das 8 KÄRNTEN AKTUELL Vor den heißen Sommermonaten hat Greenpeace das Speiseeis-Sortiment in den österreichischen Supermärkten unter die Lupe genommen. Bewertet wurde dabei nach Umweltkriterien. Das Ergebnis ist enttäuschend: Nur etwa drei Prozent der Eiscreme-Produkte, vom Stieleis bis hin zur Familienpackung, sind in Bio-Qualität verfügbar. Auch herkömmliches Eis, das ohne Gentech-Futter hergestellt wurde, ist Mangelware. Rein pflanzliches Eis – darunter Wasser-Eis und Frucht-Sorbet – ist mit über zehn Prozent im Kühlregal vertreten. Greenpeace fordert von den Herstellern und Supermärkten, das umweltfreundliche Angebot auszubauen. Wer beim Eiskonsum auf Bio setzen will, wird vorwiegend bei den Handelsmarken wie „Ja! Natürlich“, „Spar Natur pur“ oder „Zurück zum Ursprung“ fündig. Das umweltfreundlichste Angebot an Eiscreme hat Interspar und belegt damit auch den ersten Platz beim GreenpeaceMarktcheck. Im Anschluss an die Heilige Messe und den Fronleichnamsprozessions-Umzug erfolgte vor dem Rüsthaus die feierliche Segnung des neuen Löschfahrzeugs. In offizieller Vertretung für Feuerwehrreferent, Bürgermeister Christian Scheider hat Vizebürgermeister Patrick Jonke an den Feierlichkeiten teilgenommen. Er bedankte sich im Namen des Stadtoberhauptes bei den Blauröcken: „Die Freiwilligen Feuerwehren sind ein wesentlicher Pfeiler unserer Sicherheit. Mit dem neuen Löschfahrzeug ist die FF St. Martin bestens ausgestattet“, so Jonke. Ebenfalls bei der Segnung mit dabei waren Stadträtin Sandra Wassermann, BA und Stadträtin DI Constance Mochar. Das moderne Einsatzfahrzeug wird somit künftig wesentlich zur Sicherheit im Stadtgebiet beitragen. Feuerwache St. Martin erhielt Einsatzfahrzeug Zentralraum Kärnten+ unter neuer Führung Vizebürgermeister Patrick Jonke sowie die Stadträtinnen Sandra Wassermann und Constance Mochar besuchten die Feierlichkeiten der FF St. Martin Foto: Büro Jonke Die Bürgermeister Martin Kulmer, Mag. Silvia Häusl-Benz, Dr. Margit Heissenberger, Christian Scheider (Neuer Ratspräsident) und LAbg. Herbert Gaggl (v. l. n. r.) © StadtKommunikation/Spatzek Stefan Regenfelder, Sabine Krupka, Landeshauptmann Daniel Fellner und Bürgermeister Martin Kulmer © LPD Kärnten/Just Kunst und Kultur sind Ausdruck bewusster gemeinsam gestalteter Lebensart. Sie sind produktive Kritik an nicht mehr zeitgemäßen Strukturen und nur selten Ausdruck anarchischer Selbstaufgabe oder Zerstörungswut. Sie sind Angebot und Aufforderung zum Gespräch, das niemals ein Monolog ist. Der wahre Leser muss der erweiterte Autor sein, sagt Novalis. Manchmal sind sie auch zukunftsorientiert. Glaubt man den Kulturschaffenden der Achtziger und Neunziger, so muss man einer lebendigen, basisorientierten und intensiv geführten unmoderierten Diskussion ausgehen, gelebt in den legendären Cafés oder Gasthäusern. Nun stehen wir vor der Wahrscheinlichkeit eines Kulturleitbildes, in Arbeitsgruppen vorausgedacht, dass für alle Beteiligten lebbar sein soll. All jene werden sich daran halten, die sich auch Subventionen erwarten. Wird ein Landes-Gremium mit mehr als sechzig Mitgliedern darüber befinden, wer aus den Töpfen gespeist wird und wer in das demokratisch erarbeitete Konzept passt? Es stellt sich auch die Frage, mit welchen Themen und Methoden das Kreativpotential Kärntens die Kulturbeamten überzeugen will. Jene Experten, die entscheiden, was für die Kärntner Bevölkerung infrage kommt und was nicht. Ein neues Spiel, ein neues Glück. Gaby Schaunig, ihres Zeichens Finanzreferentin übernimmt zukünftig auch die Kultur, und es ist nur logisch, dass sie sich über die finanzielle Seite ihren neuen Aufgaben zuallererst nähert. Heilige Kühe sind nicht mehr heilig, so bleibt zu hoffen. „Die Brücke“: Kulturzeitschrift des Landes, in der nur sehr fragmentarisch auf die herausragende traditionelle und