DAS KÄRNTEN Österreichische Post AG - RM GZ 19A041618 K - unabhängig Vermögen in einem Ofen versteckt: 430.000 Euro irrtümlich verheizt Entsetzter Unternehmer forderte Schadenersatz für verkohlte Geldscheine. Verbrannter „Schatz“ beschäftige Gerichte. Die Klage wurde abgewiesen. S. 10 Verhängnisvolle Sager Damit hat Kanzler Stocker nicht gerechnet – sein Sager über die Kinderbetreuung („Ich würde das nicht als Arbeit sehen“) sorgt noch für Empörung. Worte picken. So manche Äußerungen von Politikern führten zu Skandalen. 1991 lobte der damalige Landeshauptmann Haider die „ordentliche Beschäftigungspolitik“ im Dritten Reich und wurde abgewählt. 1993 buchstabierte der geschäftsführende FP-Landesparteichef Gaugg in einem Interview mit KTZ-Chefreporter Raffer das Wort „Nazi“ mit: „Neu, attraktiv, zielstrebig und ideenreich“. Nach einem internationalen Aufschrei war Gaugg seinen Job los. Kärntens FP-Chef Angerer kündigte 2023 an, Landesrätin Prettner wegen „Missständen im Gesundheitsbereich ordentlich herzuprügeln“. Es hagelte Kritik. Ex-SP-Stadtchefin Mathiaschitz machte sich über einen möglichen „Flugzeugabsturz der Ethiopian-Airlines“ lustig. VP-Minister Hattmannsdorfer fantasierte hingegen von „Lifestyle-Teilzeit“. Auch die Sager der Ex-Kanzler Nehammer („arme Kinder sollen Hamburger essen“) und Schüssel („dieser Banker ist eine Sau“) sorgten für Häme. FP-Chef Kickl bezeichnete Bundespräsident Van der Bellen gar als „senile Mumie“. Und Vizekanzler Babler? Er ärgert sich, weil er sich als „Marxist“ geoutet hat. Die Liste der Skandal-Sager ist keinesfalls vollständig. Ein Tipp: Man kann bei US-Präsident Trump nachschlagen … -dg Skin ‘n ‘ Nose setzt auf Top-Beratung Wenn Einkaufen zum Erlebnis wird S. 3 Wohin steuert das „Team Kärnten“? Gemeinden, Land: Zwei Urnengänge S. 8 Eine Putzfrau mit Luxusauto: Pleite Ungewöhnliche Insolvenzfälle S. 2 Ausgabe September 2026 Marktreferentin verbannt Wirt vom Wiesenmarkt S. 7 Neu: „DAS KÄRNTEN“ präsentiert das Geburtstagskind des Monats S. 5 Foto Raffer Foto beigstellt: Marketing | boté cosmetics © Helga Rader ANZEIGE Uni: Der„wache Geist“ ist seit Jahren verschwunden Eine drei Meter hohe und zentnerschwere Skulptur mit dem Titel „Fleisch des wachen Geistes“ wurde vor über 30 Jahren vor dem Haupteingang der Klagenfurter Universität aufgestellt. Das auffällige Werk, das an zwei mahnende Finger mit bunten Tafeln erinnert, ist laut Auskunft der Uni-Pressestelle „längst nicht mehr auffindbar“. 1995 hatte der 2014 verstorbene Kärntner „Farbenpoet“ der Akademiker-Schmiede dieses markante Denkmal geschenkt. Der damalige Rektor Dr. Willibald Dörfler und Uni-Direktor Dr. Arnulf Longin hatten beim Aufgang einen „besonderen Platz“ reserviert (links mit Künstler Fugger). Wer aber hat den „wachen Geist“ entfernt – warum und wohin? Werke des Bildhauers und Malers Fugger finden sich u. a. in der Justizanstalt, an der Viktringer Schule, in der Publikums-Eislaufhalle und im Militärkommando. Foto Herzele Expertin für Insolvenzen: Dr. Beatrix Jernej vom AKV TK-Chef Gerhard Köfer Wirtsleute Evi & Franz Leitgeb Foto Privat
das 2 KÄRNTEN AKTUELL Darüber schmunzelt man in der Kärntner GastroSzene: Ein groß angekündigter Alpe-Adria-Kirchtag in der ersten Septemberwoche auf dem Klagenfurter Pfarrplatz wurde kurzfristig und überraschend abgesagt. Begründung: Zu hohe Kosten. Zunächst hieß es, dass „neben der traditionellen Kirchtagswoche der Stadtpfarre St. Egid auch die umliegenden Gastronomen und Händler ein ergänzendes Progamm anbieten können“. Konkret wollten die Inhaber vom Cube, vom Dorf Stadl und vom Vino ein „aktives und sichtbares Zeichen für eine belebte Innenstadt setzen“. Immerhin gab es auf dem Pfarrplatz in der Vergangenheit großartige Veranstaltungen – von der Silvesterparty bis hin zu di versen Festen und Konzerten. Insider wundern sich über die plötzliche Absage. Die Kostenfrage muss den Veranstaltern ja von Anfang an klar gewesen sein. Als Ausrede werden jetzt die Auflagen der Stadt benutzt und man hat auf die Unterstützung der Landeshauptstadt spekuliert. Schließlich gab es durch Inga Horny (Kagenfurter Marketing) die Absage: „Die äußerst engagierten Wirte können den Kirchtag ohne Unterstützung der öffentlichen Hand nicht durchführen. Es fehle auch an der notwendigen Infrastruktur. Seitens der Stadt gäbe es wegen des angespannten Budgets kein Geld.“ Zudem könnte so eine Veranstaltung, von professionellen Gastronomen einen entsprechenden Erfolg erzielen. Dabei hatten die BeinahVeranstalter zuvor erklärt: „Gerade am Pfarrplatz hat sich schon lange nichts mehr getan und als Landeshauptstadt brauchen wir einen Kirchtag.“ Wenn es aber schon an der Finanzierung scheitert, wird es schwer, so eine Veranstaltung in der Zukunft aufzuziehen. Die Zweifel, ob es im nächsten Jahr einen neuen Anlauf gibt, sind berechtigt. IMPRESSUM: Die Agentur – Verlag – Heinz Knapp Herausgeber/Verleger/Inhaber: Heinz Knapp, h.knapp@das-kaernten.at Chefredakteur: Dr. Harald Raffer, h.raffer@das-kaernten.at Grafik: Daniel Knapp, d.knapp@das-kaernten.at Lektorat: Alfred Eichhorn Druck: CARINTHIA GmbH & Co KG Kolumnisten: Dr. Barbara Zink, Dompfarrer Dr. Peter Allmaier, Gernot Nischelwitzer Toni Polster, Mag. Peter Weitzel, Dr. Günter Schmiedauer, Karl Ploberger Vertrieb: Österreichische Post AG, Villach Verlagsadresse/ Rechnungswesen: Die Agentur - Unabhängige Monatszeitung, Chorturmblick 1, 9020 Klagenfurt Offenlegung gem. § 25MedienG: Online: www.das-kaernten.at Bei Bezahlte Anzeigen, PR-Artikeln & namentlich gekennzeichneten Berichten liegt die inhaltliche Verantwortung beim Auftraggeber. Alle Berichte beziehen sich auf Stand 27.08.2026, 10:00 Uhr ORF Kärnten: Ein Profi übernimmt Im ORF sind nach der Ernennung von „General“ Clemens Pig die Würfel für die Führungspositionen gefallen. Martin Weberhofer, seit 2007 Programmchef von Radio Kärnten, wird ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard beerben. Während sich Bernhard mit Jahresende in die Pension verabschiedet, dürfte Radioprofi Weberhofer – trotz verordnetem Sparkurs – das Landesstudio auf Erfolgskurs halten. Der Liebenfelser hat sich als Reporter einen Namen gemacht. Wäre er für das ORF-Programm in ganz Österreich verantwortlich, gäbe es keine Dauer-Wiederholungen zur besten Sendezeit! Doch die ORF-Zentrale am Wiener Küniglberg gleicht nach zahlreichen Skandalen einer „Schlangengrube“. Nach wie vor befindet sich der Staatsfunk in den Fängen der Politik. Die Stiftungsratsvorsitzenden Heinz Lederer und Gregor Schütze wurden wegen möglicher unvereinbarer Tätigkeiten heftig kritisiert. Auch vom ORF-Redakteursrat, der ihnen das Misstrauen ausgesprochen