Das Kärnten - E-Book

das 10 KÄRNTEN AKTUELL Lp(a)-Blutwert selten gemessen Nicht nur Cholesterin erhöht das Risiko von HerzKreislauferkrankungen. Der bisher nur selten untersuchte Lipoprotein(a)-Wert kann genauso dazu beitragen. Eine neue Leitlinie, der Lipidkonsensus, empfiehlt daher allen, diesen Wert einmal in ihrem Leben bestimmen zu lassen, wie Ö3 berichtet. Der Wert verändert sich kaum und ist weitestgehend vererbt. Um ihn zu bestimmen, muss man bei der Blutabnahme gezielt danach fragen. Tourismus:KeineHitze-Einbußen Die diesjährigen Hitzewellen haben sich kaum auf die Sommerbuchungen in den heimischen Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen ausgewirkt. „Touristisch haben wir nicht viel gemerkt – im alpinen Raum war es zwar wärmer, aber nicht so heiß“, sagte die Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer, Susanne Kraus-Winkler, zur APA. Nach den spürbaren Zuwächsen gegenüber dem Vorjahr von Mai bis Juli blieb die Nachfrage hoch. Bis in den Oktober hinein habe man ein Plus von fünf Prozent an Buchungen. Der Zuwachs ergebe sich nur aus internationalen Gästen. Kinder-Impfraten gehen zurück Die Durchimpfungsraten bei Kindern sinken oder stagnieren in vielen Ländern Europas – auch in Österreich. Das zeigt eine Studie im Magazin „The Lancet“. Nur mit hohen Durchimpfungsraten lässt sich eine Herdenimmunität gegen Krankheiten erreichen. Von 1980 bis 2024 sanken hierzulande die Impfquoten bei Kinderlähmung, Hepatitis B, Tetanus und Keuchhusten. Die höchsten Impfraten haben Portugal und Luxemburg – dort würden Menschen aktiv eingeladen, so Expertin Katharina Paul von der Uni Wien in Ö3. Neue Banknoten in 5 Jahren Die Gestaltung neuer EuroBanknoten kommt voran. „Die neuen Banknoten sollen ab Anfang der 2030er Jahre schrittweise in Umlauf gebracht werden“, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt mit. Voraussichtlich Ende des Jahres will der EZB-Rat abschließend über die Gestaltung der Scheine entscheiden. Einfließen soll dabei auch das Votum von fast 10 Millionen Europäerinnen und Europäern, die sich an Online-Umfragen zum Design der künftigen Euro-Banknoten beteiligt haben. Die neuen Euro-Scheine sollen zudem zusätzliche Sicherheitsmerkmale enthalten. Zahl der Katholiken gesunken Die Zahl der Mitglieder der katholischen Kirche in Österreich sinkt weiterhin, wenn auch langsamer als zuvor. Das geht aus der nun veröffentlichten Kirchenstatistik für das Jahr 2025 hervor. So gab es Ende 2025 genau 4.488.101 Katholikinnen und Katholiken in Österreich, 2024 waren es noch 4.557.471. Der Rückgang lag demnach nicht nur an den Kirchenaustritten, sondern auch daran, dass mehr Katholiken starben als getauft wurden. Die Zahl der Kirchenaustritte ist gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen und wird mit 66.930 beziffert. Boltz: Energiepreise steigen Der Energieexperte und frühere E-Control-Chef Walter Boltz geht davon aus, dass die Energiepreise noch um 20 bis 30 Prozent steigen werden. Literpreise von mehr als 2 Euro bei Benzin und 2,50 bei Diesel würden ihn nicht überraschen, sagt Boltz in der ZIB 2. Bei der Gasspeicherung sieht Boltz Österreich aber gut aufgestellt. Die Gasspeicher sind zu 67 Prozent gefüllt. „Nur bei einem sehr strengen Winter müsste man auf die strategische Reserve zugreifen“, so Boltz. Wer in einem Supermarkt vor einem vollen Regal steht, kann leicht den Eindruck gewinnen, Lebensmittel seien einfach da. Erdbeeren im Winter, Tomaten zu jeder Jahreszeit, frisches Brot bis kurz vor Ladenschluss. Was fehlt, wird nachgefüllt. Was