neuere Eigenart der Kulturlandschaft Kärnten eingegangen wird. Vielmehr ist sie eine Versuchsstation und ein Nachwuchsförderorgan für journalistische Gehversuche verheißungsvoller junger Kunstgeschichtler:innen. Ersehen mit einer gehörigen Portion finanzieller Mittel aus dem Kulturtopf. Wer liest „Die Brücke“ und wer schreibt für sie? Der gutgemeinte Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Resultat, das eine Handvoll kunstaffiner Kärntner und Kärntnerinnen nur mäßig beglückt. Neuorientierung schadet vor allem auch den gewohnheitsbedingten Beharrlichen nicht. Eine mediengerechte Analyse über Inhalt, Gestaltung und Reichweite täte der Brücke gut. Sie könnte zur Bewerbung vielfältiger kultureller Strömungen des Landes beitragen. So verursacht sie nur Kosten. Vor einigen Jahren zahlte die öffentliche Hand etwa 160.000 Euro für ein Spielzeug der mehr als sechzig Kulturbeamt:innen des Landes. Es werde zukünftig das Kulturbudget nicht gekürzt, verlautet es aus der Richtung Gaby Schaunigs. Jeder, der nur ansatzweise mit Inflation und deren Auswirkungen in Berührung gekommen ist, wird wissen, dass eine Nichterhöhung einer Kürzung gleichkommt. Angedacht ist zwar eine schrittweise Anhebung des Kulturbudgets. Nicht weniger als ein Prozent des Landesbudgets soll zukünftig in die Kultur fließen. Nun kann man aber sagen, dass uns der Stellenwert der Kultur derzeitig nicht allzu viel bedeutet. Gerade einmal 0,87 Prozent des Landesbudgets waren es 2024. Gegenüber dem Vorjahr kann von einer Erhöhung von knapp 17.000 Euro gesprochen werden. Aber ein Prozent ist für ein Land, das auf seine Kultur stolz sein könnte, verdammt wenig, sagt aber einiges über den Stellenwert aus. Keineswegs sollte dem Finanzwesen eine Rute ins Fenster gestellt werden. Vielmehr stellt sich die Frage, was außerhalb der kulturellen Großbetriebe wie Stadttheater, Landesmuseum etc., Wert sei, hergezeigt und gefördert zu werden. Und wer entscheidet, oder wer entzieht sich einer Entscheidung was warum wieviel wert sein soll. Darf überhaupt gewertet werden, oder herrscht die ewig dauernde Hegemonie des Experiments, für das es keinen Ansatz der Annäherung gibt, sieht man von einem geduldet staunenden „Aha“ ab. Experiment will Experiment bleiben. Im frühen Kindesalter Oskar Kokoschka kreierte in Salzburg die Schule des Sehens und trat wie Nikolaus Harnoncourt für eine Kunsterziehung ein, die schon im frühen Kindesalter ansetzt und im Erwachsenenalter aufgefrischt wird. Kultur ist die Holschuld jedes Einzelnen. Wird sie nicht eingefordert, arbeiten die Kulturverwalter autonom weiter, wie gehabt. Wie kann Abhilfe geschaffen werden? Immer wieder tauchen Experten am düsteren Horizont des prognostizierten Kulturverfalls auf und erklären wie es zu funktionieren hat. Eben neu und anders. Zumeist nur neu verpackt und anders verkauft. Es sollte möglich sein, Kultur wieder zur Sache der Allgemeinheit zu machen. Wer das nicht schafft, wird zurecht in einer Nische hocken bleiben und sich als Nischenbearbeiter mit den Brosamen des Kulturbudget abfinden müssen und eine Minimalklientel bedienen. Mein Lieblingszitat stammt von dem Historiker Sir Christofer Clark und lautet: „Wir sind infiltriert von den Klatschmäulern und Parolen der schrecklichen Verein-facher. Was uns fehlt, ist das stille, ergebnisoffene Nachdenken.