In San Giorgio di Nogaro (Udine) fanden kürzlich die traditionellen Rudermeisterschaften des italienischen Ruderverbandes FIC (Federazione Italiana Canottaggio) für die Region Friaul-Julisch Venetien und Triest statt. Austragungsort war der „Campo Sportivo“ im Kanal zwischen den Lagunen von Grado und Marano. Traditionell war auch eine Delegation aus Kärnten vertreten. Der Ruderverein Albatros 1880 präsentierte sich dabei in hervorragender Form und erzielte mit insgesamt 13 Medaillen aus 18 Rennen ein beeindruckendes Ergebnis. Das Team rund um Trainer Oliver Zwick war in nahezu allen Altersklassen vertreten. Ein besonderes Highlight aus Sicht des Vereins war die Teilnahme von gleich drei Junioren-B-Einern im großen Finale. Ein Erfolg, den es in der Vereinsgeschichte des RV Albatros in San Giorgio bisher noch nicht gegeben hat. Die Athleten belegten die Plätze vier, fünf und sechs. Trainer Oliver Zwick zeigte sich nach den Wettkämpfen zufrieden mit den Leistungen seines Teams. Die Fußball-Weltmeisterschaft in Übersee ist derzeit in aller Munde – es gibt aber auch Sportler, die mit viel Geschick, Akrobatik, Taktik und ausgefeilter Technik eine ganze Mannschaft bewegen – Kärntens Tischfußballer! Der 2018 gegründete Tischfußball-Club Villach (TCV) kann mit seinen flinken „Dreh-Artisten“ und Obmann Benjamin Wiltschnig auf zahlreiche Siege verweisen. Mittlerweile zählt der Verein mehr als 45 Mitglieder aller Altersklassen. Obmann Wiltschnig: „Wir suchen sportbegeisterte und talentierte Spieler aus ganz Kärnten! Und natürlich weitere Fans ...“ Beim Training treffen sich jeden Dienstag Spieler aus dem gesamten Bundesland, um gemeinsam an Taktik und Spielgefühl zu arbeiten. Auch „Kicker“ aus Slowenien sind öfters dabei. Der TCV organisiert Termine auf hochwertigen Tischen, etwa Landesmeisterschaften und die Austria Tour. Vor der Jahrtausendwende galt Kärnten als Tischfußball-Hochburg mit neun Vereinen, heute ist nur der Draustädter Club übriggeblieben. Obmann Wiltschnig: „Während in Restösterreich unsere Sportart längst etabliert ist, fehlt in Kärnten noch eine entsprechende Verankerung.“ Dabei entpuppt sich Tischfußball nicht nur als schnelles Reaktionsspiel: Hand-Auge-Koordination, Präzision, Nervenstärke, Timing und Reaktionsvermögen zählen ebenso zu entscheidenden Fähigkeiten wie Kreativität und Taktik. Ein Match kann also je nach Spielverlauf nur wenige Minuten dauern oder sich über eine Stunde hinziehen. Die Leistungen vom TCV Villach können sich dabei sehen lassen. Er erreichte bei der Champions-League in Genua das Achtelfinale, im Seniorenbereich erkämpfte man einen Staatsmeistertitel und eine WM-Medaille. Obmann Benjamin Wiltschnig: „Wir fördern den Nachwuchs. Auch Integration ist für uns wichtig. Wir bieten deshalb ein offenes Umfeld für Menschen unterschiedlicher Herkunft.