Das Kärnten - E-Book

das KÄRNTEN AKTUELL 11 Tipps vom Steuerprofi von Steuerbearter Mag. Peter Weitzel Nebenbei Arbeiten in der Pension – die Pläne der Bundesregierung Im Regierungsprogramm ist vorgesehen, dass das Arbeiten in der Pension steuerlich und sozialversicherungsrechtlich begünstigt werden soll, um einen Anreiz zu schaffen, länger im Arbeitsprozess zu bleiben. Bis dato führt eine Nebenbeschäftigung bei Pensionistinnen und Pensionisten dazu, dass das Erwerbseinkommen und die Pension steuerlich zusammengerechnet werden und es damit in den meisten Fällen zu einer Steuernachzahlung (einkommensabhängig) kommen kann. Weiters führt die Beschäftigung im Ausmaß über der Geringfügigkeitsgrenze (derzeit EUR 551,10 brutto monatlich) dazu, dass weiterhin Krankenversicherungs- und Pensionsbeiträge in Abzug gebracht werden, obwohl die betreffende Person sich schon in Pension befindet und über die Pension daher krankenversichert ist. Genau hier soll nun eingegriffen werden, um diese Belastungen zu verringern bzw. teilweise komplett auszugleichen. Es liegt dazu ein Gesetzesentwurf vor, die endgültige Gesetzgebung bleibt daher abzuwarten. Die nachfolgenden Ausführungen sind daher nur als Konzept zu verstehen, ob die konkrete gesetzliche Vorgabe in dieser Form dann beschlossen werden wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigt werden. Das geplante Modell soll einerseits bereits in Pension befindliche Personen (sogenannte „Zuverdiener“) umfassen als auch jene Personen, die ihren Pensionsantritt über das Regelpensionsalter hinausschieben wollen (sogenannte „Aufschieber“). Die Begünstigung ist derart ausgestaltet, dass es ab 01.01.2027 einen steuerlichen Freibetrag von EUR 1.250,00 je Monat – also EUR 15.000,00 pro Jahr – geben soll. Dieser sogenannte Aktivitätsfreibetrag bedeutet, dass bis zu dieser Höhe des Zuverdienstes dieses steuerfrei bleiben soll. Die Pension wird dabei unverändert besteuert. Dieser Freibetrag gilt sowohl für Dienstverhältnisse als auch im Falle der Erzielung betrieblicher Einkünfte. Voraussetzungen für die mögliche Inanspruchnahme dieses Freibetrages ist das Erreichen des (inländischen) Regelpensionsalters und damit verbunden der Anspruch auf eine gesetzliche Alterspension. Darüber hinaus müssen bei Zuverdienern Mindestversicherungszeiten in der gesetzlichen Pensionsversicherung bei Pensionsantritt gegeben sein, und zwar mindestens 480 Monate bei Männern bzw. mindestens 408 Monate bei Frauen, wobei sich die Anzahl der erforderlichen Versicherungsmonate bei Frauen ab dem Jahr 2028 schrittweise erhöht wird. Dieser Freibetrag kann im Rahmen der laufenden Lohnverrechnung bereits vom Dienstgeber berücksichtigt werden, setzt jedoch einen entsprechenden Antrag voraus. Wie dieser Antrag konkret aussehen wird, bleibt noch abzuwarten. Weiters soll es auch zu Begünstigungen bei den Beiträgen zur Pensionsversicherung kommen. Bei Dienstnehmern entfällt der Dienstnehmeranteil zur Pensionsversicherung zur Gänze, der Dienstgeber hat jedoch unverändert die vollen Dienstgeberbeiträge zu entrichten. Bei selbständig Erwerbstätigen soll es zu einer Beitragsreduktion im Rahmen der Gewerblichen Sozialversicherung hinsichtlich des Pensionsversicherungsbeitrages von 18,5 % auf 10,18 % kommen, also eine Reduktion um 8,32 %. Nach dem Bauern-Sozialversicherungsgesetz