das KÄRNTEN AKTUELL 9 Auf diesem Anwesen werden von engagierten Justizwachebeamten und Häftlingen neben Rindern, Schweinen , Geflügel und Brillenschafen auch ausgesetzte Tiere liebevoll betreut – auf dem landwirtschaftlichen Gut Rottenstein (St. Georgen/ Längsee), einer Außenstelle der Klagenfurter Justizanstalt. Vor einigen Monaten wurde dort ein Gnadenhof für herrenlose Vierbeiner eingerichtet. Bei dem landwirtschaftlichen Areal handelt es sich um einen echten Vorzeigebetrieb – ohne Gitterstäbe und für so genannte „leichte Fälle“ von verurteilten Personen. Die 40 bis 45 Menschen, die dort untergebracht sind, missbrauchen das in ihnen gesetzte Vertrauen kaum. Es handelt sich also um eine offfene Vollzugsanstalt ohne Mauern, einen Muster-Bauernhof mit Rindern (insgesamt 40 Tiere), Schweinen und Schafen. Auch Obst und Gemüse wie Salate, Tomaten, Kartoffeln, Speisekraut, Spinat , Zucchini usw. werden geerntet. Der Umgang mit Vierbeinern trägt hier zur Resozialisierung der Insassen bei. Dabei scheint sich das Probeprojekt „Gnadenhof“ für ältere und ausrangierte Tiere erfolgreich zu entwickeln. Die JustizwacheLeitung hat deshalb diverse Tierheime angeschrieben, das Interesse ist entsprechend hoch. Freilich scheiden z.B. Katzen und Hunde aus, weil niemand für Bissverletzungen eine Haftung übernehmen kann. Derzeit kümmern sich Uniformierte und Häftlinge um einen betagten Esel, vier Schafe vom Tierheim Wolfsberg, eine Ziege und ein Ziegenbock, der zuvor sogar in einer Wohnung gehalten worden ist - eine eigene Farm der Tiere. Hier können Vierbeiner in Würde altern. Auf diese Weise sollen auch Reitpferde, Ponys oder Lamas vor dem Schlachthof gerettet werden. Auf dem Gut herrscht noch genügend Platz für ausgestoßene oder weggegebene Lieblinge. Für tierische Pflegefälle… Langzeitbesuche ... In Rottenstein (Leitung Chefinspektor Herbert Simma) – etwa 25 Kilometer von Klagenfurt entfernt - existieren auch Räumlichkeiten für Langzeitbesuche. Laut Anstaltsleiter Oberst Ing. Josef Gramm können dort Familienangehörige empfangen werden – für fünf, sechs Stunden. Auch mit Kindern – samt Spielecke. Es geht dabei um die Stärkung des sozialen Verhaltens, etwa wenn man gemeinsam ein Essen kocht. Ob ein Häftling für den weiteren Vollzug in der landwirtschaftlichen Außenstelle oder im Freigängerhaus untergebracht wird, entscheidet ein Team aus Fachleuten („Lockerer Strafvollzug“). Die Außenstelle Rottenstein bewirtschaftet insgesamt etwa 55 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche (Äcker, Mähwiesen, Dauerweiden) sowie weitere 15 Hektar Wald. Einen wesentlichen Bestandtteil bildet die Milchwirtschaft mit Braunvieh. Die jährliche Milchproduktion mit 25 Milchkühen liegt bei über 180.000 Litern. Ein Großteil davon wird zu Versorgung der Insassen der Justizanstalt Klagenfurt und der Außenstelle verwendet. Die Schweinemast umfasst maximal 70 Tiere, seit 2012 werden zudem 120 freilaufende Legehühner betreut. Jahresproduktion: 25.000 Eier. Die denkmalgeschützte Liegenschaft umfasst mehrere historisch wertvolle Gebäude. Dazu zählen das Verwaltungsgebäude und das Zellenhaus. Ein besonders historischer Wert kommt dem Rinderstall zu. Außerdem befinden sich auf dem Gelände eine Hackschnitzelheizung, eine Mühle und ein Futterlager. Zusätzlich betreibt die Außenstelle Rottenstein ein Freigängerhaus. Dort sind Insassen untergebracht, die tagsüber einer Beschäftigung bei externen Unternehmen nachgehen. Die jährlichen Einnahmen aus diesem Freigängerbetrieb belaufen sich auf jährlich rund 190.000 Euro. Seit 1953 dient die Anlage als Außenstelle der Klagenfurter Jusitzanstalt (mit derzeit insgesamt 165 Mitarbeitern und über 300 Häftlingen aus zahlreichen Nationen). Mittlerweile schreitet auch der sternenförmige Neubau der Justizanstalt in der Nähe des Klagenfurter Flughafens zügig voran. -raf Mittlerweile sind selbst Personen, deren Zahl der Lebensjahre mit einer 7 oder noch höher beginnt, ganz selbstverständlich gewohnt, alles mit ihrem Smartphone