“ Kontaktaufnahme für künftige „Kurbler“ mit flinken Handbewegungen: +436805019691 oder unter info@tischfussball-villach.at Weitere Infos: www.tischfussball-villach.at Bleibt vom sagenhaften „Goldrausch“ nur ein zartes Lüfterl übrig? Wie mehrere Medien ausführlich berichteten, gab es bei der Firma TGI AG von AustriaKlagenfurt-Sponsor Helmut Kaltenegger in Liechtenstein eine Hausdurchsuchung. Bei der Razzia ging es um den Verdacht des schweren gewerbsmäßigen Betrugs, der Geldwäsche sowie möglicher Verstöße gegen das Bankengesetz. Der Austria-Mäzen weist alle Vorwürfe zurück, es gilt die Unschuldsvermutung. Nach dem Abstieg aus der Bundesliga und der Insolvenz steht man beim künftigen Regionalliga-Verein hinter Hauptsponsor und Neo-Präsident Kaltenegger. Der Goldhändler aus Vaduz versprach weitere Geldgeber für die Kärntner Kicker an Bord zu holen. Namen sind allerdings noch nicht bekannt … Bereits seit 2024 wurden Strafanzeigen der Finanzmarktaufsicht gegen die TGI (Trust Gold International) eingebracht. Die TGI zeige sich, was die Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden und eine mögliche Aufklärung betreffe, „voll kooperativ“, so ein TGI-Anwalt. Die TGI AG bietet laut ihrer Homepage die Möglichkeit Feingoldbarren zu kaufen und einen monatlichen Rabatt auf den Kaufpreis zu bekommen. Was die strafrechtlichen Vorwürfe betrifft zeigt man sich seitens der TGI zuversichtlich, dass „nichts herauskommen werde“. Bei der Austria Klagenfurt herrscht ebenso Zuversicht. Funktionär Matthias Dollinger: „Wir wollen den gemeinsamen Weg weitergehen. Herr Kaltenegger hat alles eingehalten, was er bisher zugesagt hat.“ Noch vor kurzer Zeit waren bei der Austria Klagenfurt andere finanzstarke Hauptsponsoren im Gespräch, denen man allerdings die kalte Schulter gezeigt hat. „Sein Leben glänzte wie Gold – jetzt ziehen dunke Wolken über das umstrittene Geschäftsmodell von Helmut Kaltenegger auf“, schrieb etwa die Kronenzeitung. Laut Finanzmarktaufsicht liege für Österreich keine Genehmigung für diese EdelmetallDeals vor, in Vaduz kam es zur Hausdurchsuchung. Aber Helmut Kaltenegger betont: „Wir werden alles lückenlos aufklären und auf den Tisch legen.“ Wer sind das schillernde Wiener Unternehmerpaar Helmut Kaltenegger (60) und seine Frau Katarina (39)? Das Paar ist durch die Reality-Doku-Soap „Die Kalteneggers – Eine Familie wie im Goldrausch“ etwa auf Joyn und Puls 4 bekannt. Bei dieser von Kritikern nicht gerade gelobten SelbstdarstellungsTV-Schlüsselloch-Reihe inszenieren sich die Kalteneggers zwischen Goldhandel, MegaPartys, dem Kauf von Luxusgütern und dem „ganz normalen Familienalltag“ (ganz nach Drehbuch samt glamourösen „Voyeur-Anstrich“). Für viele TV-Konsumenten sind diese „gestellten“ Sendungen oft „nur mehr peinlich“ oder erinnern an Lugner-Auftritte. „Hände weg!“ Gegen Kalteneggers Unternehmen gab es auch Vorwürfe, dass Anleger geschädigt worden sind, was jedoch mit Freisprüchen bei Gericht oder Einstellungen der Verfahren endete. Es konnte kein strafrechtlich relevanter Betrug nachgewiesen werden. Nach der Hausdurchsuchung sind die Erhebungen der Behörden noch nicht abgeschlossen. Auch mit der Bafin (deutsche Finanzaufsicht) „sei man im Gespräch“, tönt es aus Kalteneggers Firmenkonstrukt. Wie man dem „Kärntner Monat“ entnehmen kann, stufte die Stiftung Warentest in Sachen Goldrabatte das TGIAngebot als „nicht empfehlenswert“ ein und die Arbeiterkammer Wien rät: „Hände weg!