Das Kärnten - E-Book

das 12 KÄRNTEN AKTUELL Ein Tunnel - Drei Städte Graz, Klagenfurt und Villach. Drei Städte, die jetzt mit der Koralmbahn verbunden sind und da bietet sich natürlich ein Vergleich an. Natürlich nicht statistisch, sondern sollte das politische, soziale und wirtschaftliche Klima der drei größenmäßig unterschiedlichen Städte einer genaueren Betrachtung unterzogen werden. Zwei links, eins rechts, dabei handelt es sich nicht um ein neues Strickmuster, sondern um die politische Ausrichtung der Bürgermeister. Eine Dreier- und eine Zweier-Koalition sowie ein freies Spiel der Kräfte regieren die jeweiligen Kommunen. Warum funktionieren zwei Städte auch unter schwierigen politischen Bedingungen und eine ist mittlerweile zur Lachnummer über Kärnten hinaus geworden? In Graz, der zweitgrößten Stadt Österreichs, regiert eine Kommunistin. Ein mehr als rotes Tuch für viele Journalistinnen und Journalisten, die schon mehrfach ein Scheitern der Dreier-Koalition zwischen KPÖ, Grünen und SPÖ prophezeiten. Elke Kahr verzichtet auf den Großteil ihres Gehaltes, um sozial schwachen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt zusätzlich zu allen Sozialsystemen, unter die Arme zu greifen. Sie hat den Besuch des niederländischen Königs mit Bravour gemeistert. Und im Zuge der Bewältigung des Terroranschlags auf eine Schule in ihrer Stadt war sie emphatisch, nicht anbiedernd, sondern sehr einfühlsam mit den Opferfamilien umgegangen. Kein populistisches Kapital schlagend, sondern Hilfe gebend, wo Hilfe angebracht war. In Villach agiert ein sozialdemokratischer Bürgermeister in einer Zweier-Koalition mit SPÖÖVP und führt die wirtschaftliche Entwicklung seiner Kommune hervorragend im Sinne seiner Vorgänger weiter. Auch hier hat es einen Terrorakt gegeben und auch hier wurde nicht auf kurzfristigen populistischen Erfolg geschielt, sondern mit großer Empathie das entstandene Traumata in der Stadt und besonders in der Opferfamilie begegnet. Und Klagenfurt? Jetzt könnte man sagen, dass es hier keinen terroristischen Anschlag gegeben hat, kein Traumata die Stadt bedrückt und eigentlich alles super laufen müsste. Warum nur lacht dann ganz Österreich über die Kärntner Landeshauptstadt? Warum taumelt man von einer Krise in die andere? Warum hat der Staatsanwalt so oft im Rathaus zu tun? Warum muss die Gemeindeaufsicht so oft mit Gutachten den Bürgermeister in die Schranken weisen? In Klagenfurt regiert ein rechter Bürgermeister, der seine ursprüngliche Partei verlassen hat und mit einer Kunstpartei sein Schäfchen ins Trockene gebracht hat. Mittlerweile hat er sogar diese Partei verlassen müssen und ist jetzt in einer noch künstlicheren Partei gelandet. Er hat es nicht geschafft, eine Koalition zu schmieden, weil niemand mit seinem Vizebürgermeister – und er ohne diesen – sowieso nichts auf die Beine stellen kann. Das Dilemma von Klagenfurt ist natürlich nicht der Bürgermeister allein. Es ist auch sein Umfeld. Es sind hier Leute am Werken, die anscheinend ihr eigenes Wohl über das Wohl der Stadt und seine Bewohner stellen. Es muss ja nicht der menschlich großartige Verzicht auf den Großteil des Gehaltes sein, um Menschen in Not zu helfen. Es ist natürlich auch nicht leicht, ohne die ökonomische Potenz von Villach, die vielen notwendigen Sanierungsmaßnahmen zu bewältigen. Die stammen natürlich auch von Versäumnissen von Vorgängern der vergangenen Jahrzehnte. Aber dazu braucht es einen Bürgermeister, der ein Klima der Zusammenarbeit schaffen kann. Es braucht Seriosität, Ernsthaftigkeit und Empathie! Entscheiden wird dies – der Wähler bzw. die Wählerin – im kommenden Jahr. Klagenfurt mit Zukunft oder Klagenfurt als