das KÄRNTEN AKTUELL 9 Die Stadt Villach würdigt damit ihr langjähriges Engagement für Feminismus, Queerness, Migration, Gewaltprävention und soziale Gerechtigkeit. Seit vielen Jahren schaffen Kathrin Ackerl Konsantin und Rosalia Kopeinig mit den schau.Räumen Orte, an denen gesellschaftliche Fragen künstlerisch verhandelt und unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar werden. Ihre Arbeit verbindet Kunst mit Dialog und bringt Künstler, Wissenschaftler, NGOs sowie das Publikum miteinander ins Gespräch. „Mit dem Villacher Frauenpreis möchten wir vor allem Danke sagen für viele Jahre engagierte, mutige und wichtige Arbeit. Der Verein schau.Räume leistet damit einen wichtigen Beitrag zur gelebten Gleichstellung unserer Stadt“, betonte dazu die Villacher Frauenreferentin, Vizebürgermeisterin Gerda Sandrisser. Katrin A. Konstantin ist Schauspielerin, Regisseurin und Kulturpsychologin sowie künstlerische Leiterin der schau.Räume, Rosalie Kopeinig Psychologin und Obfrau des Vereins. Gemeinsam entwickelten sie das Format schau.Räume im Jahre 2009. Seither greifen sie insbesondere Themen auf, die im öffentlichen Diskurs häufig an den Rand gedrängt werden. Der Villacher Frauenpreis wurde heuer zum dritten Mal vergeben und ist mit 3000 Euro dotiert. Auch Frauenbeauftragte Aloisa Herzog gratulierte. Den ebenfalls mit 3000 Euto dotierten MariaTusch-Frauenpreis der Stadt Klagenfurt erhielt heuer die Kulturmanagerin Mag. Alina Zeichen. Die Initiative „Gesunde Küche“ des Landes Kärnten wächst weiter: Nun wurde die Lebenswelt St. Antonius der Stiftung Liebenau in Spittal an der Drau mit dem Gütesiegel ausgezeichnet. Gesundheitslandesrätin Dr. Beate Prettner überreichte die Auszeichnung an die Küchenleiterin Nicole Oberrainer, Hausleiterin Kirsten Ratheiser und die pädagogische Leiterin Margit Ropatsch. In der Lebenswelt St. Antonius leben derzeit 31 erwachsene Menschen mit Behinderung. Was die Einrichtung in besonderer Weise auszeichnet: Die Bewohner sind aktiv in die täglichen Abläufe eingebunden – auch in der „Gesunden Küche“. Gemeinsam mit der Küchenleitung bereiten die Klienten jeden Tag das Menü zu. „Gesunde Ernährung ist auch immer eine Frage der Lebensqualität. Wenn Menschen dabei selbst mitgestalten können, wird aus einem gesunden Menü ein Stück gelebte Selbstständigkeit“, so Prettner. Nach rund einjähriger Bauzeit wurde kürzlich der neue Standort des AMS Villach in der Ludwig-WalterStraße 53 offiziell eröffnet. Seit Mitte August sind dort die regionale AMS-Geschäftsstelle und die AMS-ServiceLIne Kärnten unter einem Dach vereint. 100 Mitarbeiter betreuen hier Arbeitssuchende, Unternehmen sowie Menschen, die sich über Ausbildung und berufliche Neuorientierung professionell informieren möchten. Der neue Standort ist barrierefrei, öffentlich gut erreichbarund bietet auf 4.000 Quadratmetern (inkl. Tiefgarage) moderne Beratungs- und Arbeitsbereiche. Im Erdgeschoß befindet sich das BerufsinfoZentrum (BIZ), in den oberen Stockwerken die Services für Arbeitskräfte und Unternehmen. Die ServiceLine Kärnten ist unmittelbar an die regionale Geschäftsstelle angeschlossen. AMS-Vorstandsvorsitzender Johannes Kopf unterstrich die Bedeutung zeitgemäßer Infrastruktur für eine hohe Servicequalität. Kärnten-Geschäftsführer Peter Wedenig bezeichnete den Standort als „Flagship-Store“ der Modernisierung der Kärntner AMS-Geschäftsstellen. AMS-Villach-Leiter Josef Zeichen und Edeltraud Moser, Leiterin der AMS ServiceLine Kärnten, sehen darin einen „zukunftsorientierten Ort“, der Menschen mit Arbeit verbindet sowie Vorteile durch „kurze Wege und eine Stärkung der Zusammenarbeit“. Villach: Frauenpreis an Kultur-Duo Katrin Ackerl Konstantin und Rosalia Kopeinig wurden kürzlich mit dem Villacher Frauenpreis 2026 ausgezeichnet. Lebenswelt mit „gesunder Küche“ Ein echter „Strafzettel-Berg“ Villach: Neuer AMS-Standort ANZEIGE © Stadt Villach/Marta Gillner Was ist bloß mit unseren Ordnungshütern los? Auf diesem seit Wochen auf dem Viktringer Ring abgestellten Pkw mit rumänischem Kennzeichen findet man einen ganzen Strafzettel-Berg. Möglicherweise