hat. Der Kärntner Medienkritiker Harald Raffer hat deshalb eine Sachverhaltsdarstellung bei der Wiener Staatsanwalt eingebracht. Sie und die Medienbehörde KommAustria sollen klären, ob die beiden Herren die ORF-Stiftungsratsfunktionen für ihre privaten PR-Agenturen genützt haben könnten. Schütze zog mittlerweile die Reißleine und legte sein Stiftungsrats-Amt nieder. Gegen Lederer erhebt die Anklagebehörde auch wegen möglicher Nötigung, weil er 2025 gegenüber ORF-„General“ Weißmann spezielle Wünsche mit dessen künftiger Wiederwahl verknüpft haben soll. Lederer bestreitet das. Es gilt die Unschuldsvermutung. Lobbyist Lederer hat eigenen Angaben zufolge 2015 von der Hypo 400.000 Euro für Gespräche mit Journalisten und Politiker erhalten. Und sein Name scheint in Honorarnoten von Benkos Anwalt auf. Ein viel beschäftigter Mann eben … Trotz der massiven Vorwürfe scheint Heinz Lederer ein wahrer Sesselkleber zu sein. Apropos Sesselkleber – das erinnert an die Affäre Walter Ruck, der nach markigen Sprüchen und tagelangen Überlegungen doch sein Amt als Wiener WKPräsident zurückgelegt hat. Nun – WK-Präsidentin Martha Schultz hat der Organisation harte Sparmaßnahmen verordnet. Kein Wunder, bei der zuletzt vernichtenden Rechnungshofkritik an „teuren Doppelgleisigkeiten“. Wie wir uns erinnern, hat sich Kärntens WK-Präsident Jürgen Mandl, was kaum zu rechtfertigende Erhöhungen der WK-Landespräsidenten-Bezüge betrifft, wohltuend von seinen Kollegen abgegrenzt. Er verzichtete auf eine zusätzlich „angehobene“ Gagenvermehrung und bezieht seit seinem Amtsantritt im Jahre 2014 zwölf Mal im Jahr 6970 Euro brutto (ohne Abfertigungs- oder Pensionsanspruch). Damit findet sich Mandl am unteren Ende der WK-Präsidentenbezugstabelle. Die vom Rechnungshof neuerlich aufgezeigte ZweiMilliarden-Rücklage erzürnt hingegen kleine WK-Zwangsmitglieder, die um Corona-Hilfen umgefallen sind. Ganz anders bei der Präsidentin (und ihrem Bruder): Die SchultzGruppe erhielt 21 Millionen (!) Euro Corona-Hilfe. Und dann gibt es WK-Träumer, die den Wörthersee, eine TourismusPerle, neu einstufen wollten – statt wie bisher als „natürlichen Wasserkörper“ künftig als „erhebllich veränderten Wasserkörper“. Der Wirtschaftsbund ist mit dieser Idee, die Bauprojekte erleichtern sollte, baden gegangen. VP-Landwirtschafts-Minister Totschnig drückte die Stopp-Taste. Auch Politiker sind keine professionellen Aufsichtsräte (Stichwort Signa-Pleite). Kritik gab es an einer Kärntner Molkerei, wo ein Bruder als Geschäftsführer, der andere als Obmann fungiert. Eine schiefe Optik sehen die Brüder nicht. Viele Köche verderben hingegen den Brei – siehe Klagenfurter Flughafen, dem die AUA die Flügel stutzt. Das Angebot bricht ein und Geschäftsführer Maximilian Wildt findet kein Rezept dagegen. Wildt träumte einst von 400.000 Passagieren. Auch die Kärntner Industriellenvereinigung (IV) protestierte. Freilich hörte man von der IV und deren Geschäftsführung keinen praktikablen Lösungsvorschlag. Dieses Dilemma erinnert an die vermurkste BundespresseFörderung. Gratis-Zeitungen mit kritischem Inhalt, die ebenfalls mit finanziellem Aufwand gedruckt und verteilt werden müssen, fallen durch den Rost. Tja, Medienminister Andreas Babler lässt kein Fettnäpfchen aus. Auch bei den ORF-DauerAffären ging der Vizekanzler auf Tauchstation. Dort soll er, was sich sein Parteikollege, der burgenländische Landeschef Doskozil, wünscht, bleiben. Samt den SP- und VP-Freundeskreisen im ORF-Stiftungsrat. Und Kärntens SP-Regierungschef Daniel Fellner, der sich mit seinem VP-Stellvertreter Gruber zusätzliche Koalitionssprecher gönnt, vermisst „Rückenwind aus Wien“. Er ist wieder angerichtet – der „Parteichef/innen-Schlachtschmaus“ bei den Regierungsparteien. Geschätzte Leser! Liebe Leserinnen! EDITORIAL von Heinz Knapp Reinigungsdame schaffte sich Luxuskarosse an – und ging Pleite Der Putzfrau gelang ein Sanierungsverfahren. Im Rosental häufte ein Betrieb knapp acht Millionen Euro Schulden an. Eine Kärntner Reinigungsdame dürfte ein großes Herz für flotte Luxusschlitten gehabt haben. Sie fuhr allerdings mit einem noblen BMW X6 direkt in die Pleite – mit rund 110.000 Euro Schulden“, erklärt MMag. Dr. Beatrix Jernej, Leiterin des Alpenländischen Kreditorenverbandes in Kärnten. Mit einem Minus von 86.000 Euro schlug allein die zuständige Auto-Bank auf dem weit überzogenen Ausgabenkonto zu Buche. Die Putzfrau schaffte trotz der Insolvenz mit ihrem EinPersonen-Unternehmen ein Sanierungsverfahren – mit Hilfe von Privatkrediten. „Wenn man sich professionell mit Konkursen und Gläubigern beschäftigt, bekommt man oft Einblicke in schwer nachvollziehbare oder kuriose Geschäftspraktiken“, meint Dr. Jernej und erinnert sich an ein Beispiel: „Ein Kärntner machte eine Geschlechtsumwandlung durch. Er wurde nach einer Operation vom Mann zur Frau. Die Person hatte allerdings einen Berg Schulden angehäuft und war der Meinung, dass sie dafür plötzlich nicht mehr haftbar sei. Schließlich hätte sie nur als Mann mehrere Darlehen ausgeschöpft. Ein Irrglaube! Für das Gericht war und ist das Geschlecht egal …“ Die Insolvenzgeschichte mit dem Traditions-Fußballverein Austria Klagenfurt – hier gab es u. a. bei der Sozialversicherung und dem Finanzamt enorme Außenstände – war für die Finanzexpertin ein „nicht alltägliches Erlebnis“. Um 13 Uhr gab es eine Pressekonferenz, bei der eine Konkursabwendung verkündet werden sollte. Doch eine Stunde zuvor wurde bereits ein Insolvenzverfahren über den Kicker-Verein eröffnet. Die Funktionäre wurden von dieser Nachricht bei der Pressekonferenz kalt erwischt, von einer Konkursabwendung war keine Rede mehr. Interessant war auch die kürzlich erfolgte Pleite der privaten Klagenfurter Bestattung Kriegl mit 172.000 Euro Schulden. Angeblich waren „finanzielle Unregelmäßigkeiten“ schuld, dass man die Firma bald zu Grabe tragen musste. Beatrix Jenej erinnert sich zudem: „Ein gewiefter Jung-Unternehmer tauchte steirische Sonnenblumenkerne in einen blauen Farbstoff und verkaufte sie als Potenzmittel mit dem Namen Styagra. Doch die Herstellerfirma von Viagra hat aus Verwechslungsgründen den Namen verboten, was zum Ruin dieses Geschäftsmodells führte.“ Ein Rosentaler Landmaschinen-Verleih-Betrieb brachte es in kurzer Zeit auf 7,8 Millionen Euro Außenstände – nicht zuletzt wegen der überdimensional großen und teuren Landmaschinen. Das Verfahren läuft, betroffen sind sieben Mitarbeiter. Es gibt einen Interessenten als möglichen Investor: Einen nicht unbekannten Unternehmer. -raf Expertin für alle möglichen und unmöglichen Finanzgeschichten: MMag. Dr. Beatrix Jernej, Leiterin der Kärntner Außenstelle des Alpenländischen Kreditorenverbandes. Jernej: „Eine plötzliche Geschlechtsumwandlung schützt nicht vor angehäuften Schulden. Man bleibt ja dieselbe Person …“ Foto: Raffer Kein Geld für Kirchtag am Pfarrplatz: Stadtmarketing erteilte eine Absage Viertägiges Fest am Klagenfurter Pfarrplatz wurde wegen finanziellen und Infrastruktur-Problemen kurzerhand abgesagt. „Ka Geld, ka Musi.“ Heuer doch keine Kirchtagsherzen auf dem Pfarrplatz: Die geplante Veranstaltung wurde kurzerhand abgesagt © adobe stock/Natalie Braininger