wir brauchen, ist jederzeit verfügbar. Vielleicht ist gerade deshalb das Erntedankfest heute besonders wichtig. Für mich ist dieses Fest mit sehr persönlichen Erinnerungen verbunden, da ich selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen bin. Als Kind habe ich erlebt, dass Lebensmittel nicht im Regal beginnen, sondern auf dem Feld, im Stall oder im Garten. Hinter dem, was schließlich auf dem Tisch steht, steckt viel Arbeit. Für viele Menschen bedeutet das früh aufstehen, säen, pflegen, ernten usw. Und bei alledem ist man ständig auf das Wetter und andere Bedingungen angewiesen, die nicht plan- und machbar sind. Man kann arbeiten und sich anstrengen, aber Wachstum lässt sich nicht erzwingen. Das Erntedankfest war in meiner Kindheit immer eine Art Jahresabschluss. Nach Monaten der Arbeit war plötzlich sichtbar und mit Händen greifbar, was daraus geworden war. Die Ernte war eingebracht. Man konnte sehen, riechen und berühren, wofür man gearbeitet hatte. Das erzeugte nicht nur Stolz, sondern auch Dankbarkeit. In einer städtischen Gesellschaft ist diese Erfahrung schwieriger geworden. Zwischen uns und der Entstehung unserer Lebensmittel liegen heute viele Kilometer, Arbeitsschritte und Verpackungen. Wir sehen das fertige Produkt, aber kaum noch die Geschichte dahinter. Hinter einem Liter Milch steht ein Mensch, der morgens aufsteht und Tiere versorgt. Hinter einem Laib Brot stehen ein Feld, ein Bauer, eine Mühle und ein Bäcker. Hinter einem Apfel stehen Jahre, in denen ein Baum wachsen musste. Und hinter allem stehen Boden, Wasser, Sonne und ein empfindliches Zusammenspiel der Natur. Wer diese Zusammenhänge wahrnimmt, wirft Lebensmittel nicht mehr so leicht weg. Vielleicht müssen wir den Begriff der „Ernte“ daher weiter fassen. Denn längst nicht alle Menschen arbeiten auf Feldern. Aber jeder Mensch sät und erntet. Lehrerinnen und Lehrer erleben manchmal erst nach Jahren, was aus einem Wort der Ermutigung geworden ist. Eltern investieren unzählige Stunden, ohne zu wissen, welche Früchte ihre Sorge einmal tragen wird. Menschen pflegen Angehörige, bauen Unternehmen auf, engagieren sich ehrenamtlich, begleiten Kinder, schaffen Kunst oder halten Freundschaften lebendig. Auch das sind Ernten – nur lassen sie sich nicht in Kilogramm wiegen. Gerade deshalb könnte Erntedank auch eine Einladung sein, einmal im Jahr das Empfangene wahrzunehmen. Wir sind gewohnt, nach dem Preis einer Sache zu fragen. Erntedank fragt nach ihrem Wert. Erntedank erinnert uns daran: Vieles hat einen Preis. Aber das, wovon wir wirklich leben, hat vor allem einen Wert. Gott im Wort Von Dompfarrer Dr. Peter Allmaier Das Wertvolle ist Geschenk © KhFessl E-Moped-Verbot auf Radwegen wird kontrolliert Ab 1. Oktober 2026 dürfen sogenannte E-Mopeds österreichweit nicht mehr auf Radwegen fahren. Für die betroffenen Fahrzeuge gelten künftig Zulassungs-, Kennzeichen-, Versicherungs-, Führerschein- und Helmpflicht. Damit werden E-Mopeds rechtlich als Kraftfahrzeuge behandelt und müssen die entsprechenden Vorschriften erfüllen. Das neue System betrifft vor allem jene Fahrzeuge, die bislang ähnlich wie Fahrräder oder E-Scooter auf Radwegen unterwegs waren. Die Polizei wird die Einhaltung der neuen Regeln kontrollieren. Hintergrund der Neuregelung sind unter anderem Untersuchungen, wonach viele E-Mopeds deutlich schneller als die zulässigen 25 km/h unterwegs sind. Ziel ist es, die Sicherheit für Radfahrerinnen, Radfahrer, Fußgängerinnen und Fußgänger auf Radwegen zu erhöhen. Kredite: Strengere Regeln für Verbraucherkredite