“ Das ergebnisoffene Nachdenken, meint einfach das ziellose Spintisieren, und irgendeinmal dann ein vorsichtiges und gemeinsam gefundenes Hurra! – Das ist es. Damit können wir alle leben. Dr. Günter Schmidauer ist Essayist, Dramatiker, Lyriker und Romanautor. Er lebt in Klagenfurt und Wien Kultur – eine Sache der Allgemeinheit Marktcheck zu Eiscreme: Nur drei Prozent Bio © (2) Mitja Kobal/Greenpeace Günter Schmidauer Der Friedensforst Wölfnitz - St. Andrä ist bereits der 18. in ganz Kärnten und der zweite in Klagenfurt. An diesem Ort wachsen rund 300 Laubbäume unterschiedlichen Alters, die ihre Aufgabe als letzte Ruhestätte für Verstorbene erfüllen. Auf der circa 2,5 Hektar großen Waldparzelle direkt neben dem Friedhof in Wölfnitz fand die Eröffnungszeremonie durch die evangelische Superintendentin Mag. Andrea Mattioli und Domdekan Dr. Peter Allmaier statt. Der Friedensforst wurde somit offiziell seiner Bestimmung übergeben. Bereits zu Lebzeiten können hier Menschen das Nutzungsrecht für Einzelruhestätten oder Familienbäume für die Dauer von 30 Jahren erwerben. Die Urnenbeisetzung erfolgt an den Wurzeln des jeweils ausgewählten Baumes. Er gilt in diesem Fall als Symbol für die Erinnerung, Ruhe und Naturverbundenheit. Die Weiterentwicklung des Waldes erfolgt unter Berücksichtigung ökologischer Nachhaltigkeit und forstwirtschaftlicher Aspekte. Der neue Standort zeichnet sich außerdem durch seine gute Erreichbarkeit mittels öffentlicher Verkehrsmittel aus. Die Haltestelle Seltenheim der KMG Klagenfurt befindet sich direkt vor Ort. Das österreichische Hochzeitsportal Hochzeit. click hat die aktuellen Zahlen der Statistik Austria ausgewertet. Die aktuellen Hochzeitstrends stehen ganz im Zeichen von Individualität, Erlebnis und einem neuen Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Die Hochzeitstrends 2026 sind stark von Persönlichkeit, Erlebnis und Nachhaltigkeit geprägt. Hochzeiten werden persönlicher, emotionaler und bewusster – mit weniger Show und mehr echtem Erlebnis. Statt perfekter Inszenierung im „Pinterest-Stil“ setzen Paare zunehmend auf individuelle, authentische Feiern. Im Fokus stehen kleinere, intime Hochzeiten – sogenannte Micro-Weddings – mit deutlich reduzierter Gästeliste. Eine besonders intime Variante umfasst dabei etwa bis zu 25 Personen. „Gefragte Hochzeitslocations sind inzwischen häufig 12 bis 24 Monate im Voraus ausgebucht, wobei sich die Buchungen zunehmend gleichmäßig über die gesamte Saison verteilen“, so eine Hochzeits-Expertin. Zu den beliebtesten Hochzeitslocations in Kärnten zählen unter anderem Kärnten das Schloss Maria Loretto am Wörthersee, das Gipfelhaus am Magdalensberg sowie das Schloss Wolfsberg. Die Herzogstadt setzt auf ein neues und vor allem modernes Sightseeing – St. Veit wird ab sofort für Besucher und Geschichte-Interessierte per QR-Code erlebbar. 71 Punkte in der Stadt können mit dem Handy gescannt werden und schon werden Orte, Zusammenhänge, Geschichte erklärt, wird die Vergangenheit zur Gegenwart und Hintergründe verdeutlicht. Digitalisierungsreferent LH Daniel Fellner machte sich selbst ein Bild vom neuen, digitalen Stadtführer von St. Veit, der von Bürgermeister Martin Kulmer präsentiert wurde. „Das Projekt zeigt, dass Innovation und Geschichte zusammengehören, wenn wir kulturelles Erbe erlebbar und Wissen weitergeben möchten“, so der Digitalisierungsreferent, der sich „schwer beeindruckt“ zeigte. Bei der Zentralraum-Konferenz wählten die Vereinsmitglieder einstimmig einen neuen Vorstand sowie einen neuen Präsidenten. Denn die Statuten des „Vereins zur Förderung der interkommunalen Zusammenarbeit für den Zentralraum Kärnten“, kurz Zentralraum Kärnten+, sehen alle zwei Jahre einen Führungswechsel vor. Der scheidende ZentralraumRatspräsident, Bürgermeister Ing. Martin Kulmer bedankte sich für die gut funktionierende Zusammenarbeit in den Mitgliedsgemeinden. „Es sind herausfordernde Zeiten, die den Gemeinden kaum mehr Spielräume lassen. Daher ist der Zentralraum Kärnten ein gutes Instrument und Werkzeug für unsere Zusammenarbeit, die wir in Zukunft als Interessenvertreter der Bürger noch weiter intensivieren sollten“, betonte Kulmer. Eröffnung Friedensforst Wölfnitz - St. Andrä 2025 gab es in Kärnten 2.735 Eheschließungen Per QR-Code durch St.Veit Geschichte erkunden
RkJQdWJsaXNoZXIy NDYxMjE=