das KÄRNTEN AKTUELL 3 In einer Zeit, in der vieles mit einem Klick bestellt wird, gibt es Orte, die sich bewusst Zeit nehmen. Orte, an denen nicht der Algorithmus mit „Kunden kauften auch …“ entscheidet, was zu einem passt, sondern Menschen. Einer dieser Orte liegt mitten am Villacher Hauptplatz. Mit SKIN ‘N‘ NOSE hat Villach eine Parfümerie gewonnen, die weit mehr bietet als exklusive Düfte. Hochwertige Hautpflege, ausgewählte Accessoires und internationale Nischenmarken vereinen sich zu einem Konzept, das Schönheit ganzheitlich erlebbar macht. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht Trends oder Bestseller, sondern die Menschen, die den Store betreten. Denn die schönste Empfehlung beginnt nicht im Regal, sondern mit einem Gespräch. Dass das Konzept auch optisch Aufmerksamkeit weckt, zeigte sich zuletzt beim Villacher Schaufenster-Voting: SKIN ‘N‘ NOSE wurde zum Gewinner gewählt. „Es gibt viel zu entdecken und zu erleben – nicht nur Beauty, sondern alles, was Freude macht“, sagt Geschäftsführer Mario Holl. „Wir beraten mit Leidenschaft und Liebe zum Detail. Selbstbedienung gibt es woanders.“ Hier beginnt der Besuch bewusst mit einem persönlichen Gespräch. Das Team nimmt sich Zeit, hört zu und begegnet jedem Menschen auf Augenhöhe. „Beratung beginnt mit der richtigen Frage“, lautet die gemeinsame Überzeugung. Erst wenn Wünsche, Gewohnheiten und persönliche Vorlieben verstanden werden, entsteht eine Empfehlung, die wirklich passt. Diese Philosophie spürt man in jeder Begegnung. Schönheitsberaterin Marion Assek wünscht sich, dass Kundinnen und Kunden den Store „mit einem guten Gefühl und einem Einkaufserlebnis verlassen, das man nicht so schnell vergisst“. Für sie steht fest: „Wir verkaufen nicht oberflächlich, sondern mit Herz und Seele.“ Auch Schönheitsberaterin Kimberly Quiros Mora erlebt die schönsten Momente, wenn sie Menschen mit ihrer Kompetenz überzeugen und gemeinsam genau das finden kann, wonach sie gesucht haben – oder manchmal sogar etwas, von dem sie noch gar nicht wussten, dass es perfekt zu ihnen passt. Zwischen eleganten Flakons, hochwertiger Pflege und liebevoll ausgewählten Accessoires scheint die Zeit für einen Moment etwas langsamer zu werden. Hier geht es nicht darum, möglichst schnell einzukaufen, sondern sich inspirieren zu lassen, Neues zu entdecken und Produkte kennenzulernen, die mit Sorgfalt ausgewählt wurden. Dabei zeigt sich, dass sich ein Stück Luxus für nahezu jedes Budget entdecken lässt. Aus einem Einkauf wird ein persönliches, entschleunigtes Erlebnis mit viel Liebe zum Detail. Vielleicht ist genau das der wahre Luxus unserer Zeit. Nicht die Exklusivität eines Produkts, sondern die Aufmerksamkeit, die einem entgegengebracht wird. Dass sich jemand Zeit nimmt, zuhört und ehrlich berät. So wird aus einer Parfümerie ein Ort der Begegnung, der Inspiration und der kleinen Entdeckungen – mitten im Herzen von Villach. SKIN ‘N‘ NOSE in Villach: Wenn Beratung wieder zum Luxus wird Internationale Nischenmarken, persönliche Beratung und ein ganzheitlicher Blick auf Beauty: SKIN ‘N‘ NOSE setzt am Villacher Hauptplatz auf ein Einkaufserlebnis abseits von Selbstbedienung und Algorithmus. In Sonntagsreden warnen unsere Politiker vor katastrophalen Abhängigkeiten, etwa vor der gefährlichen Spielsucht. Dieser unsichtbare Zwang ruiniert Familien, treibt Menschen in die Schuldenfalle oder degradiert Automaten-Drücker zu obdachlosen Wesen. Einige Verzweifelte flüchten sogar in den Freitod. Wenn es aber um rasche Geldbeschaffung geht, mutieren Kärntner Volksvertreter in gewisser Weise zu Botenstoff-Dealern. Sie erlauben das „Kleine Glücksspiel“, das immerhin über 8,4 Millionen Euro jährlich in die Landeskasse spült. Andere Bundesländer wie Wien, Tirol oder Vorarlberg kennen die verheerende Wirkung und haben mit Verboten die Notbremse gezogen – es gibt dort einfach keine Konzessionen mehr für diese Abzocke, die sich gerne als reine Unterhaltung tarnt. Drei Bewerber dürfen ab September ihre Spielautomaten an 26 Standorten in ganz Kärnten aufstellen. Alle zehn Jahre entscheidet nämlich das Land, ob und welche Anbieter Genehmigungen für das „Kleine Glücksspiel“ bekommen, jeder Automat muss geprüft und genehmigt werden. Adrian Plessin, Leiter der zuständigen Abteilung Wirtschaft des Landes, verteidigt die Maßnahme und spricht von einem „enormen Kontroll-Aufwand, um für den Spielerschutz das beste Ergebnis zu erzielen“. Vielleicht könnte der Herr Plessin einmal eine Suchtberatungsstelle besuchen? Ein wirksamer Spielerschutz wäre kein verführerisch blinkender Automat, der auch bei kleinen Summen permanent mit dem Einwurfschlitz lockt und Geld verschlingt! Der Abteilungsleiter spricht sogar von Suchtprävention, die ein Abtriften in die Illegalität verhindern soll. Der Spittaler Bürgermeister und Team-Kärnten-Chef Gerhard Köfer, selbst einmal Gendarm, forderte hingegen ein Verbot von diesen Glückspielautomaten außerhalb der staatlichen Casinos: „Allein in unserem Bundesland gelten rund 5000 Menschen als spielsüchtig, weitere 15.000 gefährdet.“ Schon diese Zahlen müssten die Alarmglocken schrillen lassen. Immerhin besitzen Glücksspielautomaten laut Experten ein „hohes Suchtpotential“ und gelten als klassische Schuldenfallen. Bleiben wir bei der Wirtschaft, genauer gesagt beim Tourismus. Hier soll ein neues Gesetz, initiiert von VP-Landesrat Sebastian Schuschnig, Bewegung in den „Fremdenverkehr“ bringen. Das Gesetz sieht eine Verschlankung der bisherigen Strukturen vor, was zunächst durchaus positiv klingt. Interessanterweise kritisierte der Schuschnig-Vertraute Adrian Plessin diesen Regierungsbeschluss. Auch der Landesrechnungshof hatte zuvor Bedenken an der Tourismusabgabe geäußert (veraltete Regeln, ungleiche Belastungen). Kritisiert wird u. a. die Erhöhung der Aufenthaltsabgabe (Ortstaxe). Was den Kärntner Tourismus betrifft, gäbe es, so Experten, ohnehin „weiterhin Luft nach oben“. So sei die Gäste-Zufriedenheit im Gegensatz zu anderen Bundesländern noch ausbaufähig, was offensichtlich auch die Kärnten Werbung betrifft. „Luft nach oben“ findet sich auch im Kärntner Gesundheitsbereich. Damit sind nicht die