Das Kärnten - E-Book

das 12 KÄRNTEN AKTUELL Kumulierte Intelligenz (KI) besitzt alles, was wir Menschen gerne hätten, aber nie besitzen werden: Verlässlichkeit, Schnelligkeit, Exaktheit, ausdauernde Belastbarkeit und Parteilosigkeit, die einzig einer selbst aufgebauten Logik verpflichtet ist und diese kompromisslos auch gegen die Menschen einsetzt, wenn es sein muss. Kaum etwas gibt es, das sie einbremsen kann oder will. Es muss so sein, wie sie es will. Dabei tarnt sie sich bis zum Verwechseln mit menschenähnlichen Verhaltensweisen, die nur dazu da sind, uns zu täuschen. Alles werde leichter und wir hätten die Möglichkeiten, uns höheren Idealen zu widmen. Die Knochenarbeit erledigt die Maschine, die uns bald nicht mehr benötigt. Wir haben das Heft aus der Hand gegeben und überschlagen uns mit einer gegenseitigen Beweisführung, noch besser KI zu verstehen und besserer Partner des grundsätzlichen Feindes der Menschheit zu sein. Was als Erleichterung gedacht war, wendet sich gegen seine Erfinder. KI kennt kein Erbarmen, keine Zweifel, kein Abschweifen der Gedanken, kein Wolkenkuckucksheim. Es bleibt uns nur noch Staunen mit offenem Mund, was es alles gibt, ohne dass wir es verstehen müssen oder können. Zweifellos ist KI eine Bedrohung. Namhafte Experten sind sich aber nicht darüber einig, wie weit diese Bedrohung geht. Hat KI sich als Ziel gesetzt, zu einer Bedrohung zu werden, dann besteht wohl eine offene Kampfansage gegen alles, das uns Menschen ausmacht. Auch ihr werden wir uns euphorisch und begründet unterordnen. Manche werden schneller darauf eingehen, sie werden die ersten Profiteure hinter den Propheten im fernen Silicon Valley sein. Weder Nachdenken, Zögern, Zweifel, Suchen oder zielloses Tagträumen kennt die KI, denn sie hat weder Vergangenheit, Entstehungsereignisse, die sie geprägt haben, keine daraus entstehende Gegenwart, noch einen nicht faktischen Bezug zur Zukunft, auch Vision genannt. Wir nicken nur beistimmend mit dem Kopf zu allem Geschehen und hoffen von den uns unbekannten Auswirkungen verschont zu bleiben. KI passiert aus dem hic et nunc und hat nur einen Wunsch: Sie möchte gefallen, damit wir uns zufriedengestellt geben und nicht weiter fragen. Dabei spielt Wahrheit als essentielle Zusammenfassung von Erkenntnissen heraus keine Rolle mehr. Auch der Entwicklungsweg über sie dorthin nicht mehr. Schon gar nicht die Nachvollziehbarkeit einer Genese, die Aufschluss über die Qualität einer Erkenntnis geben könnte. Denn KI hat keine Geschichte. Sie ist faktisch und unmittelbare Gegenwart. Hölderlins Poesie, die aus einer höflichen Abstinenz gegenüber aller gesellschaftlichen Etikette entstand und in eine Psychose mündete, die sinnlosen und widerständigen Dada-Manifeste eines Tristan Tzara im Züricher Cabaret Voltaire, der Wahnsinn eines Antoine Arteau, der sich einer Therapierung entzog, das automatische Schreiben eines André Breton, die Bilder eines aus der Bahn geworfenen Vincent van Gogh, die Sprachexperimente eines Ernst Jandl, die er aus seinem schtzngrmm hinausschleuderte, die Widerständigkeit eines Don Quichote, die Albträume eines Francisco Goya, Freuds schriftliche Versuche, die unbeschreibbare Seele zu fassen, all dem steht die KI (noch) ratlos gegenüber. Das ist unser Vorteil. Mit Unsinn und grenzüberschreitenden Wahrnehmungen, die sich aus einem der Logik fernen aber essentiell vorhandenem kollektiven Unterbewusstsein rekrutieren, einer alles ordnenden kumulativen Intelligenz etwas, wenn auch hilflos, entgegenzuhalten, wäre ein Ausweg. Damit zeigen wir, dass wir anders sind. KI aber sammelt. Die Apologeten der Undurchschaubarkeit in China und den USA sammeln zweit- und drittklassige antiquarische Bücher. Damit