Das Kärnten - E-Book

DAS KÄRNTEN AKTUELL 23 sitzenden der Fraktionen und meine Vizepräsidenten von ÖVP und SPÖ gehabt. Wir haben eine sehr gute Gesprächsbasis. Ich hatte mit den anderen Parteien traditionell gute Beziehungen. In mir sitzen keine Feindbilder. Ich gehe davon aus, dass alle Abgeordneten, die im Parlament sitzen, das Beste für Österreich im Sinn haben. Auf dieser Basis findet man immer gewisse Gemeinsamkeiten. Wobei es schon eine Kontroverse zwischen Nationalrat und Bundesrat gibt. Ich gebe den Bundesräten schon zu bedenken, dass sie in der Länderkammer sitzen und Länderinteressen zu vertreten haben. Nicht Bundesinteressen oder die Interessen der Regierung. Auch wenn ich weiß, dass das sehr schwierig ist. Ein zweiter zentraler Schwerpunkt Ihrer Präsidentschaft ist der Natur- und Umweltschutz. Was erwartet uns da? Samt: Jeder Bundesratspräsident muss in seiner Amtszeit eine parlamentarische Enquete ausrichten. Ich habe mir den Landschafts- und Naturschutz und letztlich auch den Umweltschutz ausgesucht und möchte mich dem Thema ideologiebefreit nähern. Bei der Enquete sollen Expertinnen und Experten abseits ideologisch geprägter Aufgeregtheit neue Perspektiven auf diesen Grundpfeiler der Republik legen. Wir wissen, dass die Grünen da ganz andere Vorstellungen haben. Ich denke nur an das EU-Renaturierungsgesetz, dem Leonore Gewessler als grüne Ministerin zugestimmt hat. Ich hingegen setze auf Besonnenheit und Eigenständigkeit. Natur- und Umweltschutz sind keine Erfindungen der heutigen Zeit, sondern werden seit Jahrhunderten wie selbstverständlich von den Bauern und Grundbesitzern wahrgenommen. Wer die Natur und die Umwelt schützt, der schützt damit auch unsere Heimat. Sie sind also gegen das Renaturierungsgesetz? Samt: Natürlich, weil viele Dinge, die jetzt renaturiert werden sollten, in Wirklichkeit auf Basis von natürlichen Vorgaben gemacht worden sind. Man muss nur an die Arbeiten an den Ufer-Böschungen und den Hochwasserschutz denken. Wenn wir das jetzt wieder rückgängig machen, bekommt die Landwirtschaft, bekommen die Wohnbereiche ein Problem. Wir müssen also schon genau schauen, wo wir uns hinbewegen. Natur- und Landschaftsschutz haben unsere Landwirte seit Jahrhunderten gemacht. Wir können jetzt nicht hergehen und sagen, es ist alles falsch, was da gemacht worden ist. Ich will diese Diskussion aber bewusst nicht in Richtung Klimaschutz abwandern lassen. Aber den Klimawandel gibt es, oder? Samt: Den Klimawandel nicht zu bemerken, ist eine Dummheit. Das sage ich in jedem Interview. Ich bin Techniker und habe auch im Elektrobereich zu tun. Der Klimawandel ist ein Faktum. Wir müssen aber nur aufpassen, dass wir nicht über Ziele hinausschießen. Als Präsident der Länderkammer müssen Sie die Interessen der Bundesländer vertreten. Wo setzten Sie hier an? Samt: Das Zentralisieren von Abläufen ist nicht immer der Weisheit letzter Schluss. Je weiter man von einem Problem entfernt ist, desto weniger treffsicher sind meist die Maßnahmen dazu. Deswegen ist die Zusammenarbeit der Länder in solchen Fragen enorm wichtig. Länderübergreifende Maßnahmen können in der Landeshauptleutekonferenz besprochen werden. Da ist noch viel möglich. Da braucht man lange noch nicht an das Zentralisieren denken. Zum Beispiel? Samt: Die Steiermark hat unter der neuen Landesregierung bereits erste Maßnahmen im Bereich der Entbürokratisierung ergriffen. Wir haben noch immer zu viele behördliche Parallelläufe von Gemeinden, Bezirkshauptmannschaften und Landesabteilungen. Man muss nur an die Bauverhandlungen denken. Da gibt es viel Luft nach oben. Auch in dem Bereich, dass die Bundesländer mehr und besser zusammenarbeiten. Sie haben als jahrzehntelanger Vorzeige-Unternehmer der heimischen Wirtschaft kräftiges Leben eingehaucht, Arbeitsplätze geschaffen und für zahlreiche Ausbildungsplätze gesorgt!“, erklärte Franz Ahm, Klagenfurter Bezirksstellenobmann der Wirtschaftskammer, bei der feierlichen Überreichung einer Ehrenurkunde an den Klagenfurter Hans Horner (Jahrgang 1936), ehemaliger Chef einer namhaften Installationsfirma. Als Pionier im Sanitätsbereich hätte Horner ein wichtiges Kapitel Klagenfurter Wirtschaftsgeschichte geschrieben, so Ahm. Horners Vater hatte das Klagenfurter Gaswerk betrieben und 1948 eine eigene Firma gegründet. Schon mit 24 Jahren absolvierte Hans Horner die Meisterprüfung für Gas, Wasser, Heizung und Sanitär. Er arbeitete zunächst im elterlichen Betrieb und übernahm schließlich 1960 die Firma. Über die Jahre stockte „Mister Eisenrohr“ die Anzahl der Beschäftigten von sechs auf über 40 Mitarbeiter auf. Zudem bildete der leidenschaftliche Schifahrer, Wanderer und HobbyMeereskapitän über 80 Lehrlinge aus. Außerdem bekleidete der Geschäftsmann als Landesinnungsmeister-Stellvertreter viele Funktionen. Während seiner Zeit als Firmenchef übernahm Horner mit seinem Team etliche Großaufträge. Gerne spricht der „Vollblut-Unternehmer“ immer noch von schwierigen Baustellen, die zeitgerecht zu bewältigen waren. Für die Wirtschaftskammer waren die langjährigen betrieblichen Leistungen Grund genug, die UnternehmerLegende zu würdigen. Auch Mag. Markus Polka, Leitung WK-Marketing Klagenfurt, ließ es sich nicht nehmen, dem rüstigen Pensionisten im WK-Foyer zu gratulieren. Franz Ahm überbrachte die Grüße von WK-Präsident Jürgen Mandl. Hans Horner: Ein Leben für die heimische Wirtschaft Dank und Anerkennung für seine langjährigen Verdienste als Chef einer Installationsfirma: „Vollblut-Unternehmer“ Hans Horner mit Gattin Hildegard sowie WK-Bezirksstellenobmann Franz Ahm und WK-Marketingprofi Mag. Markus Polka © Winkler Christian

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