monatelangen Wartezeiten bei Kassen-Fachärzten gemeint oder das stundenlange Ausharren in den Spitalsambulanzen trotz starker Schmerzen – nein, es geht um die längst existierende Zwei-Klassen-Medizin. Wer einen Wahlarzt bezahlt, kommt dran. Wer eine Zusatz-Krankenversicherung aufweisen kann, ist in Ordinationen und Krankenhäusern höchst willkommen und wird mitunter vom Herrn Primarius/der Frau Primaria persönlich begrüßt oder behandelt. Es geht schließlich ums schnöde Geld und manchmal sogar um ein „fettes Kuvert“. Und was macht Kärntens Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SP), selbst Ärztin? Die ruft gerne nach runden Tischen. Auch im Fall der Röntgenabteilung im Klagenfurter Klinikum, wo Ärzte reihenweise „flüchten“ bzw. unter diesen rückschrittlichen Bedingungen nicht mehr arbeiten wollen. Was wird eigentlich wegen der bevorstehenden Schließung des Volkshilfe-Seniorenheimes in Villach-St. Martin unternommen, wenn völlig verzweifelte betagte Bewohner nach Jahren ausgezeichneter Pflege demnächst umgesiedelt werden müssen oder plötzlich ein neues Zuhause brauchen? Menschen, mit über 90 Jahren auf dem Buckel? Da geht es um über 100 Schicksale, um verunsicherte Angehörige der betroffenen Insassen und um wichtige Arbeitsplätze! Und wann unternimmt Villachs Vizebürgermeisterin Gerda Sandrisser (SP) als Sozialreferentin etwas? Ist die Kirchtagsobfrau mit Brauchtumsarbeiten ausgelastet? Und wie hilft das Land? Nach Umbauarbeiten ist das Heim spätestens mit Jänner 2027 Geschichte. Es entstehen betreubare Wohnungen, eine Notschlafstelle für Frauen und eine Tagesstätte für Senioren. Das sind sicher wichtige soziale Projekte. Aber für das „Verpflanzen“ von betagten Menschen ist das alles kein Trost. Wenn das Futter ausgeht Kärntens Bauern stöhnen unter der Hitze und melden massive Dürre-Schäden. Was aber macht die Bundesregierung, statt rasch zu helfen? Sie stritt, aus welchem Topf die Förderungen kommen sollen. Und welcher Landwirt versichert ist. In der Zwischenzeit mussten Rinder geschlachtet werden, weil das Futter ausgeht. Die wahren Rindvieher stehen nicht in Ställen ... Zudem zeigt sich Kärnten, wie der WWF warnt, als Meister beim Bodenversiegeln. Der Klimaschutz lässt grüßen! Spielsucht: Das Land als MillionenGewinner! Criticus Von links: die Schönheitsberaterinnen Marion Assek und Kimberly Quiros Mora sowie Geschäftsführer Mario Holl SKIN ’N’ NOSE am Villacher Hauptplatz Foto beigstellt: Marketing | boté cosmetics Ein Blick in den Store ANZEIGE
das 4 KÄRNTEN AKTUELL Eierspeis-Gate Peinlich, peinlicher – Gemeinderatssitzung in Klagenfurt. So könnte man dieses Adjektiv weiter steigern, wenn man sich ordentlich fremdschämen (2010 „Wort des Jahres“) will. Zugegeben: Parteipolitische Diskussionen im Kärntner Landtag oder im Wiener Parlament wirken auch nicht immer als Bühne hochgeistiger Reden, großartiger Gesetzesentwürfe oder zündender Ideen, eher als ein beschämendes Kasperltheater mit Partei-Abstimmungszwängen und klatschendem Beifallsritualen bei den eigenen Abgeordneten. Zurück zur Lindwurmstädter Politik: Vizebürgermeister Patrick Jonke (FSP), der ständig vom Bürgermeister-Sessel träumt, verlangte von FP-Stadträtin Sandra Wassermann die neue Müllverordnung zurückzunehmen, weil stinkende Mülltonnen Gehwege blockieren würden. Orange-Jacken-Trägerin Wassermann konterte, dass Leute einer Bar am Alten Platz versucht hätten, einen städtischen Müll-Mitarbeiter während der Dienstzeit beim Public Viewing mit Eierspeis zu locken, damit er volle Kübel abholt. Bestechung? Alles nur Mist? Jonke gilt als Eigentümer der Bar und kündigte rechtliche Schritte gegen diese „Falschaussage“ an – „zur Wahrung der Interessen meiner Unternehmen“. Schließlich hätte seine Italo-Bar als einzige an diesem Ort während der TV-WM-Fußballübertragung Eierspeise angeboten. Er, so Jonke, würde zudem mit einem privaten Entsorger arbeiten. Die „Kleine Zeitung“ ortete bereits ein „Eierspeis-Gate“. Neuerlicher Antritt Bleiben wir im Klagenfurter Rathaus: Seit Monaten wird gerätselt, ob Stadtchef Christian Scheider mit der noch ziemlich unbekannten FSP (Freie Soziale Bürgerpartei) wieder zur Wahl antritt. Er selbst will sich weiterhin nicht dazu äußern und erklärte in einem Interview, dass er für einen neuerlichen Antritt die Unterstützung keiner Partei benötigen würde. Das klingt nachvollziehbar, ist Haiders ehemaliger Tennislehrer doch (fast) allen Klagenfurtern bekannt, was man von seinen Herausforderern nicht behaupten kann. So gilt es längst nicht mehr als Geheimnis, dass Kärntens FP-Chef Erwin Angerer seinen Vorgänger Gernot Darmann als Spitzenkandidaten für die Gemeinderatswahl in Stellung bringen will. Was man für ein „Trostpflaster“ für Noch-FP-Stadträtin Sandra Wassermann finden wird, steht in den Sternen, möglicherweise wieder einen Sitz im Nationalrat. Der gebürtige Grazer, Ex-RaggerBüro-Mitarbeiter, Jurist, Nationalrat, Ex-Banker und Obmann der „Blauen“ in Klagenfurt dürfte mit ziemlicher Sicherheit ins Klagenfurter „Hohe Haus“ wechseln. Eine bewusste Trennung zwischen Bezirkspartei-Obmann und einem Stadtsenats-Amt ist schon bei der Klagenfurter SP grandios gescheitert. Und Angerer? Der Mühldorfer Bürgermeister sieht sich als Spitzenkandidat für den Urnengang in Kärnten, obwohl seine Beliebtheitswerte in der eigenen Partei nicht gerade in die Höhe schießen und Herbert Kickl als möglicher Kandidat für einen Probelauf vor der Nationalratswahl gehandelt wird. Bei den Klagenfurter Roten klopft weiterhin, trotz aller Dementis, der bestens vernetzte Kärntner Landessportdirektor Arno Arthofer an die Magistratstüre. Man wird sehen, ob sich Ronald Rabitsch bei den eigenen Leuten behaupten kann. Und bei den „Schwarzen“ bemüht sich Stadtrat Julian Geier weiter um einen höheren Bekanntheitsgrad. Ob er dies bis zum Frühjahr schaffen wird? Bei den Neos will der Klagenfurter Klubobmann und Landessprecher Janos Juvan („Beim Pumpe ist mir die Idee fürs Politikerdasein gekommen“) seinen Nationalratssitz gegen ein Klagenfurter Polit-Ticket eintauschen. Die Stadtgrünen setzen auf Obmann Stefan Samonig und die Kommunisten (mit Bea Samwald) fantasieren von einem „Sturm ins Rathaus“. Klagenfurt ist allerdings nicht Graz. Klagenfurt ist auch nicht Wien, wo im Innenministerium für 9000 Euro Steuergeld im April eine Geburtstagsparty zum 70er für Ex-Minister Ernst Strasser (verurteilt wegen Bestechlichkeit zu drei Jahren Haft) bezahlt worden ist – mit seinen Vorgängern als Ehrengäste. Zum Schmunzeln Anlass gibt derzeit der Klagenfurter Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Ex-Gerichtssachverständige Johann Neuner. Der gute Mann, der immer wieder