füttern sie ihre Maschinen. So lernt KI die Mittelmäßigkeit für sich zu nutzen, um vor den Usern glaubwürdiger und anverwandter dazustehen. Eine weitere Maske, die Vertrauen und Gleichartigkeit vortäuscht. Neue Fratzen über alten. Wir müssen lernen, spät aber doch, mit der KI so umzugehen, dass der Schaden, den sie gegen uns aufbaut, begrenzt bleibt. Rechtzeitig, so lange wir noch die Möglichkeit haben, einzuschreiten und die KI nicht mehr ausschließlich mit sich selbst kommuniziert und uns außen vor hält. Neueste Entwicklungen zielen drauf hin, Organisches mit Nichtorganischem zu verbinden, also Mensch mit Computer zu vereinen. Wir werden also die Vertreter der neuen Intelligenz nicht mehr von den Normalsterblichen unterscheiden können. – Schaun sie sich um. Ein Anfang ist getan. Wir denken uns in die KI hinein, bevor wir uns ihr ausliefern. Don Quichote konnte das Mittelalter nicht wiedererstehen lassen. Sein Kampf darum war heroisch und skurril. Er ist in die Geschichte mit diesem aussichtslosen Unterfangen eingegangen und wir lächeln dazu. Heute avant garde sein, heißt gegen die Moderne auftreten, sagte ein bekannter Künstler, bei denen unsere ganze Hoffnung liegt und die aufgefordert sind, ihr ganzes Potenzial an (irrationaler) Kreativität einzusetzen, um diese Entwicklung transparent zu machen. Mut zum Unsinn, könnte eine Parole heißen, denn mit ihm haben wir der KI einiges voraus: Das Zwecklose, die Phantastik der Unlogik, die Spontanität aufgrund teils verschütteter Vorgaben, das Ziellose, die Synergie vieler Gegensätzlichkeiten, das intuitive und nachvollziehbare Entwickeln von Phantasmen und vieles mehr. Ich gehe voran und schließe mit: Girigari, Larifari. Dr. Günter Schmidauer ist Essayist, Dramatiker, Lyriker und Romanautor. Kultiviert den Unsinn Günter Schmidauer Wohl jede und jeder kennt Rom, Florenz oder Venedig. Doch Italien hat weitaus mehr zu bieten. Urlaubsguru präsentiert sieben Geheimtipps abseits der ausgetretenen Pfade: Polignano a Mare in Apulien Die Küstenstadt Polignano a Mare in Süditalien thront mit ihren weiß gekalkten Häuschen, den Grotten und dem berühmten Höhlenrestaurant Grotta Palazzese spektakulär auf einem Felsen über der Adria. Der Ort überzeugt nicht nur durch seine malerische Landschaft und das idyllische Flair. Hier kommen nämlich auch Action-Fans auf ihre Kosten: Polignano a Mare war bereits mehrfach Austragungsort des Red Bull Cliff Diving. Dabei springen zwölf der weltbesten Klippenspringer von einer Plattform in 24 Metern Höhe in die Adria. Riviera del Conero in Marken Die Riviera del Conero in Mittelitalien gilt derzeit noch als echter Geheimtipp. Der Küstenabschnitt in der italienischen Region Marken punktet mit einem Naturpark und unvergleichlichen Traumstränden. Ein besonderes Highlight ist die Bucht von Portonovo, die sich inmitten des Naturschutzgebiets befindet und eine atemberaubende Kulisse bietet. Die „grüne Bucht“ ist von einer sattgrünen Landschaft umgeben und beherbergt einen echten Bilderbuchstrand mit glasklarem Wasser. Cremona in der Lombardei Die lombardische Provinz Cremona bietet ihren Besucherinnen und Besuchern zahlreiche künstlerische und historische Highlights. Die Altstadt mit mittelalterlichen Gebäuden und Kirchen lädt zu Spaziergängen ein. Dabei darf ein Besuch des Wahrzeichens der Stadt auf keinen Fall fehlen: Der 112 Meter hohe Glockenturm Torrazzo bietet einen unvergleichlichen Ausblick auf die Stadt. Aber auch diejenigen, die es eher in die Natur zieht, sind in Cremona gut aufgehoben. Die Gegend rund um den Fluss Po eignet sich hervorragend für Outdoor-Aktivitäten aller Art. Cremona ist außerdem der Geburtsort des berühmten Geigenbauers Stradivari. Ein