wollen sich Polizei und Ordnungsamt mit dem Ausstellen der vielen Organmandate übertrumpfen. Aufmerksame Beobachter ärgern sich darüber, dass die Exekutive dieses verwaiste Auto nicht schon kontrolliert oder abgeschleppt hat. Möglicherweise wurde das Fahrzeug entwendet oder der Besitzer ist krank, in Haft oder verstorben. Vermutlich wird aber bald wieder ein zusätzlicher Strafzettel auf der Windschutzscheibe kleben. In Villach-Federaun hagelte es Einsprüche einer engagierten Bürgerinitiative gegen ein Logistikzentrum-Projekt von DHL. Dieses Modell ist Geschichte. Bürgermester Günther Albel präsentierte zuletzt für den sechs Hektar großen Industrie-Standort ein anderes Vorhaben – ein Datenzentrum mit Gemüseanbau. Das Datenzentrum mit einem Investionsvolumen von 500 Millionen Euro könnte, so der Stadtchef, Abwärme in das Villacher Fernwärmenetz einspeisen und für einen „günstigen“ Tarif sorgen. Zudem würde man Glashäuser errichten, in denen Gemüsesorten mit Bio-Qualität angebaut werden könnten. Albel: „Damit wird der Selbstversorgungsgrad von Kärnten deutlich erhöht.“ Außerdem könnten künftig beim Center der Zech Group SE (einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft von DLH – Deutsche Logistik Holding) auch lokale Untenrehmen Daten speichern. Umgesetzt soll das Projekt bis 2030 werden. Ein „offener, transparenter Prozess“ soll die Vorarbeiten begleiten, zudem sollen bis zu 150 Arbeitsplätze entstehen. SPÖ, FPÖ und ÖVP begrüßen das neue Großprojekt (Anschlussleistung bis zu 100 MW) trotz offener Fragen. Grüne Gemeinderätin Karin Herkner dazu: „Wieder geht es um riesige Flächen und um wertvollsten Boden. Wieder erfahren die Villacher nur scheibchenweise, was der Bürgermeister hinter verschlossenen Türen vorbereitet!“ Und „Verantwortung Erde“-Gemeinderat Gerald Dobernig will noch über Wasser- und Stromverbrauch sprechen. Laut Albel werden statt 100 Lkw-Fahrten pro Tag, wie beim Logistikzentrum zunächst vorgesehen, nur fünf Lkw-Fahrten durchgeführt. Auch die geplante Versiegelungsfläche sei wesentlich kleiner. In Poggersdorf sorgen hingegen ehrgeizige Hotelpläne eines privates Investors für Wirbel. Auf vier Hektar soll ein Kulturhotel, ein Galeriegebäude und ein neues Heinrich-Harrer Museum realisiert werden. Während die Kärntner in diesen wirtschaftlich nicht rosigen Zeiten den Gürtel enger schnallen müssen, gönnen sich die Parteien in unserem Bundesland höhere Wahlkampfbudgets! Ein Politik-Insider: „Die Parteienvertreter haben offensichtlich jedes G`spür für die einfachen Leute verloren. Es kann doch nicht sein, dass sich manche Menschen kaum Lebensmittel oder einen Treibstoff für das Auto leisten können, die Parteien aber das Geld in teure Wahlkampfkampagnen stecken!“. Mit dem Argument der Inflationsanpassung beschloss der Kärntner Landtag kürzlich eine Erhöhung der Wahlkampfkosten für die Landtagswahl 2028 – von 500.000 auf 750.000 Euro! Argument der Landtagsparteien: Die letzte Erhöhung fand das letzte Mal 2013 statt und Demokratie müsse auch etwas kosten. Der Politik-Insider: „Eine peinliche Ausrede, wenn Menschen in unserem Land um ihr finanzielles Überleben kämpfen müssen. Es ist einfach ein falsches Signal zur falschen Zeit, für das wenige Leute Verständnis aufbringen. Selbst wenn Werbemittel teurer geworden sind.“ Die Erhöhung der Wahlkampfobergrenze durch Parteigelder wird von Grünen und Neos kritisiert. Villach: Datencenter mit Gemüsefarm Parteien erhöhen Wahlkampfkosten PAX Bestattungs- und Grabstättenfachbetrieb Flughafenstraße 16, 9020 Klagenfurt am Wörthersee Bestattung Kärnten Waagplatz 2, 9020 Klagenfurt am Wörthersee Friedhofsplatz 2, 9300 St. Veit/Glan Schulhausgasse 4, 9560 Feldkirchen Georg-Lora-Straße 28, 9170 Ferlach Klagenfurter Straße 68, 9500 Villach Krematorium/Feuerhalle, Schmalgasse 17, 9500 Villach Villacher Straße 22, 9710 Feistritz an der Drau Waldfriedhof & Friedensforst Villach Faaker See, Faakersee Straße 85, 9580 Mittewald/Drobollach stock.adobe.com: P.Gallo, driendl, Y.Khil, M.Benjamin, O.Ko, , S.Zain Foto: Das Kärnten
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