Stadt der verpassten Chancen! G. Nischelwitzer, MBA, war Journalist beim Volkswillen und der APA. Zudem arbeitete er als Pressesprecher bei Peter Ambrozy und war von 2011 bis 2023 Obmann der Zentralpersonalvertretung beim Amt der Kärntner Landesregierung. Genau betrachtet Von Gernot Nischelwitzer Der Verkehrs-Club (VCÖ) nimmt nun heimische Autofahrer ins Visier Ob Tempo 100 auf Autobahnen bzw. Ende der Co2-Strafsteuer: Zwei Diskurse kreuzen die Klingen zu ersehnten Spritpreis-Reduktionen. Kaum sind die Treibstoffpreise aufgrund des Irankrieges an den Tankstellen in die Höhe geschnellt, melden sich die VerkehrsBehinderer und -Verhinderer lautstark zu Wort. So fordert der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) einmal mehr ein generelles Tempolimit von 100 statt derzeit 130 auf den heimischen Autobahnen und 80 statt 100 km/h auf den Bundesstraßen. Das würde nicht nur Sprit sparen, sondern auch die Emissionen stark verringern und die Lärmbelastung reduzieren, heißt es. Senkung des Spritverbrauches Mit einem spritsparenden Fahrstil könne der Verbrauch um 15 bis 20 Prozent reduziert werden, wird die Erzählung des VCÖ verbreitet. Tempo 110 statt 130 auf der Autobahn würde den Verbrauch im Schnitt um 16 Prozent, Tempo 100 statt 130 sogar um 23 Prozent reduzieren. Abgesehen davon, dass selbst der ÖAMTC diese Rechnung anzweifelt, steht es wohl jedem Autofahrer zu, selbst zu entscheiden wie viel Sprit er sich leisten kann und verbrauchen will. Das nennt man freie Marktwirtschaft. Ebenso ist es auf der anderen Seite erlaubt, wenn auch für die anderen Verkehrsteilnehmer ärgerlich, dass man als grünbewegter Innenstadt-Bobo im Schneckentempo herumfährt, solange man die Mindestgeschwindigkeit nicht unterschreitet. Trotzdem sind wieder einmal Zwangsmaßnahmen das Erste, was Weltverbesserern einfällt. Ein Tempolimit gibt es bereits jetzt. Sehr viele Autofahrer halten sich jedoch nicht daran. Das sieht jeder, der selbst auf den Straßen unterwegs ist. Warum also sollten sich bei einer verkehrsbehindernden Maßnahme, wie Tempo 100 auf Autobahnen, plötzlich alle an das neue Limit halten, wenn sie es davor selbst bei 130 nicht gemacht haben? Lösung: Autofreier Tag? Andere träumen gar von einem zwangsverordneten, autofreien Tag in der Woche, wie es ihn während der Ölkrise in den 70er-Jahren gegeben hat. Zur Erinnerung: 1974 verordnete die Kreisky-Regierung einen autofreien Tag. Die Österreicher mussten ein „Wochentag-Pickerl“ auf die Windschutzscheibe ihres Autos kleben und damit ihren individuellen autofreien Tag bestimmen. Das galt damals als innovative, österreichische Lösung und fand durchaus Akzeptanz in der Bevölkerung. Über die tatsächliche Sinnhaftigkeit gingen die Meinungen schon damals auseinander. Nach nur fünf Wochen landete diese Maßnahme daher auch wieder in der Mottenkiste. Man hatte festgestellt, dass sich die Leute zwar an den autofreien Tag gehalten haben, ihr Gefährt aber dafür an den anderen Tagen verstärkt genutzt haben. „Würdiger Nachfolger“ Trotzdem lässt man im Tempel des akademisch geplanten Verkehrskollapses – der TU Wien – nicht davon ab, Geschwindigkeitsbeschränkungen zu fordern. In dieser Causa hat man dort mit Günter Emberger einen würdigen Nachfolger des pensionierten Stau- und Autoverkehrsverhinderungsexperten Hermann Knoflacher gefunden. Und der sagt, dass dieses Konzept nicht nur Geld sparen, sondern auch weniger Lärm, weniger Feinstaub durch Reifen- und Bremsabrieb und weniger Abgase verursachen würde. Und vor allem würde auch die Zahl und die Schwere von Verkehrsunfällen deutlich sinken sowie der öffentliche Verkehr beschleunigt. Das mag ja stimmen, nur wo ist die Grenze? Bei