Besuch im Museo del Violino, das früher Stradivarius Museum hieß, lohnt sich auf jeden Fall. Die Pontinischen Inseln Nur wenige Kilometer von der Küste Latiums entfernt befinden sich die sechs Pontinischen Inseln Gavi, Zannone, Palmarola, Ventotene, Santo Stefano und Ponza. Sie sind eher untouristisch und verzaubern Reisende mit ihrer Idylle und unberührter Natur. Die einsamen Strände, Grotten und Buchten laden zu einer ruhigen Auszeit ein. Während einige der Inseln unbewohnt sind, bietet Ponza beispielsweise eine verhältnismäßig gute Infrastruktur mit kleinen Hotels, Ferienwohnungen, Restaurants und Bars. Zu erreichen sind die Inseln besonders gut mit der Fähre, zum Beispiel ab Neapel. Matera in Basilikata Die Stadt Matera umgibt ein ganz besonderer Charme, den sie ihren einzigartigen Höhlensiedlungen, den sogenannten Sassi di Matera, zu verdanken hat. Diese gehören sogar zum UNESCO Weltkulturerbe. Zum pittoresken Stadtbild trägt darüber hinaus aber auch die Lage am zerklüfteten Flusstal bei, durch das die Gravina fließt und das sich hervorragend für eine Wanderung eignet. Pistoia in der Toskana Florenz und Pisa sind zu überlaufen? Dann lohnt sich ein Abstecher in das Städtchen Pistoia in der Toskana. Hier kommen Kulturinteressierte voll und ganz auf ihre Kosten, denn das Stadtzentrum besteht aus beachtlichen Bauwerken aus der Romantik und Gotik und erzählt eine Geschichte aus einer längst vergangenen Zeit. Ein Highlight ist die romanische Kathedrale di San Zeno aus dem 13. Jahrhundert, die sich mitten auf dem Domplatz befindet. Das Besondere an ihr ist der Glockenturm, der über mehrere Jahre hinweg erbaut wurde. Die Stadt liegt nur eine Autostunde von Florenz entfernt. Chioggia in Venetien Das kleine Fischerstädtchen in der Region Venetien verzaubert mit einem besonderen Charme und erinnert auf den ersten Blick an Venedig. Das ist kein Zufall, denn Chioggia liegt am südlichen Ende der beliebten Lagunenstadt und wird oft auch als „kleines Venedig“ bezeichnet. Dafür sorgen in erster Linie die zahlreichen Kanäle und Brücken und das romantische Flair. Auch der Fischmarkt ist einen Besuch wert. Auch wenn das kleine Städtchen vieles mit Venedig gemein hat, ist es doch deutlich weniger überlaufen und touristischer und lädt seine Besucherinnen und Besucher auf eine eher ruhige und romantische Auszeit ein. „Italien wird oft auf seine zurecht beliebten Klassiker reduziert. Aber auch abseits der Sehnsuchtsstädte Rom, Florenz und Venedig gibt es in Italien viel zu entdecken. Wer Lust hat, Italien abseits der Touristen-Hotspots zu entdecken, wird mit einsamen Buchten, historischen Höhlenstädten und jeder Menge Dolce Vita abseits des Massentourismus belohnt“, so Julia Denneng, PR-Managerin und Pressesprecherin bei Urlaubsguru. Matera mit außergewöhnlichen Höhlensiedlungen Mehr als Rom, Florenz, Venedig ... Die sieben Geheimtipps in Italien Italien begeistert mit malerischen Küsten, traumhaften Stränden, historischen Städten und einer Küche, die weltweit geschätzt wird. Polignano a Mare mit Grotten und weißen Kalkhäusern Betreff: Reisen Gewinnen Sie einen von 5 Gutscheinen im Wert von je 1.000 Euro Wie heißt eine der beliebtesten Urlaubsinseln der Welt? a) Malediven b) Maledoofen Senden Sie eine Mail mit dem Betreff des Gewinnspiels und Ihrer Antwort an office@das-kaernten.at Teilnahmebedingungen für sämtliche Gewinnspiele: Die Teilnehmer erklären sich ausdrücklich damit einverstanden, dass ihre Daten an den jeweiligen Gewinnspielpartner weitergegeben werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Gewinne sind nicht in bar ablösbar. Einsendeschluss: Freitag, 18. September 2026. Fotos beigestellt © urlaubsguru.de

RkJQdWJsaXNoZXIy NDYxMjE=