sicht, denn unser Standort ist unsicher und uninteressant wie noch nie. Das liegt an vielen Faktoren, die meisten sind aber hausgemacht. Hohe Energiekosten und eine ungebremste Inflation führen Planungen ad absurdum, eine Großpleite folgt der nächsten. Hier ist handeln und nicht diskutieren gefragt. Löst Hattmannsdorfer diese Situation, dann stehen ihm alle Wege offen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. H.K. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer © Parlamentsdirektion/Thomas Topf

DAS KÄRNTEN AKTUELL 11 PKW-Neuzulassungen stiegen um 10 Prozent Von Jänner bis Mai 2025 wurden 115.183 PKW in Österreich neu zugelassen, das ist ein Plus von 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Mai gab es gar einen Zuwachs von 22,7 Prozent. Stark nachgefragt waren Benzin – Hybride und reine E-Autos, während die Zulassungen neuer Diesel-PKW fast um ein Drittel einbrachen. Insgesamt wurden laut Statistik Austria von Jahresbeginn bis Mai 155.168 Kraftfahrzeuge neu zugelassen, um 1,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei LKW, Traktoren und Motorrädern gab es in allen Klassen Zulassungsrückgänge. Dosenpfand wirbelt den heimischen Biermarkt auf Herz-Kreislauf-Erkrankung: Todesursache Nummer eins In Österreich beziehen über 500.000 Pflegegeld Die Einwegpfand-Einführung verändert den Biermarkt, denn seit Jänner werden auch Bierdosen erstmals gepfändet – wie andere Einweggebinde mit 25 Cent. Die großen Hersteller geben sich zur konkreten DosenAbsatzentwicklung zugeknöpft, Ottakringer wollte sich gar nicht äußern. Bei der Brau Union ist von einer „bedeutenden strukturellen Veränderung“ auf dem Getränkemarkt die Rede. Nach einem Absatzeinbruch bei Dosen habe sich die Lage wieder erholt. Ein Insider sprach gegenüber der APA von einem deutlichen Rückgang beim Dosenabsatz. Dabei gehe es um Millionen Liter, die weniger abgesetzt würden. Herz-Kreislauf-Erkrankungen (34,4 %) und Krebs (24,3 %) sind im Vorjahr erneut die häufigsten Todesursachen gewesen. Laut Statistik Austria folgen mit großem Abstand Erkrankungen der Atmungsorgane mit knapp sechs Prozent. Insgesamt starben 88.486 Menschen im Vorjahr. Bei der Sterblichkeit gab es deutliche Geschlechtsunterschiede. Etwa bei Herzinfarkten ist die Sterblichkeit bei Männern um 2,4-mal höher als bei Frauen. Frauen hatten etwa eine höhere Sterblichkeit bei Alzheimer (1,4-mal) sowie 1,2-mal bei vaskulärer Demenz. Die Zahl der Pflegegeldbezieher ist im Mai erneut gestiegen. Erstmals erhielt mehr als eine halbe Million Menschen – insgesamt 500.554 – die Leistung, wie aus den aktuellen Daten des Sozialministeriums hervorgeht. Das sind um 10.841 Bezieher bzw. 2,2 Prozent mehr als im Mai 2024. 306.541 Frauen (61,2 Prozent) und 194.013 Männer (38,8 Prozent) erhielten Pflegegeld. Die Mehrheit der Bezieher ist in der Pflegestufe 1 (rund 29 Prozent). In der Stufe 7, also jene mit dem höchsten Bedarf, sind 1,7 Prozent der Bezieherinnen und Bezieher. ANZEIGE