Ab 20. November gelten in Österreich strengere Regeln für Verbraucherkredite. Banken und Händler müssen die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden genauer prüfen – auch bei Kleinstkrediten unter 200 Euro und „Buy Now, Pay Later“-Modellen. Bei negativer Kreditwürdigkeitsprüfung darf künftig kein Kredit vergeben werden. Auch die Informationspflichten werden ausgeweitet, Werbung für Kredite muss stärker auf Risiken hinweisen. Bei Zahlungsrückständen müssen Kreditgeber Unterstützung anbieten, etwa eine Umschuldung. Für Händler bedeutet die neue Regelung zusätzlichen Aufwand. Unfallrisiko im Herbst durch Wildwechsel Im Herbst steigt wieder das Unfallrisiko durch Wildwechsel – vor allem auf Freilandstraßen und nahe Wäldern. Die Autofahrerclubs rufen daher zu besonderer Vorsicht auf. Die wichtigste Regel lautet, nicht auszuweichen, wenn Rehe, Hirsche oder Wildschweine auftauchen, so Günther Friesacher vom ARBÖ in Ö3. Die Gefahr eines Unfalls sei beim Ausweichmanöver viel größer. Stattdessen rät er: „Lenkrad festhalten, hupen und eine Vollbremsung einleiten.“ Sitzenbleiben nimmt hierzulande weiter zu In Österreich müssen immer mehr Jugendliche eine Klasse wiederholen. Laut der jüngsten PISA-Studie sind 18 Prozent der 15-Jährigen schon mindestens einmal sitzengeblieben, 2012 waren es rund zwölf Prozent. Im OECD-Durchschnitt liegt der Anteil bei knapp elf Prozent, in den PISA-Siegerländern Estland und Irland unter fünf Prozent. Besonders häufig betroffen sind Jugendliche aus einkommensschwachen Familien oder mit Migrationshintergrund. Laut OECD beeinflusst die soziale Herkunft die Wahrscheinlichkeit, eine Klasse wiederholen zu müssen, deutlich. Weniger Bildschirmzeit für Kinderschutz Handys, Tablets und Computer können dazu führen, dass sich Kinder weniger gut aufs Lernen konzentrieren – darauf will Bildungsminister Wiederkehr (Neos) aufmerksam machen. Unlängst fand dazu ein Treffen mit Fachleuten aus Medizin und Schulen statt. Ziel war, Eltern auf negative Folgen von zu viel Bildschirmzeit ihrer Kinder aufmerksam zu machen. Zu viel Bildschirmzeit hat etwa mehr Leseschwächen zur Folge, heißt es aus dem Ministerium. Wiederkehr tritt schon länger dafür ein, Kinder vor den Einflüssen der digitalen Welt zu schützen. Er hat auch das Handyverbot in den ersten 8 Schulstufen eingeführt. Senioren als „Couch-Potatoes“ laut „Med-Uni“ Österreichs Senioren sind offenbar klassische „Couch-Potatoes“. Nur rund 30 Prozent sind ausreichend körperlich aktiv, um fit zu bleiben und Krankheiten zu verhüten. Das hat eine neue Studie der MedUni ergeben. Dabei wären allein schon mehr als 40 Prozent der Herzinfarkte durch ausreichend viel Bewegung zu verhindern, stellten die Wissenschaftler fest: „Körperliche Aktivität spielt eine wichtige Rolle für die Erhaltung der Gesundheit und die Prävention chronischer Erkrankungen“, heißt es. Skifahren wird auch dieses Mal wieder teurer Eine Reihe von Vorarlberger Seilbahnunternehmen hat bereits ihre Preise für die kommende Wintersaison veröffentlicht. Demnach kostet eine fixe Tageskarte in der Hauptsaison ungefähr 3 bis 6 Prozent mehr als in der vergangenen Saison. Am teuersten bleibt der Arlberg: Die SkiArlberg-Tageskarte kostete in der Hauptsaison 85 Euro. In der vergangenen Saison waren es 81,50 Euro. Auch die Saisonkarten werden teurer: Der 3-Täler-Pass etwa kostet im Vorverkauf 682 Euro (Vorjahr: 660 Euro). KI generiertes Foto KI generiertes Foto © AdobeStock/NikonSteff © European Central Bank 2026

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