das 6 KÄRNTEN AKTUELL Immer mehr Junge wohnungslos Immer mehr junge Menschen sind auch in Österreich von Wohnungs- und Obdachlosigkeit betroffen. Eine neue Studie aus Innsbruck zeigt, von rund 1.400 wohnungslosen Menschen sind fast 40 Prozent zwischen 18 und 29 Jahre alt, wie Ö3 berichtet. Viele der Betroffenen haben demnach zwar Arbeit, können sich aber keine Wohnung leisten. „Viele würden in prekären Wohnverhältnissen landen, oft unter großem Druck oder tatsächlich auf der Straße,“ erklärte Innsbrucks Vizebürgermeister Georg Willi. Dürre: Viele Notschlachtungen Futtermangel, viele Notschlachtungen und Preisrückgänge bei Schlachtkühen – auch die Rinderbauern leiden an den Folgen der Trockenheit. Die trockenbedingte Futterknappheit veranlasst viele Bauern, einen Teil ihrer Kühe frühzeitig zu verkaufen. Die Schlacht- und Zerlegebetriebe geraten an ihre Kapazitätsgrenzen, heißt es von der ARGE Rind. Die Dachorganisation von acht Rindererzeugergemeinschaften appelliert an Schlachthöfe und Viehhändler, Lebendimporte von Schlachtrindern vorübergehend auszusetzen. Zudem gab es wegen der großen Mengen zuletzt einen Preisrückgang für Schlachtvieh um 25 Prozent. Smartphone ist neue Geldbörse Immer mehr Österreicherinnen und Österreicher nutzen das Smartphone als Geldbörse, vor allem Jüngere: 73 Prozent der 18- bis 29-Jährigen zahlen mit ihrem Handy. Bei den über 30-Jährigen ist es immerhin noch die Hälfte. Das zeigt eine Erhebung des Zahlungsdienstleisters Nexi. Hauptgrund ist demnach, dass das Bezahlen mit Handy als komfortabel und schnell angesehen wird. Für die Studie sind fast 28.000 Menschen in 34 europäischen Ländern befragt worden. Geschäft mit dem Schlaf boomt Fast jede und jeder Dritte leidet unter Schlafproblemen. Damit wächst auch die Nachfrage nach Schlafhilfen. Weltweit sind dafür 2025 86 Milliarden ausgegeben worden. Davon profitiert auch das österreichische Unternehmen Schlafteq, das ergonomische Matratzen anbietet, sagt Geschäftsführer Elias Merl. Auch rezeptfreie Schlaf- und Beruhigungsmittel boomen. Seit 2020 ist der Umsatz in heimischen Apotheken um rund 50 Prozent auf 42 Millionen Euro gestiegen. Flüge immer öfter verspätet Flugverspätungen werden immer häufiger. Bei der Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte sind 2026 bereits 5.000 Anträge eingelangt, bei denen es um Entschädigungszahlungen wegen Flugverspätungen geht. Das sind doppelt so viele Anträge wie im Vergleichszeitraum 2025. Damit man die Entschädigung bekommt, muss man sich zunächst an die Fluglinie wenden und den Anspruch stellen. Sollte die Fluglinie nicht zahlen, kann man sich an die Agentur für Passagierrechte wenden. Mehr Flüssiggas aus Russland Trotz der Bemühungen um ein Ende der Abhängigkeit von Moskaus Energielieferungen importiert die EU wieder mehr Flüssiggas (LNG) aus Russland. Die EU-Staaten hätten im Juni 2026 14 Prozent mehr LNG aus Russland importiert als im Juni 2025, so die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf Daten des Forschungszentrums Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA). Die Einnahmen Russlands aus dem LNG-Verkauf stiegen auf 60 Mio. Euro pro Tag. Die EU will bis Ende 2027 eigentlich kein LNG mehr aus Russland importieren. Der Iran-Krieg hat die Lage am internationalen Gasmarkt allerdings verschärft. Bargeldloses Zahlen: Betrug In Österreich gibt es immer mehr Betrugsfälle beim bargeldlosen Zahlen. Nach Angaben der Nationalbank ist der Schaden im Vorjahr auf über 115 Mio. Euro gestiegen, ein Plus von fast 18 Prozent. Hauptgrund für den Anstieg sind Überweisungen, berichtet Ö3. Werden Zahlungen selbst freigegeben, haften die Betroffenen grundsätzlich für den Schaden. Die Nationalbank empfiehlt, keine Daten preiszugeben und jede Transaktion genau zu prüfen. E-Scooter: Hanke für Verschärfung Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) denkt bei den seit Mai 2026 geltenden strengeren Regeln für E-Scooter bereits über Verschärfungen nach. Ein Beispiel dafür wäre, die Helmpflicht