DAS 12 KÄRNTEN KOMMENTAR Eine eifrige „DAS KÄRNTEN“-Leserin hat eine geniale Idee und uns das per Mail mitgeteilt: Man möge doch bitte das Klagenfurter Rathaus endlich in Klagenfurter Stadttheater umbenennen. Es sei dazu ungeheuerlich, wie stark die Konkurrenz der peinlich agierenden Provinzpolitiker vom Neuen Platz zur seriösen Kärntner Bühne schon wäre: Possen, Komödien, Tragödien, Kurz-Auftritte, Dramen, Lustspiele usw. Wie wahr! Und das beinah wöchentlich, während das Stadttheater wesentlich weniger Aufführungen bieten kann. Da präsentiert sich Stadtchef Christian Scheider als Chamäleon – er arbeitet bereits für die sechste Partei (nach FPÖ, FPK, BZÖ, Team Kärnten, Liste Scheider)! Gemeinsam mit seinem eifrigen Vize Patrick Jonke (bisher vier Parteien) gründete das sportliche Stadtoberhaupt die „Freie Soziale Bürgerpartei“ (FSP). FSP? Warum nicht FSB? Man wolle keinesfalls mit dem russischen Inlandsgeheimdienst verwechselt werden. Ob da wirklich eine Gefahr bestehen würde? Für Jonke steht wohl fest: Eine Partei mit dem Namen Scheider („Liste Scheider“) wäre für seine weiteren Pläne zur Eroberung des Bürgermeistersessels hinderlich – schon im nächsten Gemeinderatswahlkampf. Aber vielleicht kommt es zuvor zu einer weiteren Umbenennung in „WWJ“ – „Wir wollen Jonke“. Bekanntlich hat sich der Klagenfurter Stadtchef vom „Team Kärnten“ getrennt – und von dessen Obmann Gerhard Köfer. Dieser wäre – als amtierender Bürgermeister von Spittal/Drau – beinahe vom eigenen Gemeinderat für seine engagierte Arbeit geehrt worden. Warum nicht auch eine Ehrenbürgerschaft für Villachs Bürgermeister Albel, für den Völkermarkter Stadtchef Lakounigg, für Hermagors Gemeindeoberhaupt Astner, für Ferlachs Appe, für den St. Veiter Kulmer oder den Feldkirchner Treffner? Welche Optik! Köfer hat letztlich auf diese Auszeichnung verzichtet. Mittlerweile bedauert Christian Scheider, dass er nichts mehr zu verschenken hat. Geburtstagspräsente für Jubilare ( 30.000 Euro jährlich) sind dem Rotstift zum Opfer gefallen. Übrigens – ein anderer Klagenfurter Ex-Vizebürgermeister, Alois Dolinar (70), nach einem „Wohnungsvergabe-Skandal“ zum Gemeinderat degradiert, ließ sich von einer Zeitung mit seinem neuen und rund 40 Jahre jüngeren weiblichen Glück ablichten – eine durchaus attraktive Dame. Der Professor i. R. träumt von einem Weltraumausflug als Hochzeitsgeschenk. Man könnte Dolinar also ohne weiteres auf den Mond schießen. Vielleicht ruft aber Elon Musk an? Auch den amtierenden geschiedenen Nach-Nachfolger Patrick Jonke – von der Staatsanwaltschaft wie ein eingeseiftes Auto „reingewaschen“ – konnte man in einem Medium mit seiner Freundin Martina Derhaschnig (Marktkoordinatorin) bewundern. Manchmal scheint Jonke doch Realist zu sein: Er will alles, nur keinen Beliebtheitspreis gewinnen. Das dürfte ihm gelingen. Gemeinderat Michael Gussnig hatte hingegen „Probleme“ mit einem Privatkredit und der Zahlungsaufforderung durch einen Klagenfurter Anwalt. Angeblich sei „alles erledigt“. Erledigt sei auch die Kritik des Stadtrechnungshofes am Klagenfurter Festival (2020 bis 2022) wegen diverser Kosten, fehlender Vereinbarungen oder unzureichender Dokumentationen, beteuert der zuständige Intendant. Ein Schauspieldirektor Was ist bloß mit dem 1. Klagenfurter Vizebürgermeister und LiesnigNachfolger Ronald Rabitsch (SP) los? Er erhielt eine magere Zustimmung von 64,6 Prozent als Chef der Klagenfurter „Roten“. Und das ohne einen Gegenkandidaten. Rabitsch, eine durchaus freundliche, aber offensichtlich unsichere Person, scheint diesem Amt kaum gewachsen zu sein. Vielleicht hätte er doch Zentralbetriebsrat in der Krankenanstalten-Betriebsgesellschaft bleiben sollen? SP-Stadträtin Constance Mochar mühte sich regelrecht ab, damit sie endlich ein Budget erstellen konnte. Und VP-Stadtrat Max Habenicht? Der dürfte demnächst vom Klagenfurter VP-Boss Julian Geier abgelöst werden. FP-Dame Sandra Wassermann versucht hingegen nach wie vor, ihre „Parteifreunde“ Germ und Darmann vom Rathaus fernzuhalten. Die anderen Parteien spielen in der Landeshauptstadt kaum eine Rolle. Anders ausgedrückt: Es kommt eben darauf an, wie stark oder schwach die Gegner eines regierenden Bürgermeisters sind. Zurück zum Stadttheater, das richterweise ordentlich subventioniert wird. Wenn aber der Steuerzahler schon für den prunkvollen Unterhaltungstempel aufkommen muss, sollte man auch die Gehälter der Spitzenmanager veröffentlichen. Was verdient ein Stadttheater-Intendant? Der kaufmännische Direktor? Der Chefdirigent? Und ja, wie viel erhält der Herr Schauspieldirektor (den es in Klagenfurt gibt) – im Vergleich zu den oft unterbezahlten Gagen der Schauspieler, Tischler, Komparsen, Ankleider, Sänger, Musiker, Beleuchter, Maskenbildner und Bühnentechniker. Und bleiben wir im Show-Bereich: Der international erfolgreiche und verstorbene Kärntner Sänger Udo Jürgens bekommt endlich eine fixe Ausstellung – im Landesmuseum! Aus den Bemühungen von EventGuru Hannes Jagerhofer, das Herbertstöckl mit „dicken“ Förderungen in so ein Museum zu verwandeln, ist nichts geworden. Auch sonst scheinen dem rührigen Manager einige finanzielle Sorgen zu plagen, wie dem Immobilienvermarkter Franz Orasch. So soll das „Salzamt“-Hotel unter den Hammer kommen. Franz Orasch hat einmal angekündigt, dass er Kärnten mit Familie in Richtung USA verlassen wolle. Einem Gerücht zufolge soll ein weiterer Kärntner Unternehmer aus der Solarbranche Auswanderungsgelüste verspüren – nach Südafrika. Wenig Bürgerservice? Wie angekündigt wurde das Klagenfurter Ordnungsamt aufgelassen. Viele Autofahrer freut das, andere Bewohner trauern den Sicherheitsleuten nach. Die Entscheidung fiel nicht schwer, häuften sich doch die Personalkosten dieser Abteilung. Wie bekannt wurde, schnitt die Landeshauptstadt bei einer Online-Umfrage fürchterlich ab – es ging um „Bürgerservice“. Die meisten der Befragten haben sich wenig schmeichelhaft über Klagenfurter Servicestellen geäußert. Mit anderen Worten: Da ist noch viel Luft nach oben. Was ist mit dem Leiter des Bürgerservice-Büros? Vielleicht wäre ein Weckruf angebracht? Bürger sind Kunden und keine Bittsteller und müssen sich nicht in gebeugter Haltung der Stadtverwaltung nähern. Das wäre eine der Schrauben, an der man drehen könnte! Schließlich sollen aus budgetären Gründen etliche Stellen in der Lindwurm-Burg nicht mehr nachbesetzt werden. Relativ gut im Bereich „Bürgerservice“ abgeschnitten haben die Städte Wolfsberg, Villach, Spittal und Feldkirchen. Vermutlich kaum durchgegriffen hat das Ordnungsamt bei einem Problem in Klagenfurt-Viktring: Bei der seit Jahren für heftige Proteste sorgenden und umstrittenen Freiluft-Schießanlage in einem Wald bei den Treimischer Teichen. Warum? Weil offensichtlich eine korrekte Kontrolle der Lärmschutzverordnung versagte, wie z. B. beim verbotenen Einsatz von Langwaffen oder einem angeblichen zweiseitigen „Bescheid“ über zusätzlich genehmigte Schießzeiten. Dabei hatte man den auf dem Schießplatz aufgetauchten Uniformierten die dritte Akten-Seite nicht gezeigt oder verheimlicht. Darauf stand, dass eine Aufhebung der gültigen Verordnung „ausgeschlossen“ sei! Die Vereinsleitung, die eine von der Stadt angebotene neue und schallsichere 750.000-Euro-Schießanlage abgelehnt hat, lässt zusätzlich mit Großkaliber feuern! Dabei zielen Sportschützen nur mit Luftdruck und Kleinkaliber-Munition. Der Kriegslärm mit „Elefantentötern“ in einem Naherholungsgebiet gehört verboten, wobei man sich auf ein medizinisches Top-Gutachten stützen könnte (Dieser Lärm macht krank). Der Grazer Schützenverein, bei dem der steirische Schul-Amokschütze eifrig trainiert hatte, hat nach dem blutigen Anschlag aus Pietätsgründen die Anlage weit vor der Sommerpause (!) geschlossen. In Viktring wurde am nächsten Tag wieder geballert. Auch mit Großkaliber. Klagenfurt: Rathaus wird zum Stadttheater … Criticus