“ das KÄRNTEN SPORT 15 Austria Klagenfurt: Hauptsponsor im Visier der Strafverfolgungsbehörden Razzia bei Goldhandelsfirma von Neo-Präsident Helmut Kaltenegger. Der schillernde Wiener Unternehmer weist alle Vorwürfe strikt zurück. Ungewöhnliches Fußball-Fieber Ganze Mannschaft an der Hand Mit Leidenschaft und Teamgeist: Villacher Tischfußball-Club erfolgreich. Der Club sucht Talente aus ganz Kärnten. Nachwuchs wird gefördert. Kärntner Ruderer holten 13 Medaillen RV Albatros bei traditionsreicher Regatta in San Giorgio di Nogaro erfolgreich. Wie bei den großen Kickern – durch gezielte Pässe „fliegt“ der Ball ins „Loch“. Egal ob „Pinshot“ mit dem „Pull Push Kick“. Auf dem Foto – aktive Mitglieder des Tischfußball-Clubs ... Fotos: TC Theodor Jan Eberhart gewann Gold im U15 Einer Fotos beigestellt 28 Jahre gewartet – und jetzt sind wir wieder dabei ... Ganz ehrlich: Viele junge Fußballfans in Österreich haben überhaupt noch nie erlebt, dass Österreich bei einer Weltmeisterschaft dabei ist. 28 Jahre sind seit der WM 1998 in Frankreich vergangen. Eine ganze Fußballgeneration. Deshalb ist für mich die größte Geschichte dieser Weltmeisterschaft gar nicht, wer Favorit ist oder wer am Ende den Titel holt. Die größte Geschichte ist, dass Österreich endlich wieder auf dieser Bühne vertreten ist. Eine Weltmeisterschaft ist das Größte, was der Fußball zu bieten hat. Dort willst du als Spieler hin, dort willst du dich mit den Besten messen. Deshalb freut es mich besonders für diese Mannschaft, die sich die Teilnahme verdient hat. Trotzdem darf man auch kritisch sein. Früher war eine WM etwas Exklusives. Heute fahren 48 Teams zum Turnier. Natürlich freue ich mich für Nationen, die erstmals dabei sind. Für diese Länder ist das ein historischer Moment. Aber ich frage mich schon, ob eine Weltmeisterschaft wirklich so viele Teilnehmer braucht. Früher war fast jedes Spiel ein Highlight. Heute sind Mannschaften dabei, die vor wenigen Jahren noch nicht einmal von einer Teilnahme geträumt hätten. Das macht die WM größer, aber nicht automatisch besser. Auf der anderen Seite gehören genau diese Außenseitergeschichten zum Fußball dazu. Wenn ein kleines Land plötzlich einen Favoriten ärgert, entstehen jene Momente, über die man noch Jahre später spricht. Spannend wird auch sein, wie sich die WM in den USA, Kanada und Mexiko präsentiert. Die Stadien werden voll sein und das Event riesig. Aber Fußball lebt auch von Tradition, Atmosphäre und Emotionen. Da bin ich gespannt, ob dieses besondere WM-Gefühl aufkommt. Und Österreich? Wir müssen uns nicht verstecken. Diese Mannschaft hat Qualität, Charakter und einen Trainer mit klaren Vorstellungen. Natürlich zählen wir nicht zu den Favoriten, aber wir fahren auch nicht als Touristen hin. Wenn der Start gelingt, ist einiges möglich. Das Achtelfinale sollte jedenfalls das Ziel sein. Mein Favorit bleibt Spanien. Technisch stark, taktisch hervorragend und seit Jahren konstant auf höchstem Niveau. Am Ende überwiegt für mich aber die Freude. Man kann über das Format diskutieren, über die Teilnehmerzahl oder die Gastgeber. Aber wenn Österreich bei einer Weltmeisterschaft dabei ist, schaut das ganze Land hin. Und genau darauf haben wir 28 Jahre lang gewartet ... von Toni Polster Klartext © Ulrik Hölzel - photography & design Helmut Kaltenegger hat derzeit nicht viel zu lachen. Gegen ihn wurden schwere Vorwürfe erhoben. Die Austria Klagenfurt bangt um ihre Zukunft und hofft dass Karajca 2.0 nicht eintritt © Christian Berger
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