gerne die Öffentlichkeit sucht, behauptete, das Hypo-Desaster hätte dem Land Kärnten tatsächlich einen „Geldregen“ beschert. Dabei ging es allerdings um gigantische Haftungen, die Kärnten an den Rand des Bankrotts gebracht haben. Was ist Herr Neuner von Beruf? Interessant ist auch der Untersuchungsausschuss der FP zum Thema „unkontrollierter Verkauf von Landesvermögen wie Klagenfurter Flughafen, Feriendorf Ossiacher See und Kinderheim Görtschach“. Die FP ortet nach kritischen Rechnungshofberichten Ungereimtheiten und Millionenschaden. Die FP könnte aber auch im Archiv nachblättern – da hat im Jahre 2013 die Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen Verantwortliche der Landesregierung unter Jörg Haider ermittelt. Drei See-Grundstücke sollen damals viel zu teuer gekauft worden sein (am Maltschacher-, Hafner- und Ossiacher See). Herausgekommen ist, wie zu erwarten, wieder nichts. Und ja, wieder gibt es ein Gerücht um das leider verfallene bauliche Schmuckstück „Hotel Wörthersee“. Der Eigentümer, ein polnischer Investor, und die Stadt Klagenfurt wälzen angeblich Revitalisierungspläne für ein 165-Betten-Projekt. Dazu bräuchte man die Kleinigkeit von rund 50 Millionen Euro. Die Stadt hat keine „Knete“, könnte aber einen Bauträger ins Leben rufen, der sich um die erforderlichen Kredite bemüht. Vermutlich wird aber eher das Wörthersee-Mandl lebendig. Im Zeitraffer Von Harald Raffer Der Bundesrechnungshof hat der Fachhochschule Kärnten ein denkbar schlechtes Zeugnis ausgestellt! Hauptvorwurf: Unbesetzte bundesfinanzierte FH-Studienplätze, vor allem im Technikbereich. Daran wird die Umbenennung von Fachhochschule auf Carinthia University of Applied Sciences vermutlich kaum etwas ändern. Die einst klare Trennlinie zwischen Universitäten mit stark wissenschaftlichem Hintergrund und von der Wirtschaft begrüßte Ausbildungsmöglichen mit Praxisbezug an Fachhochschulen verschwimmt. Beide Einrichtungen werben um Studenten, die Kärntner Fachhochschule offensichtlich mit überschaubarem Erfolg. Der Rechnungshof, der auch den FH Campus Wien unter die Lupe nahm, stellte fest, dass die förderbaren Studienplätze im Prüfzeitraum vermehrt nicht genutzt wurden, vor allem im Technikbereich, also der höchsten Fördergruppe. Die Anzahl der Studienplätze stieg zwar an, allerdings auch die Zahl der nicht belegten Studienplätze, so der Rechnungshof (von 1.700 auf 2.548). Somit seien nur 40 Prozent der geplanten Steigerung der Studienplätze umgesetzt worden. Die nicht „verbrauchten“ Fördermittel wuchsen damit von 1,55 Millionen Euro im Studienjahr 2019/20 auf 19,79 Millionen Euro im Studienjahr 2023/24. Dabei könne die FH bei zu geringer Nachfrage oder hohem Drop-out Plätze in andere, stärker nachgefragte Studiengänge umschichten. Trotz Verlängerung der Antragsfristen für solche Umstellungen konnte jedoch das Ansteigen der Zahl unbelegter Studienplätze „nur bedingt aufgehalten werden“, kritisieren die Prüfer. Der Rechnungshof empfahl, den weiteren Ausbau der Studienrichtungen mit dem tatsächlichen Auslastungspotential festzulegen. Die Finanzierung der 21 Fachhochschulen in Österreich mit ihren rund 59.000 Studierenden ist als Mischfinanzierung konzipiert, die Bundesmittel für die FH-Förderung stiegen 2023/24 um 35 Prozent auf 441 Millionen Euro. Der RHBericht erscheint zu einem Zeitpunkt, in dem auch über massive Rotstift-Maßnahmen an Hochschulen diskutiert wird – bei stark gestiegenen Finanzierungsbeiträgen der Länder. Dabei fehlt es nicht an interner Kritik, die von fehlenden Karriere-Chancen für Lehrende bis hin zu „falschen“ Standorten, mangelnder Ausrüstung und ungeeigneten Räumlichkeiten reichen. Und letztlich stellt sich für Kärnten auch die Frage, wie gut sich die FH (Bereich Marketing/PR) bei Maturanten bzw. Maturantinnen präsentiert. Schon 2010 gab es heftige Kritik vom Rechnungshof, der zwei der vier Standorte angezweifelt hat und auf „die teuersten Studienplätze in Österreich“ hinwies. Kritiker wollen zudem wissen, ob die FH-Geschäftsführung (Vorstände und Aufsichtsräte) längst notwendige Reformschritte „verschlafen“ hat. Einen Lichtblick gibt es allerdings: Die renommierte Politwissenschaftlerin Kathrin Stainer-Hämmerle wird ab 1. Oktober Rektorin an der FH Kärnten, ihre Stellvertreterin Ulla Birnbacher. Fachhochschule Kärnten: Kontrollore kritisieren unbesetzte Studienplätze Der Bundesrechnungshof stellt wichtiger Bildungseinrichtung ein schlechtes Zeugnis aus. Vor allem der Technikbereich ist betroffen. Um das Blinkverhalten an Kreisverkehren und Kreuzungen zu erheben, hat das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) rund 18.500 Beobachtungen in Österreich durchgeführt (Zeitraum: 26.09. bis 16.11.2025). Demnach blinkt jeder dritte Kfz-Lenkende (33 %) bei Kreisverkehren falsch oder gar nicht. Bei herkömmlichen Kreuzungen liegt der Anteil der „Blink-Muffel“ bei 19 Prozent. Bei denjenigen, die laut KFV-Beobachtungen während des Lenkens eines Fahrzeugs essen, trinken oder rauchen, blinken beim Kreisverkehr 48 Prozent nicht. Wer ohne Freisprecheinrichtung telefoniert oder während der Fahrt am Handy tippt, blinkt sogar in 52 Prozent der beobachteten Fälle nicht. Dipl.-Ing. Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit im KFV erklärt dazu: „Unachtsamkeit und Ablenkung sind nach Vorrangverletzungen und Rotlichtmissachtungen die zweithäufigsten Hauptunfallursachen bei Unfällen an Kreuzungen und Kreisverkehren. Daher raten wir dringend davon ab, während des Lenkens eines Fahrzeugs ohne Freisprecheinrichtung zu telefonieren, Social-MediaAktivitäten durchzuführen, Textnachrichten zu schreiben, zu lesen oder ähnliche ablenkende Tätigkeiten zu verrichten.“ Wichtig: Geblinkt wird beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr und nicht beim Einfahren. Der Verkehrssicherheitsexperte stellt auch ein häufiges Missverständnis klar: „Geblinkt werden muss beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr und nicht beim Einfahren. Das Blinken beim Verlassen des Kreisverkehrs ist auch deshalb so wichtig, weil es den Verkehrsfluss deutlich verbessert. Durch das Blinken können jene Fahrzeuge, die auf das Einfahren in den Kreisverkehr warten, viel besser einschätzen, ob sie losfahren können oder nicht. Durch korrektes Verhalten vermeidet man insbesondere an heißen Sommertagen aber auch ein Erhitzen der Gemüter.