zu organisieren. Dabei bedienen sie sich auch der Künstlichen Intelligenz – meistens unbewusst und immer mehr auch gezielt. Der Vorwurf, die jungen Leute würden nur mehr über ihr Handy gebückt die Welt wahrnehmen und mit ihr kommunizieren, trifft nicht zuletzt die älteren Menschen selbst, die sich darüber beklagen. Es ist daher höchste Zeit, dass sich die Gesellschaft darüber Gedanken macht, wie mit der neuen Technologie und vor allem der Künstlichen Intelligenz umzugehen ist. Einer, der sich schon viele Gedanken dazu gemacht hat, ist kein geringerer als Papst Leo XIV. In seiner 100-seitigen Enzyklika breitet er seine Gedanken aus. In diesem etwas langen, aber sehr lesenswerten Text geht er von der Würde des Menschen aus. Jede technologische Entwicklung oder Nutzung muss dieser Würde entsprechen und darf sie nicht verletzen. Das klingt zunächst harmlos und unmittelbar einleuchtend. Doch der Papst weiß nur zu gut, wie sehr die Künstliche Intelligenz die Intelligenz des Menschen verändert und vermutlich noch verändern wird. Denn die Menschen vertrauen den technischen Speichermedien und merken sich selbst immer weniger; sie lassen sich alle Fragen von Maschinen beantworten und haben kaum mehr die Möglichkeit, den Wahrheitsgehalt zu überprüfen; sie lassen die Entscheidungen von Maschinen treffen, die weder Körper noch Gefühle haben, die keine Verantwortung spüren und um niemandes Leben besorgt sind. Dabei ist diese Form der Intelligenz kein neutrales Werkzeug, sondern wird von Menschen gemacht, die bestimmte Absichten verfolgen – sei es nun Geld oder einfach Macht. Deshalb richtet sich die Warnung, die Technik an der Würde des Menschen zu orientieren, nicht zuletzt an die Nutzerinnen und Nutzer selbst. Sie sollen kritisch bleiben und sich nicht zu sehr in Abhängigkeit jener Technik begeben, die einzelnen demokratisch nicht legitimierten Großkonzernen die Macht über die Politik und das Wohl der Menschen geben. Sie sollen realistisch bleiben und nicht denken, dass die Verbesserung der technischen Möglichkeiten automatisch mit dem Guten einhergeht. Denn das entscheidende Kriterium bleibt die Würde des Menschen und nicht die Effizienz der Mittel. Mag der Mensch in seiner Kraft, in seiner Geschwindigkeit, in seinem Gedächtnisvermögen usw. auch noch so begrenzt sein, so liegt doch gerade darin die Chance, sich als Mensch zu erweisen. Die Künstliche Intelligenz ist gut, solange sie ein Werkzeug in den Händen der natürlich-menschlichen Intelligenz bleibt und nicht zu einem anonymen Herrschaftsinstrument verkommt, das den Menschen zum Dienstleister für Maschinen und Großkonzerne macht. Gott im Wort Von Dompfarrer Dr. Peter Allmaier Für die natürliche Intelligenz © KhFessl Gnadenhof: Beamte und Häftlinge betreuen ausgesetzte Vierbeiner Die Justizwache-Außenstelle Rottenstein arbeitet mit Kärntner Tierheimen zusammen. Rettung vor Schlachthof. www.das-kaernten.at Justizanstalts-Leiter Oberst Ing. Josef Gramm: „Wir betreuen in der Außenstelle Rottenstein auch einen Gnadenhof für verstoßene Tiere und arbeiten mit Tierschutzorganisationen zusammen…“ Foto: Raffer Auch ein Ziegenbock, der sogar in einer Wohnung gehalten wurde, fühlt sich hier besonders wohl ... Foto: Justizwache Gewinnen mit “ Das Kärnten” 1 von 5 Gutscheinen im Wert von jeweils 1.000 Euro von 1 von 20 Gutscheinen im Wert von jeweils 50 Euro von Wie heißt eine der beliebtesten Urlaubsinseln der Welt? a) Malediven b) Maledoofen Wie heißt die Eigenmarke von SPAR? a) S-Budget b) S-Finanzen Betreff: Reisen Betreff: Interspar Senden Sie eine Mail mit dem Betreff des Gewinnspiels und Ihrer Antwort an office@das-kaernten.at Teilnahmebedingungen für sämtliche Gewinnspiele: Die Teilnehmer erklären sich ausdrücklich damit einverstanden, dass ihre Daten an den jeweiligen Gewinnspielpartner weitergegeben werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Gewinne sind nicht in bar ablösbar. Einsendeschluss: Freitag, 26. Juni 2026. 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