soll die Beitragsreduktion 7,64 %, nach dem Freiberuflichen-Sozialversicherungsgesetz soll die Reduktion 8,99 % betragen. Wie bereits anfangs erwähnt, handelt es sich dabei um einen Entwurf, die endgültige Gesetzgebung mit den darin dann formulierten Bedingungen für die Anwendung der Begünstigungen bleibt daher abzuwarten. Es klingt nach einer Provinzposse, beschäftigt aber die Polizei und die Staatsanwaltschaft. Wie viele Unterkärntner noch wissen, wollte am 12. Februar dieses Jahres eine FP-Bundespolitikerin ihrem verheirateten Ex-Freund nach dem Ende einer Affäre persönliche Dinge zurückbringen. Der betreffende Mann, ein ranghoher Polizeibeamter, war allerdings nicht zu Hause, seine eifersüchtige Frau hingegen schon. Daraufhin soll die betrogene Ehefrau die ungebetene Besucherin mit einer Schneeschaufel massiv attackiert haben. Im Krankenhaus wurden bei der Volksvertreterin, die auch schon als Sängerin in Erscheinung getreten ist, eine Gehirnerschütterung und eine Kieferprellung festgestellt. Die Politikerin, die laut Gemeindeaufsicht unrechtmäßig von der eigenen Partei aus einem Stadtparlament gewählt worden ist, wurde nach einem zweiwöchigen Spitalaufenthalt in eine Klinik überstellt und soll noch heute an den Folgen der Attacken leiden. So wurden ihr angeblich auch Haare ausgerissen, bis sie mit dem Auto flüchten konnte. Derzeit prüft ein Sachverständiger im Auftrag der Staatsanwaltschaft mögliche gesundheitliche Spätfolgen. Mittlerweile wird auch gegen die Bundespolitikerin ermittelt, sie wurde von ihrer Kontrahentin ebenfalls angezeigt. Vermutlich auch wegen Körperverletzung. Laut Aussage der Ehefrau des Liebhabers wollte die Volksvertreterin möglicherweise sogar ins Haus einziehen. Für beide Damen gilt die Unschuldsvermutung. Ach ja, da wurde angeblich eine Anzeige gegen den ehemaligen Magistratsdirektor, Dackelfreund und Jetzt-Pensionisten Dr. Peter Jost eingestellt. Das wird ihn freuen. Handelt es sich dabei um jenen ehemaligen Spitzenbeamten, der immer wieder durch gewisse Aktionen (z. B. Suspendierung) und Prozesse weit über das Rathaus bekannt geworden ist? So gab es eine Magistratsweisung, dass es keine Überstunden geben darf. Offensichtliche Ausnahme – der damalige Herr Direktor! Und ja, der kürzlich noch aktive (für was eigentlich) Ex-FP-Politiker und Magistrats-Großprojekte-Koordinator Dr. Martin Strutz durfte auch stundenweise Geld zusätzlich verrechnen. Richtig geschwitzt haben hingegen vermutlich nur Mitarbeiter des Stadtgartenamtes, der Müllabfuhr oder des Reinigungsdienstes. Jost soll etwa im Jahre 2022 rund 800 Überstunden verrechnet haben, ein echter „Gagen-Kaiser“. Viele Kritiker wunderten sich, warum ein ohnehin hochbezahlter Direktor nicht einen All-in-Vertrag bekommen hat. Mit einem kurzen Einspruch gegen den Hallenbadbau, einem über ihn verhängten Hausverbot oder diversen Vergleichsgesprächen sorgte der „heimliche Bürgermeister“ immer wieder für mediales Aufsehen. Neue Staatsschützerin Bleiben wir in der Beamten-Szene: Kürzlich übernahm die „Vorzeige-Beamtin“ Mag. Viola Trettenbrein die Leitung des Landesamtes für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung der Landespolizeidirektion Kärnten. Sie war Stellvertreterin von Stephan Tauschitz, der wegen seiner Teilnahme am Ulrichsbergtreffen von seiner