DAS KÄRNTEN AKTUELL 13 Wenn Sie etwas Besonderes suchen, ist Premium Taxiservice Ihr zuverlässiger Partner im Bereich VIP Limousinenservice. Genießen Sie den Lifestyle, den Ihnen nur eine Limousine bieten kann. Wir garantieren die höchste Stufe an Exklusivität, puren Luxus sowie auch ein Fahrgefühl mit Stil und dies in Kombination mit absoluter Diskretion. Unsere exquisite Flotte steht für Qualität, Komfort und Sicherheit sowohl auch für exklusive Ausstattung und perfekt ausgebildetes Personal. Entdecken Sie unvergleichliche Eleganz und ein einmaliges Reiseerlebnis. Premium Taxiservice bringt Sie komfortabel, sicher und entspannt an Ihr Ziel! Premium Taxi www.premiumtaxi.at +43 (0) 699/1188 1556 Freitag 17.10. bis Sonntag 19.10. SCHLACHTSCHMAUS Sonntag 26.10. SAISONENDE RADLERSTOP der vielleicht beste Platz für a guate Jausn im Grünen! AM GLANRADWEG ZWISCHEN HÖRZENDORF UND ST. VEIT/GLAN 9300 UNTERBERGEN 50, Tel. 0664/5931805 (Zufahrt über Radweg gestattet) FREITAG, 15. & SAMSTAG, 16. AUGUST GESCHLOSSEN Freitag 22.08. ALL YOU CAN EAT mit musikalischer Umrahmung Nur mit Kartenvorverkauf & bei Schönwetter BACKHENDLSCHMAUS Donnerstag 04.09. bis Sonntag 07.09. Wir haben an folgenden Tagen geschlossen: Fr., 15.08. & Sa., 16.08. | Mo., 08.09. | Do., 25.09. bis Fr., 10.10. WIESENMARKT Sa., 27.09.- Mo., 06.10. Ihr Taxi- und Limousinen-Service in Kärnten diskret, verlässlich und kompetent ANZEIGE ANZEIGE Premium Taxiservice bringt Sie komfortabel, sicher und entspannt an Ihr Ziel!  VIP Service  Bring- und Abholservice Flughafen, Hotel, Bahnhof, u. v. m.)  Geschäftsreisen (National & International) zu Fixpreisen  Ausflüge  Rundfahrten  Hochzeitsservice  Golfshuttle  Kindershuttle (Fixpreis in Klagenfurt)  Einkaufsservice  Pünktlichkeit und Präzision sind unser oberstes Gebot  Unsere Chauffeure sowie die Ausstattung der Premiumfahrzeuge überzeugen  Perfekte Ortskenntnisse, ein gepflegtes Auftreten und Neutralität der Chauffeure gehören zu unserem Standard  Alle Premiumfahrzeuge sind perfekt gewartet und bieten ein Höchstmaß an Sicherheit

DAS KÄRNTEN AKTUELL 14 Freitag & Samstag: 2100-0400 Uhr Pfarrplatz 3 | 9020 Klagenfurt Fotos: Thomas Hude Schockierende Zahlen bei Arbeitslosigkeit in Österreich – im Juli über 359.374 ohne Job Die neuesten Zahlen vom österreichischen Arbeitsmarkt sind schockierend! Im Juli waren 359.374 Personen arbeitslos oder in einer AMS-Schulung gemeldet. Das bedeutet einen Anstieg gegenüber dem Juli des Vorjahres von 17.605 Arbeitssuchenden, oder ein Plus von 5,2 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt somit aktuell 6,7 Prozent (plus 0,3 Prozentpunkte im Jahresvergleich), wie das Sozialministerium mitteilt. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen legt zu. Ganz überraschend kommt das nicht, steckt doch Österreich seit fünf Jahren in der Stagnation, davon seit fast drei Jahren in der Rezession und steuert bei den Firmenpleiten auf einen neuen Höchststand zu. So viele Insolvenzen gab es laut Creditreform noch nie in der Geschichte der Zweiten Republik. Auch leidet das Land weiterhin mit 3,5 Prozent an einer hohen Inflation. Der Hauptgrund für dieses arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitische Desaster ist klar: Die österreichische Wirtschaft steckt seit Jahren in einer Dauerkrise, das Wachstum liegt im EU-Vergleich an letzter Stelle. Statt endlich konkrete Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit und die Wirtschaftsflaute zu setzen, liefert die schwarz-rot-pinke Regierung nichts als leere Ankündigungen. Einige Details der Arbeitslosen-Statistik sind alarmierend. So ist die Jugendarbeitslosigkeit um 3,7 Prozent gestiegen. Gleichzeitig ist die Zahl der beim AMS gemeldeten sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden deutlich um 7,3 Prozent nach oben gegangen. Unsere Jugend findet also weder Jobs noch Ausbildungsplätze. Das ist besonders dramatisch, soll doch diese Generation irgendwann einmal die Pensionen ihrer Eltern und Großeltern finanzieren. Hier müsste verantwortungsvolle Politik sofort und wirksam eingreifen. Ist doch der Mangel an Lehrstellen nicht vom Himmel gefallen, sondern großteils hausgemacht. Wenn man gesunden, florierenden Unternehmen mit immer mehr und neuen Steuern das Weiße aus den Augen nimmt, dann darf man sich nicht wundern, wenn diese irgendwann nicht mehr in der Lage sind, ihre Belegschaft aufzustocken. Dazu kommt noch eine kräftige Rezession, die es vielen Österreichern schwer macht, das heimische Dienstleistungsgewerbe in Anspruch zu nehmen. Oder anders formuliert: Wer Mühe hat, die Heizrechnung oder die Miete zu zahlen, der wird mit seiner Familie wohl kaum nobel essen gehen, oder gar Urlaub am Wörthersee machen. Ein Teufelskreislauf, den es zu durchbrechen gilt. Unlustig auch die Situation bei den sogenannten freien Dienstverträgen. Diese nehmen nämlich genauso wie die geringfügig Beschäftigten kräftig zu. Rund jedes fünfte freie Dienstverhältnis entfällt auf das Gesundheits- und Sozialwesen, dahinter folgen die Branchen Erziehung und Unterricht sowie wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Ins Auge sticht die Entwicklung in der Branche der „sonstigen Post-, Kurier- und Expressdienste“, zu der auch Lebensmittel-Lieferdienste zählen: Im Vergleich zum Juni 2024 hat sich die Zahl der freien Dienstverhältnisse hier mehr als vervierfacht. Angesichts dieser Zahlen braucht es grundsätzlich eine Politik, die Arbeit und Leistung wieder belohnt, Arbeitsplätze schafft und unsere Wirtschaft stärkt. Jede zusätzliche Stunde Arbeit muss sich künftig in der Brieftasche bemerkbar machen, denn das motiviert, gibt Anerkennung und macht Lust auf Leistung. Die Industriellenvereinigung meinte etwa: „Es braucht dringend positive Anreize, die Vollzeit bzw. die Ausweitung des Arbeitsvolumens insgesamt zu attraktivieren.“ Von der Arbeiterkammer hieß es: „Der Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit muss Priorität haben. Hier sind auch die Unternehmen gefordert.“ Der Gewerkschaftsbund merkte an: „Langzeitarbeitslosigkeit ist kein individuelles Versagen, sondern Ausdruck struktureller Probleme am Arbeitsmarkt.“ Der Wirtschaftsbund verwies auf den eigenen Stellenmonitor, der 161.350 offene Stellen anzeigen würde: „Österreich ist Spitzenreiter bei der Teilzeitquote, gleichzeitig suchen unsere Betriebe händeringend nach Personal.“ Es läuft also einiges schief am österreichischen Arbeitsmarkt! H.K. ANZEIGE

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