bei E-Scootern von 16 Jahren bis zur Volljährigkeit auszudehnen, denn leider gebe es nach wie vor viele und teilweise schwere Unfälle mit E-Scootern, betonte ein Sprecher von Minister Hanke. Der Minister wolle im Frühjahr 2027, wenn die Regeln ein Jahr in Kraft sind, Bilanz ziehen und – sofern sich die Unfallstatistiken nicht gebessert haben – über mögliche Verschärfungen diskutieren, hieß es weiter. KI generiert KI generiert KI generiert © Parlamentsdirektion/ThomasTopf Kroatien stellt Mautsystem um Kroatien-Urlauber können sich auf ein neues Mautsystem auf den Autobahnen einstellen. Das Einwerfen von Bargeld an den kroatischen Mautstationen ist bald vorbei, stattdessen wird das Kennzeichen auf der Autobahn mittels Kamera digital erfasst. Die Autofahrer werden dann aufgefordert, sich auf einem Online-Portal zu registrieren und dort Bezahldaten einzugeben. Auch eine Vorab-Registrierung vor dem Urlaub ist möglich. Das neue System soll lange Staus verhindern und im März 2027 starten. ÖBB: Mehr Alkoholverbote? Für die drei Wiener Bahnhöfe Praterstern, Floridsdorf und seit Mai dieses Jahres Westbahnhof gilt bereits ein Alkoholverbot. Wie ORF-Wien berichtet, prüfen die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) nun die Ausweitung auf weitere Bahnhöfe. Genannt wurden unter anderem der Hauptbahnhof, der Bahnhof Meidling, Matzleinsdorfer Platz, Wien Mitte und Hütteldorf. Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) meinte, es sei der richtige Augenblick, „um darüber nachzudenken, ob nicht allgemein für Großbahnhöfe eine Verpflichtung, auf Alkoholkonsum zu verzichten, gut wäre.“ „Tschick“-Verbot am Spielplatz Das Wegwerfen von Zigarettenstummeln sowie verwandten Produkten und Erzeugnissen auf Kinderspielplätzen ist ab sofort österreichweit verboten. Bei Missachtung der Bestimmungen drohen Verwaltungsstrafen in der Höhe von 500 Euro, in Wiederholungsfällen bis zu 2.000 Euro. Staatssekretärin Königsberger-Ludwig (SPÖ) wies vor dem Nationalratsbeschluss darauf hin, dass Nikotinvergiftungen stark im Zunehmen seien, 58 Prozent der Fälle würden unter Vierjährige betreffen. Gentherapie gegen Cholesterin? Für Menschen mit familiärer Hypercholesterinämie und einem extrem erhöhten Risiko für atherosklerosebedingte Herz-Kreislauf-Erkrankungen könnte eine neue Form von Gentherapie entwickelt werden. In den USA wurde jetzt erstmals eine Studie der frühen Phase durchgeführt, die erste Erfolge zeigte. Bei der Therapie werden Gene in den Leberzellen gezielt per Gen-Schere verändert, die das für den LDL-Blutspiegel entscheidende Enzym bilden. Bei hoher Dosis wurde der LDL-Spiegel gesenkt, auch über einen längeren Zeitraum. Bis zur endgültigen Zulassung dürfte es laut Forschern aber noch Jahre dauern. Wenige Erwachsenenvertreter Rund 75.800 Menschen in Österreich haben eine Erwachsenenvertretung, 35.000 davon gerichtlich bestellt. Die Zahl der Betreuenden geht aber stetig zurück: Laut dem VertretungsNetz reduzierte sich die Zahl seit 2018 von rund 52.710 auf 35.000. Eine Folge sind immer mehr Beschwerden: Die Klienten würden oft nicht mehr persönlich von den Anwälten oder Notaren kontaktiert. Zudem gibt es große regionale Unterschiede: In Salzburg kommen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner nur 263 Erwachsenenvertretungen, in Kärnten und der Steiermark dagegen 466 bzw. 432. Wien liegt mit 410 Erwachsenenvertretern pro 100.000 Einwohner im Mittelfeld. 32 Prozent erhalten Nachhilfe Der Bedarf an privater Nachhilfe ist weiterhin hoch: Laut dem aktuellen AK-Nachhilfebarometer erhalten 338.000 Kinder und Jugendliche Nachhilfe. Das sind 32 Prozent aller Schülerinnen und Schüler und damit ein Prozentpunkt mehr als im vergangenen Jahr. Insgesamt werden dafür 144 Mio. Euro oder im Schnitt 720 Euro pro Kind und Jahr ausgegeben. Auffällig ist, dass immer öfter Nachhilfe schon in der Volksschule gebraucht wird und dass 68 Prozent der Eltern nach eigenen Angaben zusätzlich mit ihren Kindern lernen. Die AK fordert den Ausbau ganztägiger Bildungsangebote und eine spürbare Entlastung der Eltern. Arbeitskosten: Ö im EU-Spitzenfeld Österreich liegt bei den Arbeitskosten im EU-Vergleich im Spitzenfeld. 