DAS KÄRNTEN SPORT 26 Walter Rath sen. erfolgreicher Trainer in allen Funktionen Begonnen hat alles beim TSV Grafenstein im Nachwuchs in der Saison 1972/73. Manche Karrieren schreiben keine Schlagzeilen, aber sie bleiben dennoch haften. Peter Barac, ist am 14. April 1964 in Klagenfurt geboren und galt später als ruhig, verlässlich und unspektakulär. 142 Spiele für Austria Klagenfurt und 199 Spiele für Vorwärts Steyr und 6 für St. Pölten in der Bundesliga stehen zu Buche. Er war kein Lautsprecher, sondern ein Arbeiter am Platz. Einer der das Verteidigen nicht als Notwendigkeit, sondern als Kunst verstand. Und das über mehr als ein Jahrzehnt hinweg. Vom Strafraum in die Sonne Nach dem Abstieg mit Vorwärts Steyr im Jahr 1996 drehte sich das große Bundesliga-Karussell ohne ihn weiter, Peter aber suchte daraufhin neue Wege. Zurück nach Kärnten, dann weiter zu kleineren Klubs wie den SV Traun oder ASKÖ Gurnitz, wo er seine Karriere beendete. Doch sein Horizont reichte weit über die Strafraumkante hinaus. Er verschwand aus dem Scheinwerferlicht und tauchte auf unter Palmen. 25 Jahre lebte er in der Dominikanischen Republik, in Puerto Plata, wo er in einer Ferienanlage arbeitete. Dort wo andere Urlaub machen, schraubte Peter an Klimaanlagen, Kabeln und an einem Leben fernab von Lärm und Liga. Ein stilles, sonniges Dasein, das ihm offenbar gut tat. Wenn dort zufällig ein paar Hobbykicker ein Match ansetzten, war der ehemalige BundesligaProfi nie weit weg und schnell wieder Teil des Spiels. Die tropische Hitze ersetzte die Luft des Wörtherseestadion, aber der Ball blieb rund und der Einsatz ungebrochen. Kurzbesuch mit Nachklang Vor Kurzem war Peter noch in Kärnten bei seiner Mutter, Brüdern, Schwester und Tochter mit Enkelsohn zu Besuch. Er sehnte sich auch nach seinen Freunden, wo er Helmut König, Heimo Vorderegger, Peter Stern und Egon Katnik traf, und auch seiner geliebten Austria auf die Füße sah. Nichts deutete auf ein nahes Ende hin. Er wirkte vital, fast wie früher, als sei sein Leben in zwei Hälften geteilt war – hier die Hitze in der Karibik, dort die Erinnerung an die Flanken, Grätschen und Kabinengespräche. Die Urne wurde mit finanzieller Unterstützung des Legendenklubs der Austria Klagenfurt zu seiner Familie nach Grafenstein überstellt. Der Legendenklub möchte die beiden minderjährigen Kinder in der Dominikanischen Republik finanziell unterstützen! Um den Kindern in dieser schweren Zeit beizustehen, bitten wir euch um finanzielle Mithilfe: Spendenkonto: AT29 3900 0000 0603 4045 Kennwort: Peter Barac SK Austria Klagenfurt in der Saison von 1959 und 1960: Hintere Reihe: Trainer Walter Hofer, Präsident Anton Maierhofer, Emil Filzwieser, Alfred Striek, Hermann Repitsch, Kurt Lorber, Norber Lorber, Sponsor Ing. Waldemar Raudaschl. 2. Reihe: Hans Isopp, Alfred Umgeher, Rudolf Vavpoth, Alfred Hohenberger Vorne: Erwin Palkowitsch, Gerhard Moser, Helmut Perisutti, Franz Faser, Gerd Bahr, Walter Rath und Gerald Oschgan Nachruf Peter Barac * 14. April 1964 7. Juni 2025 Austria Klagenfurt 1920 bis 2025 Nachschlagwerk über den Verein: Zeit vergeht, Leidenschaft bleibt! Seit Monaten wird eifrig recherchiert, geforscht, gesucht und geschrieben: Bereits im Herbst erscheint das umfangreiche Nachschlagwerk über den Kärntner Traditionsverein „Austria Klagenfurt“ – mit ausgesuchten Geschichten, unbekannten Anekdoten, seltenen Dokumenten und ungewöhnlichen Fotos! Die Autoren danken allen Sponsoren, die dieses „sportliche“ Buch erst ermöglicht haben. „Es gab bisher noch kein Buch über die wechselvolle Geschichte der Austria Klagenfurt. Deshalb hatte der Legendenklub die Idee, so ein Werk zu veranlassen bzw. zu verfassen. Seit fast einem Jahr wird intensiv daran gefeilt“, so ein engagierter Mitgestalter. Fußballfreunde haben Bildmaterial und Zeitungsberichte, die bis in die 60er-Jahre zurückreichen, gesammelt, „ausgegraben“ und zur Verfügung gestellt. Man hat also quasi die Gene des Vereines gefunden und entsprechend festgehalten (Spieler, Funktionäre, Trainer, Gönner, Mitarbeiter). Mit diesem Werk sollen Fußballfans angesprochen werden – vor allem alle Freunde der „Austria Klagenfurt“. Ein „Pflichtbuch“ sozusagen, das man gerne kauft, liest und regelrecht „studiert“. Der genaue Termin der Buchpräsentation beim „Freddy-Hohenberger-Platz“ im Fußballstadion wird noch bekanntgegeben. Also, noch ein wenig Geduld, liebe Sportsfreunde! Dann darf geblättert werden. E. Katnik
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