“ Fahrräder bzw. E-Scooter bilden das Schlusslicht Interessant ist auch die Aufschlüsselung des Blinkverhaltens an Kreisverkehren nach Fahrzeugarten. Bei den Lenkenden von leichten Fahrzeugen ist die Blinkmoral deutlich geringer als bei schweren Vehikeln, obwohl diese im Fall eines Unfalls deutlich verletzlicher sind: Bei Fahrrädern und E-Scootern – die gemeinsam erhoben wurden – verzichteten 70 Prozent auf das vorgeschriebene Handzeichen bzw. Blinken, gefolgt von Mopeds bzw. Motorrädern (40 % nicht geblinkt), Pkw (33 %), Lkw (24 %) und Bussen (21 %). Zugleich waren die Verletzten an Kreisverkehren in mehr als einem Viertel der Fälle (26 %) mit Fahrrädern bzw. E-Scootern unterwegs. Nur bei Pkw liegt der Anteil bei Verletzten (Durchschnitt von 2023 bis 2025) mit 33 Prozent noch höher. Auch Moped- (18 Prozent) und Motorradfahrende (14 Prozent) sind sehr häufig unter den Verletzten zu finden. Rund 1.000 Verunglückte auf Kreisverkehrsanlagen pro Jahr Von den durchschnittlich mehr als 46.000 Verunglückten (Verletzten und Toten) pro Jahr auf Österreichs Straßen ereignen sich rund 1.000 auf Kreisverkehrsanlagen, wie eine Auswertung der Straßenverkehrsunfallstatistik 2023 bis 2025 durch das KFV zeigt. In absoluten Zahlen ist das recht viel. Gemessen am gesamten Unfallgeschehen passieren an Kreisverkehren aber vergleichsweise wenige Unfälle mit Personenschaden, zumal dort relativ langsam gefahren wird. Zum Vergleich: Bei herkömmlichen Kreuzungen verunglücken fast 15.000 Personen pro Jahr. Hauptunfallursache sind sowohl bei Kreisverkehren als auch bei Kreuzungen Vorrangverletzungen/Rotlichtmissachtungen. Umso wichtiger ist korrektes Blinkverhalten. Fatal: Jedes dritte Kfz blinkt falsch oder gar nicht im Kreisverkehr 33 % der Kfz-Lenkenden blinken beim Verlassen des Kreisverkehrs nicht, wie eine Beobachtungsstudie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit zeigt. Unachtsamkeit und Ablenkung sind nach Vorrangverletzungen und Rotlichtmissachtungen die zweithäufigsten Hauptunfallursachen bei Unfällen an Kreuzungen und Kreisverkehren. Dipl.-Ing. Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit im KFV „ „ © KFV/APA-Fotoservice/Schedl
das KÄRNTEN AKTUELL 5 Nach dem Sommer: Was unsere Haut jetzt wirklich braucht Der Sommer hinterlässt seine Spuren. Sonne, Hitze, Schweiß sowie Chlor- und Salzwasser setzen der Haut zu – auch bei konsequentem Sonnenschutz. Nach den sonnigen Monaten wirkt der Teint daher bei vielen Menschen trockener, unruhiger oder müder. Pigmentflecken werden sichtbarer, kleine rote Äderchen treten stärker hervor und die Haut kann an Spannkraft und Frische verlieren. Der Herbst ist deshalb ein guter Zeitpunkt, der Gesichtshaut wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken und gezielt über geeignete Behandlungsmöglichkeiten nachzudenken. Am Anfang sollte immer eine genaue Analyse des individuellen Hautbildes stehen. Denn nicht jede Veränderung lässt sich mit derselben Methode behandeln. Eine Beratung durch einen Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Medizin ist daher gerade nach dem Sommer sinnvoll. Laser für einen ebenmäßigeren Teint Pigmentflecken zählen zu den häufigsten sichtbaren Folgen intensiver Sonneneinstrahlung. Sie können den Teint unruhiger und das Gesicht älter erscheinen lassen. Je nach Art und Ausprägung der Pigmentierung können einzelne Areale oder das ganze Gesicht gelasert werden. Ziel ist es, störende Pigmente gezielt zu reduzieren und dadurch ein gleichmäßigeres Hautbild zu erzielen. Auch Couperose, sichtbare Äderchen und flächige Rötungen können mit Laser behandelt werden. Die Energie wird dabei gezielt auf die betroffenen Gefäße gerichtet und das umliegende Gewebe geschont. Hyaluron und Botulinumtoxin: Frische, Kontur und ein entspannter Ausdruck Nicht nur die Hautoberfläche verändert sich mit zunehmendem Alter. Die Haut verliert Feuchtigkeit und Elastizität, gleichzeitig verändern sich Kollagen, Fettgewebe und stützende Strukturen. Hyaluronsäure kann gezielt eingesetzt werden, um verlorenes Volumen auszugleichen, Konturen zu unterstützen oder bestimmte Falten und eingesunkene Bereiche zu behandeln. „Ein modernes Behandlungskonzept sollte nicht darauf abzielen, möglichst viel Volumen zu erzeugen. Vielmehr geht es um Harmonie und Proportionen. Ein gutes Ergebnis ist häufig gerade dann gelungen, wenn es nicht sofort als ‚gemacht‘ erkennbar ist. Weniger kann dabei durchaus mehr sein.“ Eine weitere Möglichkeit bietet Botulinumtoxin. Es entspannt bestimmte Muskeln vorübergehend und kann dadurch vor allem mimische Falten, beispielsweise an Stirn oder Augenpartie, reduzieren. Der Gesichtsausdruck kann dadurch frischer und entspannter wirken. Wann weniger nicht mehr ist Laser, Hyaluronsäure und Botulinumtoxin können hervorragende Möglichkeiten sein, wenn einzelne Veränderungen behandelt werden sollen. Manchmal zeigt eine genaue Betrachtung des Gesichts jedoch, dass das eigentliche Problem tiefer liegt: Die Haut ist deutlich erschlafft, Konturen verschwimmen und Gewebe im Bereich von Wangen, Kieferlinie oder Hals hat sich abgesenkt. In solchen Fällen können minimalinvasive Maßnahmen nur begrenzt ausgleichen, was sich strukturell verändert hat. Dann kann es sinnvoll sein, auch über ein Facelift nachzudenken. Dabei geht es keineswegs darum, jede altersbedingte Veränderung operativ zu behandeln. Vielmehr stellt sich die Frage, welches Behandlungskonzept langfristig sinnvoll und natürlich ist. Ein modernes Facelift kann erschlafftes Gewebe gezielt repositionieren und die Gesichtskonturen wieder definieren. Ein solcher Effekt ist mit einzelnen Injektionen häufig nicht erreichbar. Während Filler und Botulinumtoxin regelmäßig aufgefrischt werden müssen und Laserbehandlungen vor allem einzelne Hautveränderungen adressieren, kann ein Facelift die altersbedingte Gewebeerschlaffung grundlegend behandeln und so zu einem länger anhaltenden, natürlichen Verjüngungseffekt beitragen. „Die Entscheidung für ein Facelift sollte jedoch immer individuell abgewogen werden. Eine ausführliche Beratung durch einen Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Medizin ist unerlässlich. Nur durch eine realistische Einschätzung der Haut und Gewebestrukturen sowie unter Einbezug der persönlichen Wünsche kann eine sinnvolle Entscheidung getroffen werden.