46,30 pro Stunde bedeuten den fünften Platz in der EU, ergab eine Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung. Der Durchschnitt der Arbeitskosten in der EU betrug demnach 34,70 Euro. Die Spanne reicht von Luxemburg (56,2 Euro) bis Bulgarien (11,80 Euro). Die heimische Regierung will deswegen die Lohnnebenkosten senken. Experten erwarten dadurch aber nur eine kleine Veränderung bei den Arbeitskosten. EZB warnt vor Bargeld-Verdrängung Einzelhandel, Restaurants, Hotels: 92 Prozent aller Unternehmen im Euroraum akzeptieren Bargeld. Allerdings gibt es einen Trend zu bargeldlosen Bezahlmethoden, wie eine Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) ergab – und das sieht die Notenbank nicht nur positiv. „Es sei entscheidend, dafür zu sorgen, dass die zunehmende Automatisierung des Zahlungsverkehrs Bargeld als praktikable Zahlungsoption nicht unbeabsichtigt behindert oder untergräbt“, mahnt die EZB. Vor allem SB-Kassen würden dazu beitragen, dass die Zahl der Kassen, an denen Münzen und Scheine akzeptiert werden, zurückgeht. Kommunikation ist wichtig – aber nicht so ... Eines der übelsten Begriffe aus der Zeit von Kurz und Strache war „Message Control“! Dahinter versteckte sich nichts anderes als die totale Kontrolle der damaligen Bundesregierung über die Inhalte, welche der österreichischen Bevölkerung kommuniziert wurden. Viel wichtiger aber war mit dieser kontrollierten Form der Kommunikation, was nicht mitgeteilt wurde. Und der Boulevard wurde mit bestimmten Dosen von Skandälchen gefüttert, damit niemand auf die wirklichen Skandale von Korruption und anderen Schweinereien in der Politik hingesehen hat. Einen ähnlichen Overkill an Scheinwelt hat es ja in Kärnten vor der Landtagswahl 2013 auch gegeben. Wir erinnern uns an die vielen Plakate einer einzigen Partei im damaligen Wahlkampf. Zum Glück war es damals einfach zu viel, sodass die Wählerinnen und Wähler bei der Wahlurne diese Form der inhaltsleeren Politik abgestraft haben. Leider scheint nach dem Abgang des langjährigen Landeshauptmanns Peter Kaiser die Lehren dieser damaligen Abstrafung durch die Kärntner Bevölkerung vergessen zu sein. In der Landesregierung wird zwar groß von Verwaltungs- und Strukturreform gesprochen, aber es ist mehr Schein als Sein. Abgesehen davon, dass durch die Zusammenlegung von einzelnen Abteilungen nichts effizienter werden wird, weil die Prozesse durch die Vermehrung von Entscheidungsebenen einfach länger dauern. Auch hat man versprochen, dass 300 Planstellen eingespart werden sollen. Wobei wir nur bis zur nächsten Landtagswahl warten müssen, um zu sehen, wie viele hochdotierte Versorgungsposten für Regierungsbüros, neu geschaffen werden. Aber keine einzige Planstelle wird im Bereich der Regierungsbüros bzw. der Landtagsklubs eingespart. Im Gegenteil: kurz vor dieser Ankündigung wurden noch schnell vier neue Planstellen in den Landtagsklubs geschaffen. Dabei gibt es genug Potential für Einsparungen im politischen Verwaltungsbereich. Allein in den sieben Regierungsbüros gibt es 14 Mitarbeiter, die für Kommunikation zuständig sind. Dazu kommen noch die diversen Pressesprecher in den Landtagsklubs und den jeweiligen Parteien. Nicht zu vergessen sind die vielen Mitarbeiter im Landespressedienst. Jetzt auch noch jeweils zwei Regierungssprecher nominiert, die für die Koalition kommunizieren sollen. Auch wenn keine zusätzlichen Planstellen geschaffen wurden, so muss sich der einfache Mensch auf der Straße doch fragen, welchen Sinn hat dieser Overkill an Kommunikation? Wer keine Inhalte und Visionen für das Land Kärnten hat, der greift dann anscheinend zu dieser Form von Message Control. G. Nischelwitzer, MBA, war Obmann der Zentralpersonalvertretung der Regierung Genau betrachtet Von Gernot Nischelwitzer KI generiert
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