Funktion entbunden wurde. Der ehemalige VP-Clubchef Tauschitz musste schließlich auf eine andere Planstelle des Innenministeriums wechseln. Als „Fachexperte“ hat sich sein Gehalt – trotz Versetzung nach seinen Reden auf dem Ulrichsberg – allem Anschein erhöht. Den LVT-Posten in Kärnten hatte er nur wenige Tage ausgeübt. Tauschitz fiel u. a. in seiner Funktion als VP-Politiker bei einer mehrtägigen GDK-UVP-Prüfung als „Wurstsemmelholer“ für adelige Großgrundbesitzer und „Holzbarone“ auf, meinten damals Beobachter dieser öffentlichen Amtstage. Velden: „Gespaltene“ SP Und was macht eigentlich Mag. Gerd Kurath, der ehemalige Leiter des Kärntner Landespressedienstes und Mitarbeiter der Landesregierung? Er wurde kürzlich bei einer außerordentlichen Delegiertenversammlung als Parteivorsitzender der Wörthersee-Gemeinde abgewählt. Ihm folgt Vizebürgermeister Markus Fantur. Mit anderen Worten: Die SP-Ortspartei ist gespalten. Auf Kurath entfielen 31 Prozent der Stimmen, auf Fantur beachtliche 68 Prozent. Damit avancierte Fantur zum neuen Parteivorsitzenden. Laut Kurath sei dieser „demokratische Prozess zur Kenntnis zu nehmen“. Möglicherweise ist Kurath wegen diverser Auftritte als Gemeindevorstand bei einigen Mitgliedern nicht besonders gut angeschrieben. Der Obmann der Dienstellenpersonalvertretung „Verwaltung“ beim Land Kärnten möchte sich jetzt angeblich auf seine Aufgaben als Gemeindevorstand konzentrieren. Fantur will „gemeinsam für die Menschen in Velden arbeiten und für die Bürgermeisterwahl vorbereiten“. Derzeit übt Margit Heissenberger das Amt der Bürgermeisterin aus. Übrigens – Kurath musste sich einmal die Frage gefallen lassen, wie er als Leiter des arbeitsintensiven Landespressedienstes „nebenbei“ eine private PR-Agentur führen könne. „Schneeschaufel-Krimi“: Jetzt Erhebungen gegen Angreiferin Unterkärntner FP-Politikerin und betrogene Ehefrau zeigten sich gegenseitig an. Foto beigestellt Fast jede zweite befragte Person in Österreich verspürt zu bestimmten Anlässen das Bedürfnis, abzunehmen oder besser in Form zu sein. Unter diesen Befragten ist die Sommer- und Badesaison mit 65 Prozent der häufigste Anlass. Darüber hinaus glauben acht von zehn Personen, dass Menschen mit einem idealen Körper gesellschaftliche Vorteile haben. Bei zwei von drei Befragten beeinflusst das eigene Körpergefühl das Selbstbewusstsein. Das zeigt eine aktuelle, repräsentative Umfrage 1 von Thermomix® Österreich gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut TQS. Körperideale wirken in der Sommersaison besonders Kaum eine Jahreszeit macht Körperideale so sichtbar wie der Sommer. Fast die Hälfte der in Österreich lebenden Menschen (48 Prozent) verspürt zu bestimmten Anlässen das Bedürfnis, abzunehmen oder besser in Form zu sein. Unter diesen Befragten nennen 65 Prozent die Sommer- und Badesaison als Anlass, 48 Prozent die Zeit vor oder während eines Sommerurlaubs. Vier von zehn Befragten (40 Prozent) geben zudem an, Situationen zu vermeiden, in denen ihr Körper stärker sichtbar ist, etwa im Schwimmbad oder auf Fotos. Körperideale prägen die Gesellschaft Die aktuelle Studie zeigt zudem, welchen Stellenwert das äußere Erscheinungsbild heute in der Gesellschaft hat. 81 Prozent der Befragten glauben, dass Menschen mit einem idealen Körper gesellschaftliche Vorteile haben, 72 Prozent sind überzeugt, dass das äußere Erscheinungsbild heute wichtiger ist als früher. Diese Wahrnehmung bleibt für viele nicht ohne Folgen: Bei sieben von zehn Befragten beeinflusst das eigene Körpergefühl das Selbstbewusstsein. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) denkt häufig über das eigene Aussehen oder die eigene Figur nach, 45 Prozent vergleichen ihren Körper mit jenen anderer Menschen. Natürlich, sportlich oder „skinny“ 43 Prozent der Befragten haben das Gefühl, einem bestimmten Körperideal entsprechen zu müssen. Am häufigsten wünschen sie sich, natürlich und gesund zu wirken (58 Prozent). Jede zweite Person strebt ein sportliches oder athletisches Erscheinungsbild an. Gleichzeitig möchte fast ein Drittel (31 Prozent) dem Körperideal „skinny“ entsprechen. Bei Frauen liegt dieser Anteil mit 39 Prozent mehr als doppelt so hoch wie bei Männern (18 Prozent). 29 Prozent möchten jünger wirken, neun Prozent streben einen sehr muskulösen Körper an. Nur sieben Prozent orientieren sich an einem konkreten Vorbild wie einem Model, einer bekannten Persönlichkeit oder einem Fitness-Influencer beziehungsweise einer Fitness-Influencerin. Frauen und junge häufiger betroffen Frauen sind deutlich häufiger von den Auswirkungen gesellschaftlicher Körperideale betroffen als Männer. 58 Prozent verspüren zu bestimmten Anlässen das Bedürfnis, abzunehmen oder besser in Form zu sein. Bei Männern trifft das auf 38 Prozent zu. Mehr als jede zweite Frau (54 Prozent) hat zudem das Gefühl, einem bestimmten Körperideal entsprechen zu müssen. Bei Männern sind es 31 Prozent. Die Unterschiede zeigen sich auch im Alltag: 53 Prozent der Frauen vergleichen ihren Körper mit jenen anderer Menschen, bei Männern sind es 37 Prozent. Bei 78 Prozent der Frauen beeinflusst das eigene Körpergefühl das Selbstbewusstsein, bei Männern trifft das auf 62 Prozent zu. Mehr als jede zweite Frau gibt an, Situationen zu vermeiden, in denen ihr Körper stärker sichtbar ist. Unter Männern sind es 28 Prozent. Noch stärker zeigt sich dieser Zusammenhang bei jungen Menschen. 70 Prozent der 16- bis 29-Jährigen haben das Gefühl, einem bestimmten Körperideal entsprechen zu müssen. 68 Prozent vergleichen ihren Körper mit jenen anderer Menschen. Bei 85 Prozent dieser Altersgruppe beeinflusst das Körpergefühl das Selbstbewusstsein, 74 Prozent denken häufig über ihr Aussehen oder ihre Figur nach. Die Ergebnisse zeigen damit, dass junge Menschen gesellschaftliche Körperideale besonders stark wahrnehmen und diese ihr eigenes Körpergefühl häufiger beeinflussen als bei älteren Altersgruppen. „Wenn ein idealer Körper von so vielen Menschen mit gesellschaftlichen Vorteilen verbunden wird, braucht es mehr Bewusstsein für unrealistische Erwartungen und ihre Folgen. Entscheidend ist, Vergleiche zu hinterfragen, unterschiedliche Körperbilder sichtbar zu machen und einen Umgang mit Ernährung zu fördern, der nicht auf Selbstoptimierung, sondern auf Gesundheit und Wohlbefinden ausgerichtet ist“, sagt Julia Menzl, Vorwerk Österreich. Fast jede zweite Person möchte zu bestimmten Anlässen abnehmen Acht von zehn Personen glauben, dass Menschen mit einem idealen Körper gesellschaftliche Vorteile und mehr Selbstbewusstsein haben. © beigestellt/pexels-olly

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