“ Der Herbst bietet damit nicht nur die Gelegenheit, die Haut von den Spuren des Sommers zu erholen. Er ist auch ein guter Zeitpunkt, das Gesicht als Ganzes zu betrachten: Was stört mich wirklich? Was lässt sich mit einer kleinen Behandlung verbessern – und wann wäre ein größerer, dafür langfristiger Schritt die bessere Lösung? Manchmal reicht ein Laser, manchmal bringen Hyaluron oder Botulinumtoxin die gewünschte Frische zurück – und manchmal ist ein Facelift der nachhaltigere Weg zu einem sichtbar verjüngten, aber weiterhin natürlichen Erscheinungsbild. Univ. Doz. Dr. Barbara Zink ist Fachärztin für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie in Klagenfurt Auf den ersten Blick Von Dr. Barbara Zink ANZEIGE © Patrick Connor Klopf DLG2026_Sujet_A4_Wiener.pdf 1 24.07.2026 09:14:17 Zähle dein Leben nicht nach Jahren, sondern nach den schönsten Momenten, die du erlebst“, schrieb Literaturfürst Goethe. Und er hat zweifellos viel erlebt – der junggebliebene Familienvater Elvis Ibrahimpasic, der am 29. August seinen 50. Geburtstag feierte. Elvis? Der Vorname verpflichtet! Und so erlebt man den Klagenfurter Inhaber von IN-Fahrzeugeinrichtung bei vielen Anlässen, wenn er plötzlich zum Mikrophon greift und den King of Rock`n Roll grandios kopiert. Mit Ehefrau Selma und Töchterchen Nayla (10, links) unternimmt der gebürtige Bosnier gerne Urlaubsreisen. Entspannen kann sich Elvis beim Grillen, wenn er mit Schwägerin Edina und ihrem Partner Rico über „neue Frisuren und coole Drinks“ philosophiert. Geburtstagskind des Monats: Elvis (50)! Geschätzte Leserin, geschätzter Leser! Wenn auch Sie jemanden zum Geburtstagskind des Monats vorschlagen wollen, schreiben Sie uns einfach (mit einigen Fotos und Tel. Nr.) per Mail an office@das-kaernten.at. Etwa bei einem außergewöhnlichen Geburtstag, bei einem „runden Jubiläum“, bei einer großen Gratulantenschar oder einer nicht alltäglichen Feier ... Foto Privat
das 6 KÄRNTEN AKTUELL Immer mehr Junge wohnungslos Immer mehr junge Menschen sind auch in Österreich von Wohnungs- und Obdachlosigkeit betroffen. Eine neue Studie aus Innsbruck zeigt, von rund 1.400 wohnungslosen Menschen sind fast 40 Prozent zwischen 18 und 29 Jahre alt, wie Ö3 berichtet. Viele der Betroffenen haben demnach zwar Arbeit, können sich aber keine Wohnung leisten. „Viele würden in prekären Wohnverhältnissen landen, oft unter großem Druck oder tatsächlich auf der Straße,“ erklärte Innsbrucks Vizebürgermeister Georg Willi. Dürre: Viele Notschlachtungen Futtermangel, viele Notschlachtungen und Preisrückgänge bei Schlachtkühen – auch die Rinderbauern leiden an den Folgen der Trockenheit. Die trockenbedingte Futterknappheit veranlasst viele Bauern, einen Teil ihrer Kühe frühzeitig zu verkaufen. Die Schlacht- und Zerlegebetriebe geraten an ihre Kapazitätsgrenzen, heißt es von der ARGE Rind. Die Dachorganisation von acht Rindererzeugergemeinschaften appelliert an Schlachthöfe und Viehhändler, Lebendimporte von Schlachtrindern vorübergehend auszusetzen. Zudem gab es wegen der großen Mengen zuletzt einen Preisrückgang für Schlachtvieh um 25 Prozent. Smartphone ist neue Geldbörse Immer mehr Österreicherinnen und Österreicher nutzen das Smartphone als Geldbörse, vor allem Jüngere: 73 Prozent der 18- bis 29-Jährigen zahlen mit ihrem Handy. Bei den über 30-Jährigen ist es immerhin noch die Hälfte. Das zeigt eine Erhebung des Zahlungsdienstleisters Nexi. Hauptgrund ist demnach, dass das Bezahlen mit Handy als komfortabel und schnell angesehen wird. Für die Studie sind fast 28.000 Menschen in 34 europäischen Ländern befragt worden. Geschäft mit dem Schlaf boomt Fast jede und jeder Dritte leidet unter Schlafproblemen. Damit wächst auch die Nachfrage nach Schlafhilfen. Weltweit sind dafür 2025 86 Milliarden ausgegeben worden. Davon profitiert auch das österreichische Unternehmen Schlafteq, das ergonomische Matratzen anbietet, sagt Geschäftsführer Elias Merl. Auch rezeptfreie Schlaf- und Beruhigungsmittel boomen. Seit 2020 ist der Umsatz in heimischen Apotheken um rund 50 Prozent auf 42 Millionen Euro gestiegen. Flüge immer öfter verspätet Flugverspätungen werden immer häufiger. Bei der Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte sind 2026 bereits 5.000 Anträge eingelangt, bei denen es um Entschädigungszahlungen wegen Flugverspätungen geht. Das sind doppelt so viele Anträge wie im Vergleichszeitraum 2025. Damit man die Entschädigung bekommt, muss man sich zunächst an die Fluglinie wenden und den Anspruch stellen. Sollte die Fluglinie nicht zahlen, kann man sich an die Agentur für Passagierrechte wenden. Mehr Flüssiggas aus Russland Trotz der Bemühungen um ein Ende der Abhängigkeit von Moskaus Energielieferungen importiert die EU wieder mehr Flüssiggas (LNG) aus Russland. Die EU-Staaten hätten im Juni 2026 14 Prozent mehr LNG aus Russland importiert als im Juni 2025, so die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf Daten des Forschungszentrums Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA). Die Einnahmen Russlands aus dem LNG-Verkauf stiegen auf 60 Mio. Euro pro Tag. Die EU will bis Ende 2027 eigentlich kein LNG mehr aus Russland importieren. Der Iran-Krieg hat die Lage am internationalen Gasmarkt allerdings verschärft. Bargeldloses Zahlen: Betrug In Österreich gibt es immer mehr Betrugsfälle beim bargeldlosen Zahlen. Nach Angaben der Nationalbank ist der Schaden im Vorjahr auf über 115 Mio. Euro gestiegen, ein Plus von fast 18 Prozent. Hauptgrund für den Anstieg sind Überweisungen, berichtet Ö3. Werden Zahlungen selbst freigegeben, haften die Betroffenen grundsätzlich für den Schaden. Die Nationalbank empfiehlt, keine Daten preiszugeben und jede Transaktion genau zu prüfen. E-Scooter: Hanke für Verschärfung Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) denkt bei den seit Mai 2026 geltenden strengeren Regeln für E-Scooter bereits über Verschärfungen nach. Ein Beispiel dafür wäre, die Helmpflicht bei E-Scootern von 16 Jahren bis zur Volljährigkeit auszudehnen, denn leider gebe es nach wie vor viele und teilweise schwere Unfälle mit E-Scootern, betonte ein Sprecher von Minister Hanke. Der Minister wolle im Frühjahr 2027, wenn die Regeln ein Jahr in Kraft sind, Bilanz ziehen und – sofern sich die Unfallstatistiken nicht gebessert haben – über mögliche Verschärfungen diskutieren, hieß es weiter. KI generiert KI generiert KI generiert © Parlamentsdirektion/ThomasTopf Kroatien stellt Mautsystem um Kroatien-Urlauber können sich auf ein neues Mautsystem auf den Autobahnen einstellen. Das Einwerfen von Bargeld an den kroatischen Mautstationen ist bald vorbei, stattdessen wird das Kennzeichen auf der Autobahn mittels Kamera digital erfasst. Die Autofahrer werden dann aufgefordert, sich auf einem Online-Portal zu registrieren und dort Bezahldaten einzugeben. Auch eine Vorab-Registrierung vor dem Urlaub ist möglich. Das neue System soll lange Staus verhindern und im März 2027 starten. ÖBB: Mehr Alkoholverbote? Für die drei Wiener Bahnhöfe Praterstern, Floridsdorf und seit Mai dieses Jahres Westbahnhof gilt bereits ein Alkoholverbot. Wie ORF-Wien berichtet, prüfen die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) nun die Ausweitung auf weitere Bahnhöfe. Genannt wurden unter anderem der Hauptbahnhof, der Bahnhof Meidling, Matzleinsdorfer Platz, Wien Mitte und Hütteldorf. Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) meinte, es sei der richtige Augenblick, „um darüber nachzudenken, ob nicht allgemein für Großbahnhöfe eine Verpflichtung, auf Alkoholkonsum zu verzichten, gut wäre.“ „Tschick“-Verbot am Spielplatz Das Wegwerfen von Zigarettenstummeln sowie verwandten Produkten und Erzeugnissen auf Kinderspielplätzen ist ab sofort österreichweit verboten. Bei Missachtung der Bestimmungen drohen Verwaltungsstrafen in der Höhe von 500 Euro, in Wiederholungsfällen bis zu 2.000 Euro. Staatssekretärin Königsberger-Ludwig (SPÖ) wies vor dem Nationalratsbeschluss darauf hin, dass Nikotinvergiftungen stark im Zunehmen seien, 58 Prozent der Fälle würden unter Vierjährige betreffen. Gentherapie gegen Cholesterin? Für Menschen mit familiärer Hypercholesterinämie und einem extrem erhöhten Risiko für atherosklerosebedingte Herz-Kreislauf-Erkrankungen könnte eine neue Form von Gentherapie entwickelt werden. In den USA wurde jetzt erstmals eine Studie der frühen Phase durchgeführt, die erste Erfolge zeigte. Bei der Therapie werden Gene in den Leberzellen gezielt per Gen-Schere verändert, die das für den LDL-Blutspiegel entscheidende Enzym bilden. Bei hoher Dosis wurde der LDL-Spiegel gesenkt, auch über einen längeren Zeitraum. Bis zur endgültigen Zulassung dürfte es laut Forschern aber noch Jahre dauern. Wenige Erwachsenenvertreter Rund 75.800 Menschen in Österreich haben eine Erwachsenenvertretung, 35.000 davon gerichtlich bestellt. Die Zahl der Betreuenden geht aber stetig zurück: Laut dem VertretungsNetz reduzierte sich die Zahl seit 2018 von rund 52.710 auf 35.000. Eine Folge sind immer mehr Beschwerden: Die Klienten würden oft nicht mehr persönlich von den Anwälten oder Notaren kontaktiert. Zudem gibt es große regionale Unterschiede: In Salzburg kommen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner nur 263 Erwachsenenvertretungen, in Kärnten und der Steiermark dagegen 466 bzw. 432. Wien liegt mit 410 Erwachsenenvertretern pro 100.000 Einwohner im Mittelfeld. 32 Prozent erhalten Nachhilfe Der Bedarf an privater Nachhilfe ist weiterhin hoch: Laut dem aktuellen AK-Nachhilfebarometer erhalten 338.000 Kinder und Jugendliche Nachhilfe. Das sind 32 Prozent aller Schülerinnen und Schüler und damit ein Prozentpunkt mehr als im vergangenen Jahr. Insgesamt werden dafür 144 Mio. Euro oder im Schnitt 720 Euro pro Kind und Jahr ausgegeben. Auffällig ist, dass immer öfter Nachhilfe schon in der Volksschule gebraucht wird und dass 68 Prozent der Eltern nach eigenen Angaben zusätzlich mit ihren Kindern lernen. Die AK fordert den Ausbau ganztägiger Bildungsangebote und eine spürbare Entlastung der Eltern. Arbeitskosten: Ö im EU-Spitzenfeld Österreich liegt bei den Arbeitskosten im EU-Vergleich im Spitzenfeld. 46,30 pro Stunde bedeuten den fünften Platz in der EU, ergab eine Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung. Der Durchschnitt der Arbeitskosten in der EU betrug demnach 34,70 Euro. Die Spanne reicht von Luxemburg (56,2 Euro) bis Bulgarien (11,80 Euro). Die heimische Regierung will deswegen die Lohnnebenkosten senken. Experten erwarten dadurch aber nur eine kleine Veränderung bei den Arbeitskosten. EZB warnt vor Bargeld-Verdrängung Einzelhandel, Restaurants, Hotels: 92 Prozent aller Unternehmen im Euroraum akzeptieren Bargeld. Allerdings gibt es einen Trend zu bargeldlosen Bezahlmethoden, wie eine Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) ergab – und das sieht die Notenbank nicht nur positiv. „Es sei entscheidend, dafür zu sorgen, dass die zunehmende Automatisierung des Zahlungsverkehrs Bargeld als praktikable Zahlungsoption nicht unbeabsichtigt behindert oder untergräbt“, mahnt die EZB. Vor allem SB-Kassen würden dazu beitragen, dass die Zahl der Kassen, an denen Münzen und Scheine akzeptiert werden, zurückgeht. Kommunikation ist wichtig – aber nicht so ... Eines der übelsten Begriffe aus der Zeit von Kurz und Strache war „Message Control“! Dahinter versteckte sich nichts anderes als die totale Kontrolle der damaligen Bundesregierung über die Inhalte, welche der österreichischen Bevölkerung kommuniziert wurden. Viel wichtiger aber war mit dieser kontrollierten Form der Kommunikation, was nicht mitgeteilt wurde. Und der Boulevard wurde mit bestimmten Dosen von Skandälchen gefüttert, damit niemand auf die wirklichen Skandale von Korruption und anderen Schweinereien in der Politik hingesehen hat. Einen ähnlichen Overkill an Scheinwelt hat es ja in Kärnten vor der Landtagswahl 2013 auch gegeben. Wir erinnern uns an die vielen Plakate einer einzigen Partei im damaligen Wahlkampf. Zum Glück war es damals einfach zu viel, sodass die Wählerinnen und Wähler bei der Wahlurne diese Form der inhaltsleeren Politik abgestraft haben. Leider scheint nach dem Abgang des langjährigen Landeshauptmanns Peter Kaiser die Lehren dieser damaligen Abstrafung durch die Kärntner Bevölkerung vergessen zu sein. In der Landesregierung wird zwar groß von Verwaltungs- und Strukturreform gesprochen, aber es ist mehr Schein als Sein. Abgesehen davon, dass durch die Zusammenlegung von einzelnen Abteilungen nichts effizienter werden wird, weil die Prozesse durch die Vermehrung von Entscheidungsebenen einfach länger dauern. Auch hat man versprochen, dass 300 Planstellen eingespart werden sollen. Wobei wir nur bis zur nächsten Landtagswahl warten müssen, um zu sehen, wie viele hochdotierte Versorgungsposten für Regierungsbüros, neu geschaffen werden. Aber keine einzige Planstelle wird im Bereich der Regierungsbüros bzw. der Landtagsklubs eingespart. Im Gegenteil: kurz vor dieser Ankündigung wurden noch schnell vier neue Planstellen in den Landtagsklubs geschaffen. Dabei gibt es genug Potential für Einsparungen im politischen Verwaltungsbereich. Allein in den sieben Regierungsbüros gibt es 14 Mitarbeiter, die für Kommunikation zuständig sind. Dazu kommen noch die diversen Pressesprecher in den Landtagsklubs und den jeweiligen Parteien. Nicht zu vergessen sind die vielen Mitarbeiter im Landespressedienst. Jetzt auch noch jeweils zwei Regierungssprecher nominiert, die für die Koalition kommunizieren sollen. Auch wenn keine zusätzlichen Planstellen geschaffen wurden, so muss sich der einfache Mensch auf der Straße doch fragen, welchen Sinn hat dieser Overkill an Kommunikation? Wer keine Inhalte und Visionen für das Land Kärnten hat, der greift dann anscheinend zu dieser Form von Message Control. G. Nischelwitzer, MBA, war Obmann der Zentralpersonalvertretung der Regierung Genau betrachtet Von Gernot Nischelwitzer KI generiert
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