Tempo 60 gibt es noch weniger Unfälle, bei Tempo 30 noch weniger und wenn wir gar nicht mehr mit dem Auto fahren, gibt es überhaupt keine Unfälle mehr. Nebenbei wäre aber dann auch unsere Wirtschaft zusammengebrochen und die Gesellschaft kollabiert. Mangelndes Verständnis Es hat für ein generelles Tempolimit von 100 km/h auf den Autobahnen, über das immer dann heiß diskutiert wird, wenn es kriselt, noch nie eine Mehrheit gegeben. Sogar im ehemals grün-geführten Verkehrsministerium, das jetzt in roter Hand ist, sieht man keine Notwendigkeit für „verordnete Temporeduktion und/oder Fahrverbote“. Alternative Auswahl Ja, und das ist auch gut so. Denn es gibt durchaus brauchbare Alternativen zum TU-Modell. Etwa die Abschaffung der CO2-Strafsteuer bei gleichzeitiger Halbierung der Mineralölsteuer. Das Ergebnis wäre: Diesel bei 1,52 Euro und der Liter Super bei 1,32 Euro. Zudem hätte die CO2 -Steuer niemals eingeführt werden dürfen. Geht es darum, die Bevölkerung zu schützen und die Autofahrer zu entlasten, gibt es plötzlich viele Gründe, warum etwas nicht geht. Jetzt schickt die Regierung sogar Experten aus, die mit autofreien Tagen daherkommen. Neben den von ÖAMTC und ARBÖ empfohlenen Tempolimit auf Autobahnen sollen Autofahrer um Sprit zu sparen den höchstmöglichen Gang verwenden, den Tempomat ausschalten und Rollphasen nützen. Ebenfalls zu empfehlen: Kurzstrecken vermeiden, den Reifendruck kontrollieren (geringer Druck erhöht Verbrauch), Spritfresser (Gepäcksträger) vermeiden und den Kofferraum entrümpeln. H. K. GLOSSE Es ist zum Schießen ... Und wieder zum Dauerthema „Kriegslärm“ bei den Treimischer Teichen im Naherholungsgebiet in Viktring: Wer eine Hundehütte um einige Zentimeter höher baut, als erlaubt, erhält Besuch von der Baupolizei. Auf der nicht mehr zeitgemäßen Schießanlage, die wegen des zuvor geplanten Kinder/Schulheimes Josefinum gar nicht als solche gewidmet hätte werden dürfen, wird weiter mit Großkaliber und Dauerfeuer geschossen! Wahre Sportschützen verwenden Kleinkaliber und keine Elefantentöter. Warum dürfen Kritiken der Volksanwaltschaft ignoriert werden? Warum gibt es keinen echten Lärmschutz? Warum darf zwischen einem Naturschutz- und Wasserschutzgebiet geballert werden? Was passiert mit giftigen Munitionsresten, die im Waldboden versickern? Warum stören Schusssalven Therapien mit Jugendlichen? Warum pfeift man auf ein Gutachten eines Experten, das auf krank machenden Lärm verweist? Warum wird die „Anlage“ nicht geschlossen, schließlich sind die (auch zugereisten) Freiluft-Hobby-Schützen bei Höchstgerichten abgeblitzt? Warum hat die Vereinsleitung ein großzügiges Angebot der Stadt für eine moderne und schallsichere Anlage um 720.000 Euro auf einem anderen Platz abgelehnt? Wie reagieren Waldtiere auf das Knallen? Wer schützt die Schützen? Fragen über Fragen – und die Vereinsleitung kritisiert die „ach so bösen“ Nachbarn (auch jene, die nachweislich vor Errichtung der „Lärmkiste“ dort gewohnt haben), weil sie den nervenden Höllenkrach nicht dankbar hinnehmen. Wanderer und Naturfreunde schütteln den Kopf über den „Kugel-Wald“ und fragen sich, warum manche Schützen keinen Abenteuerurlaub in der Ukraine buchen. Es ist zum Schießen!!! -dg PROSPEKTE - ZEITUNGEN - BÜCHER - EINLADUNGEN FOLDER - VISITENKARTEN - BRIEFE - KUVERTS EINTRITTSKARTEN - PLAKATE - BLÖCKE - KLEBER TRANSPARENTE - ROLL-UPS - AUTOBESCHRIFTUNGEN TASSEN - PLÄNE BIS A0 - TEXTILDRUCKE - u.v.a.m. Ihr persönliches Handtuch, usw. Jacken, Pullis, Shirts, ... ÖFFNUNGSZEITEN: MO. bis FR. 08.30 bis 17.00 UHR SEIT ÜBER 20 JAHREN – EINE FAMILIE EIN BETRIEB WIR SIND IHR PARTNER FÜR

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